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Personenunterführung während der Generalsanierung vollständig gesperrt
Bahnhof Ochenbruck Info
07.02.2026, 16:55
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Im Zuge der Generalsanierung der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg wird auch der Bahnhof Ochenbruck umfassend umgestaltet. Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeiten ist der vollständige Umbau der Personenunterführung, die sich zuletzt in einem sehr schlechten baulichen Zustand befunden hat.

Aus diesem Grund ist die Personenunterführung während der Bauzeit komplett gesperrt. Ein Durchgang ist nicht möglich. Besonders wichtig: Das Überqueren der Gleise ist strengstens untersagt, da trotz Sperrung weiterhin Zugverkehr durch Bau‑, Versorgungs- und Arbeitszüge stattfindet.

Absenkung des Bodenniveaus und neue Geometrie

Im Rahmen der Sanierung wird das Bodenniveau der Unterführung um mehr als 20 Zentimeter abgesenkt. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine größere lichte Höhe zu schaffen und die bisher vorhandene Steigung im Tunnel vollständig zu beseitigen. Künftig wird die Personenunterführung eben und deutlich komfortabler nutzbar sein.

Diese Änderung hat umfangreiche Folgearbeiten zur Konsequenz: Die Treppenanlage zum Mittelbahnsteig (Gleis 2 und 3) muss vollständig an das neue Bodenniveau angepasst werden. Gleiches gilt für den Zugang zum Aufzug, der ebenfalls neu positioniert und eingebunden wird.

Neuer Aufzug für den Mittelbahnsteig

Der bisherige Aufzug zum Mittelbahnsteig wurde im Jahr 2011 errichtet und war damals der erste Aufzug am Bahnhof Ochenbruck. In den vergangenen Jahren kam es jedoch immer wieder zu technischen Störungen.

Im Zuge der Generalsanierung wird der bestehende Aufzug daher komplett zurückgebaut und durch einen neuen, moderneren Aufzug ersetzt. Dieser soll künftig zuverlässiger arbeiten und den barrierefreien Zugang dauerhaft sicherstellen.

Neuer Bereich für Fahrkartenautomaten

Vor dem südlichen Tunnelportal befanden sich bislang zwei Fahrkartenautomaten. In diesem Bereich wird die Böschung künftig abgestützt und weiter in den Hang hinein verlegt. Dadurch entsteht eine neu nutzbare Fläche, die für die Aufstellung von zwei neuen Fahrkartenautomaten vorgesehen ist.

Die neuen Automaten werden – im Vergleich zu den bisherigen – um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht und an der Seitenwange der Treppenanlage platziert. Somit sollte eine Blendung durch die Sonne wie bisher minimiert werden. Zusätzlich sind Sitzmöglichkeiten, eine deutlich bessere Ausleuchtung sowie eine insgesamt aufgewertete Aufenthaltsqualität geplant.

Neues Beleuchtungskonzept und modernes Erscheinungsbild

Die neue Personenunterführung erhält ein vollständig überarbeitetes Beleuchtungskonzept. Die früher oft als dunkel und wenig einladend empfundene Unterführung gehört damit der Vergangenheit an.

Die Wände werden mit neuen weißen Fliesen ausgestattet. Ergänzend kommen Graffitischutzpaneele mit ortsbezogenen Motiven zum Einsatz, die dem Tunnel ein modernes, freundliches und zugleich identitätsstiftendes Erscheinungsbild verleihen sollen.

Neue Rampe Richtung Rummelsberg

Am südlichen Tunnelportal endete ursprünglich das Baufeld der Deutschen Bahn. Dadurch wäre nach Abschluss der Arbeiten ein Höhenunterschied zwischen dem neuen Tunnelbodenniveau und der bestehenden Rampe Richtung Rummelsberg entstanden.

Da die DB in diesem Bereich keine weiteren Maßnahmen vorgesehen hatte, konnte glücklicherweise eine Förderung des Freistaats Bayern gesichert werden. Mit diesen Mitteln kann die Gemeinde Schwarzenbruck, die für diesen Abschnitt zuständig ist, die Rampe nun vollständig neu bauen.

Die neue Rampe wird:

  • an das neue Bodenniveau der Personenunterführung angepasst,

  • durch eine geringere Steigung barrierefrei gestaltet,

  • in einem größeren Winkel vom Tunnel weggeführt, um die bisherige enge 90‑Grad‑Ecke deutlich zu entschärfen.

Nur ein Teil eines größeren Gesamtumbaus

Die beschriebenen Maßnahmen stellen nur einen Teil der umfangreichen Umbaumaßnahmen am Bahnhof Ochenbruck dar. Auch in weiteren Bereichen des Bahnhofs sind während der sechsmonatigen Sperrung zusätzliche Arbeiten und Verbesserungen vorgesehen.

Mit der Generalsanierung wird der Bahnhof Ochenbruck insgesamt moderner, barrierefreier und zukunftsfähiger gestaltet – auch wenn die Bauzeit für viele Fahrgäste vorübergehend mit Einschränkungen verbunden ist.

 

Euer Markus Rauh


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Beschreibung

Seit 2008 setze ich mich mit Leidenschaft für den Bahnhof Ochenbruck ein. Mein Interesse begann, als ich während einer Zugfahrt ein altes Podest entdeckte und mehr über die Geschichte des Bahnhofs erfahren wollte. Dies führte zur Gründung der Website bahnhof-ochenbruck.info, auf der ich regelmäßig Informationen über den Bahnhof, aktuelle Entwicklungen und historische Hintergründe teile.  Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche Fotodokumentationen erstellt, die die Veränderungen des Bahnhofs festhalten, insbesondere während des Ausbaus der S-Bahn-Linie S3 nach Neumarkt. Diese Bilder zeigen nicht nur bauliche Veränderungen, sondern auch den Zustand des Bahnhofsgebäudes, das leider oft von Graffiti und Verfall geprägt ist.   Neben der Dokumentation habe ich mich aktiv für Verbesserungen am Bahnhof eingesetzt. Dazu gehört die Unterstützung von Initiativen wie dem Mobilitätsverein AVANTI, der sich für eine attraktivere Gestaltung des Bahnhofs einsetzt, einschließlich besserer Fahrradabstellmöglichkeiten, barrierefreier Zugänge und einer möglichen Wiederbelebung des Bahnhofsgebäudes als Ort der Begegnung.  Mein Ziel ist es, den Bahnhof Ochenbruck nicht nur als Verkehrsknotenpunkt, sondern auch als einladenden Ort für Reisende und die lokale Gemeinschaft zu gestalten. Durch kontinuierliche Berichterstattung, Fotodokumentationen und die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen hoffe ich, einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Bahnhofs zu leisten. Markus Rauh