Wildenberg: Die Gemeinde Wildenberg hatte eingeladen. Rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zum Thema Flächenermittlung ins Sportheim des TSV Wildenberg. Dort begrüßte Bürgermeister Winfried Roßbauer nicht nur die Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch die Gemeinderatskollegin und -kollegen, die Bürgermeisterkollegen, Geschäftsführer Florian Seidl von der durchführenden Firma GeoFokus und Geschäftsleiter Georg Bergermeier von der VG Siegenburg. Wie Roßbauer dabei ausführte, freue er sich, dass so viele zu diesem Thema kommen. Das zeige nach Aussagen des Bürgermeisters deutlich: die Themen, die im Rahmen der Bürgerversammlung besprochen werden sollen, sind den Bürgern nicht gleichgültig. Er freue sich, denn Kommunalpolitik lebe davon, dass man hinschaut, nachfragt und sich einbringt. Die Gemeinde will durch diese beauftragte Maßnahme eine rechtssichere, nachvollziehbare und saubere Kalkulation für alle Bürger erreichen. Diese Kalkulation, so Roßbauer, kann nur fair sein, wenn die zu Grunde liegenden Flächen korrekt ermittelt sind. Als Gemeinde könne man sich keine Schieflage leisten, weder finanziell noch moralisch. Als wichtige Botschaft für die Anwesenden gab der Bürgermeister bekannt, dass die Gebühren kostendeckend kalkuliert werden müssen, dabei ist Transparenz ein starkes Anliegen der Gemeinde.
Bereits vor einigen Monaten hat der Gemeinderat der Gemeinde Wildenberg die Firma GeoFokus damit beauftragt, eine Flächenerhebung in der Gemeinde Wildenberg durchzuführen, damit für die Finanzierung für die Entwässerungsinfrastruktur korrekte Zahlen zur Verfügung stehen. Wie Florian Seidl, Geschäftsführer der Firma GeoFokus im Rahmen der Veranstaltung betonte, sind unabhängig von der gewählten technischen Lösung Investitionskosten in Millionenhöhe zu erbringen. Da die Entwässerungsinfrastruktur rechtlich zu den sogenannten kostendeckenden Einrichtungen zählt, bedeutet dies, dass sämtliche Investitionskosten vollständig auf die durch die Infrastruktur erschlossenen Grundstücke umzulegen sind. Ergänzend stellte Geschäftsleiter Georg Bergermeier fest, dass eine Finanzierung aus dem allgemeinen Gemeindehaushalt gesetzlich ausgeschlossen ist. Für die Finanzierung stehen grundsätzlich drei Modelle zur Verfügung: Die Erhöhung der Abwassergebühr, die Erhebung einer Einmalzahlung (Verbesserungsbeitrag) und die Kombination aus beidem. Florian Seidl erläuterte den zahlreichen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern die Vor- und Nachteile der drei unterschiedlichen Systeme. Entscheiden wird das zum Schluss der neue Gemeinderat mit dem neuen Bürgermeister, die Zahlen von GeoFokus werden wohl in einigen Monaten vorliegen. Die Berechnung selbst, so Georg Bergermeier, müsse ein Fachbüro für die Gemeinde machen, damit wirklich alles fachlich und sachlich korrekt bereitgestellt werden kann. Außerdem erläuterte der GeoFokus-Geschäftsführer den Ablauf bei der Flächenermittlung. Er bat darum, bei Bedarf den Mitarbeitern von GeoFokus Zutritt zu den Grundstücken zu gewähren und mit diesen zu kommunizieren.
Die zahlreichen Fragen der Bürgerinnen- und Bürger wurden sowohl von Florian Seidl wie auch von Georg Bergermeier umfassend und verständlich beantwortet bzw. erläutert. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Winfried Roßbauer bei allen, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern genauso wie bei den beiden Referenten für den fairen Umgang miteinander und der Tatsache, dass man sich gegenseitig angehört habe. Wir wünschen dem Vorhaben viel Erfolg.
Bild 1: Die Referenten Florian Seidl von GeoFokus und Georg Bergermeier von der VG Siegenburg konnten zahlreiche Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantworten. Bürgermeister Winfried Roßbauer, der durch den Abend führte, begrüßte bei dieser Veranstaltung rund 150 Bürgerinnen und Bürger, die TSV Sportgaststätte war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Bild 2: Der Saal im TSV-Sportheim war bis auf den letzten Platz gefüllt.
