Germering, 08. November 2025 – Das Bündnis Zukunft Germering (BZG) meldet den erfolgreichen Abschluss des Thesen-Workshops für den "Kommunal-O-Mat Germering 2026". Die Veranstaltung am 08.11.2025 in der Dietrich Bonhoeffer Kirche unter breiter Beteiligung örtlicher Vereine und Initiativen hat die inhaltliche Grundlage für das wichtige digitale Wahltool geschaffen und die Erwartungen an die Qualität der Beiträge übertroffen. Der gelungene Workshop beweist, wie groß das Engagement für transparente Kommunalpolitik in Germering ist.
Gebündelte Kompetenz: Tiefe der Beteiligung sichert Themenrelevanz
Der Workshop war ein Beweis für das starke bürgerschaftliche Engagement in Germering. Das BZG hatte rund 40 Vereine und Initiativen eingeladen, um sicherzustellen, dass die Fragen im Kommunal-O-Mat die Kernanliegen der Stadtgesellschaft widerspiegeln.
Anwesend waren Vertreter und Vertreterinnen aus verschiedensten Sektoren, die teils mehrere Jahrzehnte Erfahrung aus ihrer ehrenamtlichen und sozialen Arbeit einbrachten, darunter: Volkshochschule (vhs) Germering, Schülersprecherin des Max-Born-Gymnasiums, Omas for Future, Fairtrade Gruppe, Umweltbeirat, Sonnensegler, Bund Naturschutz (BN), Arbeiterwohlfahrt (AWO) und natürlich die Mitglieder des Bündnis Zukunft Germering (BZG).
Die Vorstellungsrunde der Teilnehmenden zeigte die immense Tiefe und Breite des lokalen Engagements, was eine fundierte und praxisnahe Themensammlung garantierte.
Inhaltlicher Triumph: 97 Thesen und die Kriterien einer guten Aussage
Unter der strukturierten Leitung des BZG-Workshopteams (Petra Härle, Stephan Buchberger, Michael Lorenz) durchliefen die Teilnehmenden in intensiver Kleingruppenarbeit und mit Hilfe sogenannter "Personas" einen Prozess, um sich in unterschiedliche Perspektiven hineinzuversetzen. Dieser Ansatz sicherte eine hohe Bandbreite an Thesen in allen relevanten Bereichen.
Insgesamt wurden 97 Thesen zu folgenden Schwerpunkten formuliert: Soziales, Jugend & Senioren, Wirtschaft, Umwelt & Klima, Wohnen, Verkehr & ÖPNV, Inklusion, Medizinische Versorgung und Infrastruktur.
Besonderer Wert lag auf der Qualität der Thesen. Diese müssen kommunalpolitisch relevant (in der Entscheidungskompetenz des Stadtrats) und einfach verständlich sein. Gleichzeitig war die Polarisierung entscheidend, um Meinungen klar zu trennen und Wählern einen Mehrwert zu bieten. Abschließend müssen die Thesen klar beantwortbar sein und eine eindeutige Haltung (Zustimmung oder Ablehnung) ermöglichen.
Der Weg zur Finalen Auswahl: Qualitätssicherung durch Reduktion
Die erarbeiteten 97 Thesen sind nun die wertvolle Arbeitsgrundlage. Das BZG-Redaktionsteam wird diese Thesen sichten und konsolidieren – Ziel ist es, die
Themenbereiche gleichmäßig zu gewichten und die Anzahl auf 30 bis 35 entscheidende Kernaussagen zu reduzieren. Nur die Thesen, die die oben genannten Qualitätskriterien optimal erfüllen, werden in den Kommunal-O-Mat aufgenommen. Um die gesamte kreative Arbeit zu würdigen, werden alle 97 formulierten Thesen sorgfältig dokumentiert.
Netzwerken als Mehrwert: Das positive Fazit des Tages
Der Workshop war auch in seiner Funktion als Vernetzungsplattform ein voller Erfolg. Der intensive und konstruktive Austausch zwischen den Engagierten aus den verschiedenen Initiativen – von Umweltschutz bis zu sozialen Fragen – wurde als einer der größten Mehrwerte der Veranstaltung genannt. An vielen Stellen wurden lösungsorientierte Herangehensweisen intensiv diskutiert.
Die abschließende Feedbackrunde hob die sehr gute und effiziente Organisation des BZG-Workshop Teams hervor. Das Format und der Austausch über den eigenen Tellerrand hinaus wurden als äußerst bereichernd gelobt. Die Teilnehmenden fassten zusammen: „Das war ein wirklich schöner und produktiver Tag!“ und „Endlich mal ein Workshop, der funktioniert.“
Das Projektteam bedauerte in der Bilanz lediglich, dass ein breiteres Teilnehmerfeld das Spektrum der diskutierten Thesen noch hätte erweitern und bereichern können. Dennoch zieht das BZG eine durchweg positive Bilanz in Bezug auf die thematische Tiefe und die Beteiligung örtlicher Initiativen und Vereine.
Transparenz im Fokus: Die Parteien sind ab Dezember am Zug
Mit dem Workshop ist der wichtigste inhaltliche Schritt getan. Das BZG-Projektteam wird alle zur Kommunalwahl antretenden Parteien und Listen ab Dezember offiziell einladen, zu den final ausgewählten Thesen Position zu beziehen. Wer sich positioniert und damit Transparenz zeigt, wird Teil des Kommunal-O-Maten.
Die Teilnahmebereitschaft der politischen Akteure ist erfreulich hoch; das BZG verzeichnet bereits mündliche und schriftliche Zusagen fast aller im Stadtrat vertretenen Parteien.
Der Kommunal-O-Mat Germering 2026 wird planmäßig Anfang Februar 2026 unter www.kommunalomat-germering.de online gehen und dient als wichtige, transparente Entscheidungshilfe für alle Wahlberechtigten, insbesondere für Jung- und Erstwähler, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der politischen Akteure klar herauszustellen.
v.l.: Christina Heydenreich (Omas for Future), Ingeborg Köster (Omas for Future), Sophia Wendt (Schülersprecherin MBG), Klaus Dieter Schiffauer (AWO), Anette Kotzur (Bund Naturschutz), Michael Lorenz (BZG), Stephan Buchberger (BZG), Uta Conrad (Sonnensegler), Monika Greczmiel (Umweltbeirat), Christian Rudolf (BZG), Petra Härle (BZG), Martinal Hackl (Umweltbeirat), Andrea Franke (vhs Germering), Wolf-Dieter Gatzke (Fairtrade Gruppe)
