BAD WINDSHEIM – Beim Seniorenrat Bad Windsheim ist immer etwas los: Vorsitzende Erika Reichert berichtete in der Hauptversammlung, die im Rathaus-Sitzungssaal stattfand, über viele Veranstaltungen im Vorjahr und gab einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten, bis hin zur Mitwirkung des Vereins bei der Landesgartenschau 2027.
Zwei „Jour Fix“-Termine beim Bürgermeister, zehn Vorstandssitzungen, die Veranstaltungsreihe „Bildung für alle“, regelmäßige Stammtische, Ausflüge (Bamberg, Brombachsee, Theater in Dinkelsbühl), Mitgliedertreffen mit Musik m Freilandmuseum, der Seniorentag im Kur- und Kongress-Center, die Präsenz und Mitwirkung bei überregionalen Senioren-Organisationen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene, der regelmäßige Kontakt zu den Senioreneinrichtungen in der Stadt, die Nutzung und Mitgestaltung der Nutzergemeinschaft H1, die derzeit im Steinhaus am Marktplatz untergebracht ist, listete die Vorsitzende auf. Einige Ideen, die in nächster Zeit umgesetzt werden sollen, sind laut Erika Reichert, die Mitwirkung des Seniorenrats bei seniorenrelevanten Maßnahmen der Kommune auf der Basis des vom Landtag beschlossenen Seniorenmitwirkungsgesetzes, die Fortsetzung des „Jour Fix“ auch mit dem neuen Bürgermeister Philipp Flierl, ein gemeinsames Frühstück mit Seniorinnen und -senioren, die Mitwirkung bei der Landesgartenschau und die Fortsetzung des Kontakts zum Jugendtreff Schneiderscheune (dort können ältere Mitbürger jeden Mittwoch ab 15 Uhr Unterstützung von Jugendlichen bekommen, wenn sie Fragen zur Nutzung ihres Smartphones haben).
Aktuell hat der Seniorenrat nach Reicherts Angaben inzwischen 110 Mitglieder. Sie appellierte an die Anwesenden, in ihrem Bekanntenkreis weitere Mitglieder zu werben und auch Bereitschaft zu zeigen, innerhalb des Vereins Aufgaben zu übernehmen. Dank sagte sie allen Spendern, die die Arbeit des Seniorenrats unterstützen.
Die finanzielle Lage des Vereins ist gesund, es stand zum Jahresende 2025 ein Überschuss in den Büchern. Das ging aus dem Bericht des Kassenwarts Hans-Jürgen Schneider hervor. Kassenprüfer Peter Herold bestätigte eine einwandfreie Kassenführung, worauf die Versammlung dem Kassenwart Entlastung erteilte.
Einen kurzen Blick warf stellvertretender Vorsitzender Siegfried Heger auf die Landesgartenschau. Es habe bereits ein Gespräch von Vorstandsmitgliedern mit Personal der LGS-Geschäftsstelle gegeben. Noch sei aber nicht klar, in welcher Form sich der Seniorenrat einbringen kann. Er hoffe, das sich viele Mitglieder hier engagieren werden.
Zu Beginn hatten die Anwesenden dem verstorbenen Helmut Schatz gedacht, der sich viele Jahre als Mitorganisator von Reisen und als Kassenprüfer engagiert hatte. In seinem Grußwort bezeichnete 3. Bürgermeister Ronald Reichenberg den Seniorenrat als sehr wichtige Stimme in der Stadt und dankte für das Engagement. Er und seine Ehefrau zählen inzwischen zu den Mitgliedern. Er bat, den Blick nach vorn zu richten, um gemeinsam viel zu erreichen. Da sprach er eine Initiative an, die er als wichtige Aufgabe ansah: den Aufbau einer kommunalen Hausarztpraxis. Solch eine Einrichtung hielt er für dringend erforderlich angesichts der schrumpfenden Zahl an Hausarztpraxen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft sicherstellen zu können: „Gehen Sie auf den neuen Stadtrat zu, damit etwas geschieht!“
Text und Foto: Frank Lauer