Die Energiewende ist ein Großprojekt der Politik, doch entscheidend ist auch das Handeln vor Ort. Der Umweltbeirat Germering weist auf die Dringlichkeit zur Treibhausgasreduktion hin. Der schnellste Weg zu mehr Klimaschutz ist die Überprüfung des Stromanbieters.
Über Vergleichsportale lässt sich leicht ein Stromanbieter mit 100 Prozent erneuerbaren Energien zu guten Konditionen auswählen. Bei dem ok-Power-Label und Grüner-Strom-Label fließt ein Teil des Erlöses in den Ausbau erneuerbarer Energien, zudem sind sie nicht an fossil betriebenen Anlagen beteiligt.
Eigenheimbesitzer profitieren von einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach, idealerweise ergänzt mit einem Speicher für maximale Unabhängigkeit. Das Solardachkataster der Stadt Germering zeigt eine grundsätzliche Eignung des Daches für PV und Solarthermie auf www.solare-stadt.de/germering. Dort gibt es auch Hinweise zur Planung und Durchführung der Maßnahme. Fördermöglichkeiten bestehen im Rahmen des KfW-Kredits 270. Um solch eine Anlage kennenzulernen, bietet das Bündnis Zukunft Germering Solarparties bei Bürgern für Bürger an. Diese sind Teil der Infokampagne „Packsdrauf“.
Für Mieter, die einen Balkon haben, bietet sich bei entsprechender Sonnenausrichtung ein Balkonkraftwerk an (max. 800 Watt). Nach einer einfachen Montage der Module, Anschluss an einer Steckdose steht noch eine unkomplizierte kostenlose Eintragung ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur an.
Der größte Energieverbrauch entsteht aber durch Heizen. Maßnahmen wie Fenstertausch, Fassadendämmungen oder eine neue Heizungsanlage tragen zur Senkung des Heizverbrauchs wesentlich bei. Stichwort: Wärmepumpen und Solarthermieanlagen auf dem Dach. Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert diese Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle. An dieser Stelle ist auch die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale zu erwähnen, die in Germering zu Haussanierungen berät. Eine andere Alternative stellt die finanzielle Beteiligung an Bürgerwindparks, großen Freiflächen-PV-Anlagen oder auch großen Batteriespeicher dar. Lokal können sich Interessierte zum Beispiel an die Bürgerenergiegenossenschaft Sonnensegler eG im Landkreis Fürstenfeldbruck wenden, aber auch an die Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF).
