Taekwondo

12.02.2022, 13:27
19.03.2022 09:02 - 20.03.2022 17:00
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Der SV Nennslingen richtet die Deutsche Meisterschaft aus
Gemeinsam mit der Deutschen Taekwondo Union (DTU) führt der Jura-Verein vom 18. Bis 20 März die Titelkämpfe der Senioren und der Jugend in der neuen Weißenburger Seeweiherhalle durch. 250 Teilnehmer aus der absoluten Elite werden erwartet. Und man hofft auf Zuschauer.
Weißenburg/Nennslingen – Die ersehnte Veranstaltung in der neuen Weißenburger Seeweiher halle dürfte gleich ein richtiges Highlight werden. Von Freitag 18. März bis Sonntag 20. März, findet in der neuen Sportstätte nämlich die Deutsche Meisterschaft im Taekwondo für Senioren und Jugend statt.
Veranstalter sind die Deutsche Taekwondo Union (DTU) und der SV Nennslingen, der erstmals ein derartig großes Turnier ausrichtet. SVN-Abteilungsleiter und Trainer Horst Scholz ist deshalb aber keineswegs bange, im Gegenteil: „Wir wollen zeigen, dass wir so etwas können“ sagt der langjährige Taekwondo-Macher vom Jura. Ihm und seiner SVN-Sparte geht es darum, den Zweikampfsport ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen. „Wir wollen unseren Sport nach oben bringen“, sagt Scholz.
Die nationalen Meisterschaften scheinen dafür prädestiniert zu sein, denn nur die absolute Elite wird zu den Wettkämpfen nach Weißenburg kommen. Etwa 250 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland werden erwartet, darunter etliche amtierende Deutsche Meister, aber auch WM- und EM-Teilnehmer.
Auch Lokalmatadoren werden an den Start gehen.
Auch mehrere Lokalmatadoren werden auf die Matte gehen. Fest eingeplant sind von Nennslinger Seite Anna Satzinger und Annegret Hölzel, die vergangenes Jahr bei den Kadetten Silber und Bronze holten. Sie werden nun in der Jugend A starten. Noch offen ist es, ob die beiden SVN-Aushängeschilder Isabel und Vanessa Beckstein kämpfen werden.
„Es wäre natürlich toll, wenn sie vor heimischer Kulisse starten könnten“, sagt Horst Scholz, der die beiden Athletinnen inzwischen als Trainerinnen an der Seite hat.
Vom Ablauf her ist geplant, dass am Freitag die Waage stattfindet.
Am Samstag und Sonntag stehen dann die Wettbewerbe in allen Alters- und Gewichtsklassen auf dem Plan, wobei Scholz „richtig gute und harte Kämpfe“ erwartet.
Die deutschen Titelkämpfe werden aller Voraussicht nach unter der aktuellen Corona- Regelung für den Hallensport durchgeführt. Horst Scholz und seine Mitstreiter hoffen, dass Zuschauer zugelassen sein werden. Der Eintritt wird frei sei, dennoch hofft der SVN-Abteilungsleiter, dass die Sache „Null auf Null“ aufgeht. Neben der Unterstützung durch Sponsoren hoffen der SV Nennslingen und die DTU auch auf Spenden.
Der Präsident der Bayerischen Taekwondo Union (BTU), Gerd Kohlhofer (zugleich DTU Vize) war bereits in Weißenburg und hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Von der neuen Halle zeigt er sich begeistert. Auch Horts Scholz findet die neue Sportstätte schlichtweg „toll“. Die Diskussionen über die Farbvielfalt kann er nicht ganz nachvollziehen. Aus seiner Sicht sollte man einfach nicht vergessen, dass es sich vor allem um einen Ort für junge Leute handelt.
Rund 40 Helferinnen und Helfer des SVN im Einsatz
Der SVN wird an dem Wochenende rund 40 Helferinnen und Helfer im Einsatz haben, die für einen optimalen Rahmen und Ablauf sorgen wollen und in vielfältiger Weise gefordert sein werden. Das Caterin für Aktive und Zuschauer haben die DTU und der SVN an den Heustadel Bergen sowie die Bäckerei Schmidt vergeben. „Wir wollen das in professionelle Hände legen“, sagt Horst Scholz.
Der heute 73 Jahre alte Gersdorfer gilt als Taekwondo-Pionier auf dem Jura und in der Region. Die Vereinsgründung erfolgte ursprünglich im September 1975 in Gersdorf durch die Taekwondoschule „Ernst Heinz“. Das Trainig fand anfange zweimal wöchentlich auf den Brettern im Gasthaus „Zum Anlautertal“ statt – eine Wirtschaft, die Scholz mehrere Jahre mit seiner Frau führte. Beruflich war er als Kfz- Mechaniker, Bauarbeiter, Maschinenführer, Polier, Bauleiter und schließlich als Bauamtsleiter der Stadt Spalt (1992 bis 2013) ohnehin ein Tausendsassa.
In seiner Freizeit widmet sich Horst Scholz einerseits der Musik (hier hatte er jahrzehntelang immer eine eigene Band) und vor allem dem Taekwondo. In der Kampfsportart ist er seit 1989 Abteilungsleiter beim SV Nennslingen, seit 1985 ist er als Trainer mit verschiedenen Unterstützern an der Seite tätig und zudem ist er Träger des 4. DAN.
Die erste Trainer waren laut Chronik Salvatore Grillo, Reinhard Langer und Yücel Büyüksüzer. Im Jahr 1978 gliederte sich die „Gersdorfer Taekwondo Schule“ dem SV Nennslingen an. Ab 1980 trainierte man in der Turnhalle des Antonius Kinderheims in Gersdorf sowie in der Schulturnhalle in Nennslingen. Seit der Einweihung des Sportheims des SV Nennslingen im Juli 1999 findet das gesamte Training im dortigen Turnsaal statt.
Dort haben die Taekwondoka gute Rahmenbedingungen, die in den vergangenen Jahren zu vielen Erfolgen beigetragen haben. Vor allem die Beckstein-Schwestern räumten national und international so einiges ab. Der Abteilung ist aber auch der Breitensport sehr wichtig. Zahlreiche Trainingseinheiten gehören genauso zum Programm wie regelmäßige Gürtelprüfungen. Die „Deutsche“ im März verspricht nun ein echtes Highlight in der Vereinsgeschichte zu werden.