Leserbrief von Thomas Langnickel:
Die Bebauung des Kreuzlinger Feldes führt für die Stadt und ihre Bürger*innen, die heute hier leben, zu erheblichen Belastungen: Die Grundstücke für die zusätzliche Schule und die Kinderbetreuungseinrichtungen müssen gekauft, Gebäude und Sportstätten müssen errichtet werden. Die Kosten dafür liegen im zweistelligen Millionen-Bereich. Man kann im Wahlkampf aus allen politischen Lagern hören, wie schwierig die finanzielle Lage der Stadt ist und welche drängenden Aufgaben auch ohne die Bebauung des Kreuzlinger Feldes heute schon zurückgestellt werden müssen, weil das Geld fehlt.
Die Junge Union JU, als Nachwuchsorganisation der CSU, sieht in ihrem aktuellen Flyer zum Kommunalwahlkampf das Engagement der Bürgerinitiative „Lebenswertes Germering“ als Störfaktor für die Stadtentwicklung. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die ursprüngliche Planung zur Bebauung des Kreuzlinger Feldes durch eine Mehrheit der Germeringerinnen und Germeringer im Bürgerentscheid von 2022 mit 60% der abgegebenen Stimmen abgelehnt wurde. Für uns in der Bürgerinitiative steht nach wie vor die Abbildung der Ziele aus dem Bürgerentscheid von 2022 an erster Stelle! Die völlige Ablehnung einer Bebauung war noch nie und ist auch jetzt nicht unsere Forderung.
Die derzeitigen Entwürfe aus dem Realisierungswettbewerb der Architekten und die Rahmenbedingungen der Stadt laufen wieder auf die gleiche Bebauungsdichte, wieder das gleiche Investorenmodell und wieder das gleiche Verkehrskonzept hinaus. Es stehen weiterhin die Interessen des Investors im Vordergrund. Unter Stadtentwicklung stelle ich mir doch etwas anderes vor.
Thomas Langnickel
