Mit einer ebenso kreativen wie aufmerksamkeitsstarken Aktion haben
engagierte Bürgerinnen aus der Gemeinde ein Zeichen für Gleichberechtigung gesetzt:
Am Ortseingang wurde symbolisch ein Ortsschild mit der Aufschrift „Gauköniginnenhofen“
angebracht – gekrönt von einer stilisierten Krone.
Hinter der Idee steht eine Gruppe von rund 20 Frauen, darunter Luise Seelig, Nicole
Sicka, Ilka Schönle, Denise Henig, Theresia Buchholz, Yvonne Linzmeier, Sabine Fleißner,
Carolin Wolf, Verena Dürr und Anke Just. Mit einer Petition und etwa 100 Unterschriften
machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam, Sprache bewusster und
geschlechtergerechter zu gestalten.
„Der Antrag erfolgt nicht aus einer Laune heraus, sondern aus einer Kombination aus
gesellschaftlicher Weiterentwicklung und einer guten Portion fränkischem Humor“, erklären
die Initiatorinnen. Der neue Name solle nicht nur symbolisch wirken, sondern
auch für Vielfalt, Gemeinschaft und die stärkere Sichtbarkeit von Frauen stehen.
Unterstützt wurde die Aktion auch von Bürgermeister Johannes Menth, der sich gemeinsam
mit einem Teil der Initiatorinnen am neuen Ortsschild präsentierte. Gleichzeitig
betonte er, dass die Resonanz in der Bevölkerung gemischt sei: Während einige den
Vorstoß als wichtigen Impuls für mehr Gleichberechtigung begrüßen, sehen andere
darin eine unnötige Veränderung historisch gewachsener Strukturen.
Neben der gesellschaftlichen Botschaft verweisen die Initiatorinnen auch auf den hohen
Wiedererkennungswert des neuen Namens. „Gauköniginnenhofen bleibt im Gedächtnis
und sorgt für Aufmerksamkeit – auch über die Region hinaus“, heißt es aus der Gruppe.
Ob als ernst gemeinter Beitrag zur Gleichberechtigung oder als kreative Aktion mit
einem Augenzwinkern – die Initiative hat ihr Ziel erreicht: Sie bringt Menschen ins
Gespräch und setzt ein sichtbares Zeichen für eine moderne und bewusste Sprache.
