Feuerwehr Niederaichbach

30.03.2022, 15:38
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Am 28.03.22 wurden wir mit unserem Fahrzeug „Dekon-P“ zu einem Gefahrguteinsatz in Rottenburg a.d. Laaber alarmiert. Anlaufstelle für die alarmierten Feuerwehren war das Gerätehaus der Feuerwehr Rottenburg, zusammen mit den alarmierten Feuerwehren aus Rottenburg, Ahrain, Ergoldsbach, LZ Achdorf, LZ Hofberg sowie dem Rettungsdienst und der Polizei.

Es wurde angenommen, das in einem Betrieb im Industriegebiet Rottenburg illegal Cyanid entsorgt wurde. Cyanide sind hoch toxisch und können tödlich auf den Menschen wirken. Es wurde davon ausgegangen das dieses Cyanid in pulvriger Form entsorgt wurde, der Zustand der Verpackung war jedoch unklar. Um die Einsatzkräfte nicht mit dem gefährlichen Stoff zu gefährden, wurde die ABC-Komponente des Landkreises und der Stadt Landshut alarmiert.

Nach einer Lageeinweisung durch KBI Haller, Fach-KBM Gefahrgut Kiesl und 1. Kommandant der FF Rottenburg Hornauer wurde die Einsatzstelle mit den jeweiligen Zug- und Gruppenführern erkundet sowie die Aufstellung der Fahrzeuge und Gerätschaften festgelegt.

In Zusammenarbeit mit dem LZ Hofberg (welche ebenfalls das Fahrzeug „Dekon-P“ am Standort besitzt) wurde unser Dekon-Platz aufgebaut und in Betrieb genommen. Nach Entsenden des ersten Trupps der FF Ahrain unter schwerem Atemschutz und des Schutzanzuges Form 2 wurde der Container mit einem Messgerät außen und innen freigemessen, um festzustellen ob bereits der Gefahrstoff in der Luft festzustellen ist.

Der Container wurde abwechselnd durch Trupps unter PA mit Schutzanzug Form 2/3 ausgeräumt und durchsucht, nachdem zwischendurch auch Flüssigkeiten ohne Beschriftung gefunden wurde und man immer noch vom Verdacht des entsorgten Cyanids ausgehen musste, wurden die Trupps durch unsere Dekontaminations-Anlage geschickt. Diese wurden mit Wasser und Bürste gereinigt. Die Schutzausrüstung und das Material wurden abgelegt und entsprechend verpackt.

Das vermutete Cyanid wurde letztlich nicht gefunden, so hieß es „Einsatzende“ für die Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei. Nach einer Einsatznachbesprechung mit Verpflegung am Feuerwehrgerätehaus Rottenburg, um 22.15 Uhr hieß es dann auch endlich „Abfahrt in unser Gerätehaus“.

Auch wenn glücklicherweise kein Gefahrstoff gefunden wurde, so sah man, dass die Zusammenarbeit von Landkreisführung, verschiedenen Feuerwehren und Organisation sehr gut funktionierte. Vielen Dank auch an die Malteser aus Velden für die Verpflegung.