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Die Sonne auf dem Balkon – so einfach geht’s
Umweltbeirat Stadt Germering
02.02.2026, 16:14
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Immer mehr Menschen möchten ihren Strom selbst erzeugen – auch wenn sie kein geeignetes Dach für eine große Photovoltaik-Anlage besitzen. In dem Fall bieten sich sogenannte Balkonmodule an. Hier ist in den letzten Jahren ein regelrechter Boom ausgebrochen. Alleine in Germering gibt es mehr als 500 registrierte Anlagen (Quelle: Marktstammdatenregister). Diese kleinen Solaranlagen bestehen meist aus ein oder zwei PV-Modulen, die über einen Wechselrichter direkt an die Steckdose angeschlossen werden. So wird Sonnenlicht in Strom verwandelt, den man sofort im eigenen Haushalt nutzen kann.

Der größte Vorteil: Wer ein Balkonmodul betreibt, spart Stromkosten. Der selbst erzeugte Strom fließt direkt in die eigenen Geräte – vom Kühlschrank bis zum Laptop. Gleichzeitig trägt man dazu bei, weniger fossile Energie zu verbrauchen. Die Anschaffung ist inzwischen erschwinglich: Sets gibt es im Baumarkt oder online, oft schon für wenige hundert Euro.

Und wie geht man konkret vor? Zuerst prüft man, ob der Balkon oder Garten genug Sonne abbekommt. Auf beispielsweise www.volker-quaschning.de/software/stecker-solar kann man abschätzen, welche Strommenge erzeugbar ist. Dann klärt man rechtliche Fragen mit dem Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft, vor allem wenn das Modul außen am Balkon angebracht werden soll. Anschließend lohnt es sich, Angebote zu vergleichen – vielleicht sogar gemeinsam mit Nachbarn, um Kosten zu sparen. Beim Kauf lohnt es sich, auf Qualität und Garantiezeiten zu achten. Komplettsets enthalten in der Regel alle nötigen Kabel und Befestigungen. Wer Wert auf europäische Produktion legt, findet entsprechende Anbieter. Bei der Installation ist wichtig, dass der Wechselrichter – das Gerät, das den Solarstrom nutzbar macht – nicht mehr als 800 Watt liefert. Nach der Montage wird die Anlage kostenlos im sogenannten Marktstammdatenregister eingetragen und schon kann die Sonne für den eigenen Haushalt arbeiten.

Manche Anbieter werben mit Batterien, die den Solarstrom zwischenspeichern. Das klingt praktisch, ist aber nicht immer sinnvoll. Eine Batterie lohnt sich vor allem dann, wenn man tagsüber nicht zu Hause ist und den Strom erst abends oder nachts nutzen möchte. Eine Batterie ist auch nötig, wenn man eine Notstromversorgung mit einem inselfähigen Wechselrichter aufbauen möchte – also Strom auch dann haben will, wenn das Netz ausfällt.

Das Bündnis Zukunft Germering veranstaltet sogenannte Solarparties, bei denen Bürger ihre Anlage zeigen und Knowhow durch einen ehrenamtlichen Fachmann vermittelt wird, alles unentgeltlich und freiwillig. Anmeldung unter packsdrauf@buendniszukunftgermering.de. Weitere Infos finden Sie auch unter www.sfv.de/Steckersolar.

Kontakt: redaktion-ubr@web.de


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Umweltbeirat der Stadt Germering