Gestern Abend nahm ich am gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt Oberviechtach und der am Standort stationierten Bundeswehr, sowie unserer Patenkompanie im Emil-Kemmer-Haus teil. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt.
Unter dem gemeinsamen Motto
„Was einer für das Gemeinwohl tut, das bleibt im Gedächtnis der Zeit“
begrüßten Bürgermeister Rudolf Teplitzky und der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Rayk Engel, uns Anwesende.
In seiner Ansprache stellte Bürgermeister Rudolf Teplitzky den Zusammenhalt der Menschen im Oberviechtacher Land in den Mittelpunkt. Dieser sei die Grundlage dafür, die anstehenden Zukunftsaufgaben erfolgreich bewältigen zu können. Rückblickend berichtete er über zahlreiche Maßnahmen und Projekte zur Stärkung der Heimat, darunter Investitionen in die Infrastruktur wie Wasser und Straßen, die Planungen zur Sanierung der Grundschule und des Kindergartens, die Umgestaltung des Marktweihers sowie verschiedener Dorfweiher. Ebenso nannte er die Schaffung von Gewerbe- und Wohnbauland als wichtige Bausteine für die Weiterentwicklung der Stadt.
Mit Blick auf die kommenden Jahre sprach Bürgermeister Teplitzky zentrale Themen wie demokratische Solidargemeinschaft, Energiewende, Gesundheitsversorgung, Bundeswehr, Digitalisierung und demografische Entwicklung an. Sein besonderer Dank galt allen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für die Heimat engagieren.
Auch die Bundeswehr war ein wichtiger Bestandteil des Abends und mir die Teilnahme aufgrund unserer Patenschaft sehr wichtig. Das Panzergrenadierbataillon 122 erhielt seinen Namen im Jahr 1959 und ging aus dem Grenadierbataillon 14 hervor. Seit September 2025 steht das Bataillon unter der Führung von Oberstleutnant Rayk Engel.
In seiner Rede ging Oberstleutnant Engel auf die besondere Rolle eines Kommandeurs ein und gab einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Zum 1. Februar wird das Bataillon in die in Litauen stationierte Panzerbrigade 45 integriert. Das Jahr 2026 wird das Bataillon noch überwiegend in Oberviechtach verbringen, wobei bereits Aufenthalte in Litauen fest eingeplant sind. Der endgültige Umzug ist im zweiten Halbjahr 2027 vorgesehen. Für viele Soldatinnen und Soldaten stehe damit die Entscheidung an, ob sie mit Familie oder alleine gehen. Oberstleutnant Engel betonte, dass das Bataillon in Oberviechtach über Jahrzehnte hinweg hervorragend aufgenommen worden sei und zu gegebener Zeit eine angemessene Verabschiedung erfolgen werde. Die Bedeutung des Standorts für die Stadt wurde dabei deutlich hervorgehoben. Wer als Nachfolge in die Kaserne einzieht steht noch nicht fest.
Im Anschluss an die offiziellen Reden fanden auch soziale Projekte besondere Beachtung. Der Doktor-Eisenbarth-Festspielverein und Hauptmann Graneis von der Patenkompanie überreichten einen Scheck in Höhe von 1.800 Euro an die Franz-Jobst-Hilfe. Der Betrag war unter anderem beim Verkauf von Stockbrot am Christkindlmarkt zusammengekommen. Zudem durfte der Förderverein der Doktor-Eisenbarth-Schule einen Scheck über 2.289,75 Euro entgegennehmen – der Erlös aus dem Benefizkonzert des Heeresmusikkorps im vergangenen Dezember.
Der Neujahrsempfang zeigte eindrucksvoll den engen Zusammenhalt zwischen Stadt, Bürgerschaft und Bundeswehr und war ein würdiger Auftakt in das neue Jahr. Auch wir wollen uns weiterhin um unsere Patenschaft mit dem Bundeswehrstandort Oberviechtach bemühen.
Ihr Bürgermeister Armin Bulenda
