Seit vielen Jahren gilt der Töpfermarkt beim Lallinger Mostfest als fester Termin im süddeutschen Keramikkalender und als stimmungsvoller Auftakt der Markt- und Festsaison im Lallinger Winkel. Vor rund 35 Jahren wurde der Töpfermarkt vom hiesigen Töpfermeister Lutz Pflugk initiiert, seitdem bereichern sich Töpfermarkt und Mostfest gegenseitig.
Der Markt hat sein besonderes Profil: Zugelassen sind ausschließlich Keramikermeisterinnen und Keramikermeister, die ihre Arbeiten selbst vorstellen. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen Werkstatt und Publikum – authentisch, inspirierend und auf höchstem handwerklichem Niveau. Die Besucherinnen und Besucher erwartete ein breites Spektrum zeitgenössischer und traditioneller Keramik: edle Gebrauchskeramik für den Alltag, ausdrucksstarke Unikate, Objekt- und Schmuckkeramik sowie hochwertige Gartenkeramik. Unterschiedlichste Techniken, Glasuren und Formensprachen zeigen die ganze Bandbreite keramischer Gestaltung – von klassisch-elegant bis experimentell und modern.
Der historische Dorfplatz bildet seit Jahrzehnten die atmosphärische Kulisse für dieses besondere Ereignis und unterstreicht die enge Verwurzelung des Marktes im kulturellen Leben der Gemeinde. Der Markt bietet eine Bühne für außergewöhnliches Kunsthandwerk: Die 26 ausgewählten Keramikkünstlerinnen und Keramikkünstler präsentierten persönlich ihre Arbeiten und machen so den Markt zu einem besonderen Erlebnis. Ob Gebrauchskeramik, Gartenskulpturen, Holzbrandkeramik oder Raku – die Vielfalt und Qualität der ausgestellten Werke machen den Lallinger Töpfermarkt zu etwas ganz Besonderem. Jeder Stand hat sein eigenes Flair: Angefangen von der Farbgestaltung über eigenen Stil und Formenvielfalt. Weit über die Grenzen des Bayerischen Waldes hinaus zieht der Töpfermarkt mit Keramikkünstlern aus ganz Deutschland alljährlich tausende von Besuchern in seinen Bann. Höchste handgemachte Qualität ist garantiert und die vielfältigen Töpferwaren ein Fest für die Augen.
Der Töpfermarkt wurde zusammen mit dem Lallinger Mostfest am Samstagvormittag im Rahmen der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste und der Krönungszeremonie für die neue Deutsche Mostkönigin Tina I eröffnet. Obwohl sich dunkle Gewitterwolken auf Lalling zubewegten, fielen nur wenige Tropfen auf die zahlreichen Gäste, auswärtigen Produktköniginnen und die früheren Mostköniginnen aus dem Lallinger Winkel. Es sollte aber noch schlimmer kommen: Am späten Nachmittag sorgten kräftige Regenschauer für leere Wege zwischen den Verkaufsständen.
Während am Sonntagvormittag dann die Sonne vom weiß-blauen Himmel über Lalling lachte, brauten sich am Nachmittag erneut dunkle Gewitterwolken von Westen her zusammen: Eine schwere Gewitterzelle bewegte sich auf Lalling zu, wie auf dem Wetterradar festgestellt werden konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Lalling eilte, von den Hundinger Kameraden unterstützt, den Töpfern zu Hilfe, damit nicht abhebende Verkaufsstände und Pavillons größeren Schaden anrichteten. Da waren die Lallinger Feuerwehrler personell extrem gefordert, sind sie doch auch der Hauptveranstalter des Mostfestes und betreiben sowohl den Ausschank, als auch verschiedene Verkaufsstände, um den Besuchern auch kulinarisch etwas zu bieten.
Alles in allem war es jedoch ein rundum gelungenes Fest, die Besucher und Freunde der Keramikkunst dürfen sich bereits jetzt auf eine Neuauflage im nächsten Jahr freuen: Das 46. Lallinger Mostfest mit Töpfermarkt findet am 29. und 30. Mai 2027 statt, also bereits jetzt im Terminkalender vormerken!

Da war die Welt noch in Ordnung: Am frühen Sonntagnachmittag schlenderten zahlreiche Besucher durch die Verkaufsstände und bewunderten die vielseitig angebotene Töpferkunst, im Hintergrund die Lallinger Pfarrkirche.

Eine schwere Gewitterzelle bewegte sich am Sonntagnachmittag auf Lalling zu: Die Feuerwehrkameraden aus Lalling und Hunding eilten den Töpfern zu Hilfe, damit die Verkaufsstände und Pavillons nicht weggeweht wurden und so noch größeren Schaden anrichteten. Sicherheitshalber musste der Markt jedoch geräumt werden.
Text und Fotos: Bernhard Süß
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