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Ist für den Ernstfall vorgesorgt?
Seniorenrat Bad Windsheim e.V.
12.03.2026, 12:12
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Eigentlich muss sich jeder in seinem Leben einmal mit dieser Frage befassen: „Wer vertritt mich, wenn ich mich selbst nicht mehr äußern kann?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Veranstaltung des Seniorenrats Bad Windsheim in der Reihe „Bildung für alle“ im Rathaus-Sitzungssaal. Die Referentin Catja Schülein (Bild), Leiterin des Betreuungsvereins der Lebenshilfe, kam mit der Beantwortung der nächsten Frage auch gleich zum Thema: „Welche Regelungen kann ich treffen?“

Am 1. Januar 2024 wurde der Betreuungsverein gegründet. Vier Mitarbeiterinnen übernehmen Betreuungen, schulen und unterstützen ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen und beraten über Möglichkeiten der Vorsorge und betreuungsrechtliche Fragen.

Wenn jemand nicht mehr „geschäftsfähig“ ist, tauchen viele Fragen auf: Wer kümmert sich um meine Finanzen, erledigt meine Behörden-, Renten- und Versicherungsangelegenheiten oder sucht mir einen Heimplatz oder Pflegedienst? Wie werde ich ärztlich versorgt, wer entscheidet für mich bei Operationen und kümmert sich um meine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse? Ausführlich erläuterte Catja Schülein, was man mit einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung oder einer Patientenverfügung alles rechtlich abgesichert festlegen kann. „Wichtig dabei ist, dass man Vertrauen zur Person hat, die einen künftig vertritt.“ Eine Regelung sei zwar formfrei möglich, für sinnvoll erachtete die Referentin allerdings eine öffentliche Beglaubigung beispielsweise bei der Betreuungsbehörden oder eine notarielle Beurkundung.

Catja Schülein nahm sich die Zeit, viele Fragen aus dem interessierten Publikum zu beantworten. Am Schluss appellierte Seniorenrats-Vorsitzende Erika Reichert an alle Zuhörerinnen und Zuhörer: „Bitte, kümmern sie sich!“

Text und Foto: Frank Lauer


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Beschreibung

Im Sommer 2019 feierte der Seniorenrat Bad Windsheim seinen 20. Geburtstag. Im Lauf der Zeit hat die anfängliche Interessengemeinschaft, die inzwischen ein eingetragener Verein ist, vielfältige Aktivitäten entwickelt. Ihr Ziel: Den älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt soll ein Angebot an Veranstaltungen gemacht werden, das unterhaltsam ist, aber auch Informationen bietet und die Gemeinschaft fördert. Außerdem will der Verein die Interessen der Senioren gegenüber der Politik auf mehreren Ebenen vertreten und sich mit anderen Senioren-Organisationen vernetzen.