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Fünfte hybride Bürgerversammlung in Mering war gut besucht
Markt Mering
20.11.2025, 16:29
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Die zweieinhalbstündige Veranstaltung in der Mehrzweckhalle fand wieder mit Live-Stream durch das Team um Vincent Speck statt. Die Aufzeichnung kann noch nachträglich zu Hause angesehen werden. Nach dem zweistündigen Bericht des Bürgermeisters gab es viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern

Erster Bürgermeister Florian Mayer stellte die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeinde vor, die für die Fragen zur Verfügung standen. Es waren die Geschäftsleiterin Marina Folgmann. der Leiter der Abteilung 1, Hauptamt und Personal Franz Mayr, der Leiter der Bauverwaltung Armin Neumeir, der Marktbauamtsleiter Armin Lichtenstern, Stabstelleninhaber Stefan Nerlich, Bauhofleiter Claudius Hirner und Leiter des Wasserwerks Norbert Gerlsbeck. Für die Abteilung 4 Bürger & Service, Standesamt war der Stellvertreter Michael Günther anwesend. Als Ehrengast begrüßte er Wolfgang Wilhelm vom Bayernwerk. Nach dem Vortrag mit drei kleinen Filmen stellte sich der Bürgermeister den Fragen der Bürger und Bürgerinnen.

Von Januar bis Oktober 2025 verlor die Gemeinde Mering viele Persönlichkeiten. Tamara Schmelcher, die von 1974 bis 1996 im Marktgemeinderat saß und mit dem Goldenen Ehrenring ausgezeichnet war, verstarb im Januar. Im April war es Dieter Bordon, der von 2020 bis 2025 das Gemeindearchiv leitete. Die Gründerin der Kleiderkammer und der Tafel, Trägerin des Goldenen Ehrenrings, Ingrid Engstle verstarb im Mai. Vitus Lichtenstern, ebenso Träger des Goldenen Ehrenrings, war von 2002 bis 2020 im Marktgemeinderat und schuf das Buch vor der Bücherei, das Windspiel im Kreisverkehr Hörmannsberger Straße und den Rahmen für die Amberieuglocke. Er verstarb im Juli. Im September war es Dr. Ursula Krieger, zwölf Jahre im MGR und 17 Jahre 2. Arbeitende Vorsitzende der Ambulanten Mering.

Zu den offenen Fragen aus der letzten Bürgerversammlung sagte Mayer, dass in Baierberg der Schmutzwassereintritt durch einen Wasserrückhalt z. B. durch Grenzbewuchs zu reduzieren sei. Verbesserungen in der Hörmannsberger Straße werden mit dem Staatlichen Bauamt besprochen und es ist eine Information im MGR vorgesehen. Bezüglich eines Funkmastes auf dem Feuerwehrhaus in Baierberg zur Verbesserung des Netzes wurde das Angebot von der Telekom aktuell ausgeschlagen. Florian Mayer vermeldete noch, dass das Bürgernetz dringend Fahrer brauche.

Die Arbeit der Marktgemeinde und Verwaltungsgemeinschaft war im letzten Jahr sehr umfassend, 107 Sitzungsstunden bzw. 13,5 Werktage.

Neuerungen im Rathaus sind die elektronische Wohnsitzanmeldung mit der Online-Ausweisfunktion. Auch Passbilder können seit 1. Mai im Rathaus aufgenommen werden, allerdings bittet der Bürgermeister darum die Fotos weiter bei den örtlichen Fotografen zu machen. Künftig sollen an der neuen Info-Stele am Marktplatz Termine, Stellenangebote und wichtige Infos lesbar sein. Sehr wichtig vor allem bei Notfällen ist weiterhin die Mering App, die momentan „nur“ 4000 Nutzer hat. Am 18. November wird es eine Bürgerversammlung zum Radwegekonzept geben. Die nächste Bürgersprechstunde des Bürgermeisters ist für den 13.11. vorgesehen.

In der Marktgemeinde und Verwaltungsgemeinschaft arbeiten 160 Personen. 17 Austritte gab es, davon 6 Versetzungen in den Ruhestand. Das entspricht 10 % und somit einer „gesunden“ Fluktuation zwischen 8 und 12 %. Für Personalgewinnung beteiligt sich der Markt Mering als eine von wenigen Gemeinden an Messen, macht Stellenanzeigen auch in Trams und über Social Media. Seit Januar 2025 hat Mering den Quartiermanager Alexander Jungmann, der für Seniorenarbeit verantwortlich ist. Die Stelle wird durch den Freistaat gefördert. An dieser Stelle zeigte der Bürgermeister ein neues Video zur Personalgewinnung in KiTas.

Zur Kinderbetreuung wies Mayer auf die inflationsbedingte Gebührenanpassungen für Krippe und Kindergarten verteilt auf 2 Jahre hin, auch die Verpflegungspauschalen mussten an die Kosten der Caterer angepasst werden. Bei Hort und Mittagsbetreuung mussten die Gebühren ebenfalls in zwei Stufen erhöht werden. 2025 konnten alle Kindergartenkinder einen Platz erhalten. Für 2026 soll es für Krippe und Kindergarten erreicht werden, es gibt sogar Überkapazitäten. Seit 2020 wurden 457 neue Plätze geschaffen. Fünf neue Einrichtungen wurden geschaffen und der Ersatzneubau St. Afra ist in Planung. Für die Ganztagesbetreuung an den Grundschulen gibt es die Machbarkeitsstudie mit Meixner+ Partner, Büro LernlandSchaft, SAGS und dem Architekten Wolfgang Obel. Derzeit wird die bauliche Machbarkeit geprüft, denn es sind weitere Räume für Verpflegung und Bewegung etc. notwendig. Die GS 1 soll 4-zügig werden, denn im Zentrum findet eine Nachverdichtung statt.

Es gab viele neue Bauvorhaben, wovon das größte die Neue Ortsmitte mit einem Volumen von 2 Mio. Euro, aber 900.000 Euro Förderung war. Der Spielplatz an der Egerländer Straße wurde renoviert (30.000 Euro). Das neue MSV-Sportheim konnte eingeweiht werden. In der Bouttevillestraße wurde zur Sicherheit der Fußgänger ein Gehweg ausgebaut, nachdem die Wasserleitung im Zuge des Glasfaserausbaus ebenfalls erneuert war. Der Gehweg an der Unterberger Straße wurde gebaut. 1,25 km der Wasserleitungen wurden erneuert. Die KiTa am Mühlanger soll im September 2026 mit 7 Gruppen unter Trägerschaft der Johanniter in Betrieb genommen werden.

Geplant ist der Ersatzneubau der KiTa St. Afra im Garten bei laufendem Betrieb wegen erheblicher Mängel im alten Siedlerhaus. Die Wendelsteinstraße/Zettlerstraße soll durch eine Oberflächenbehandlung verbessert werden. Das Alte Sportheim wird abgerissen (250.000 Euro Kosten). Beim Freibad ist ein VgV-Verfahren für einen Ersatzneubau geplant. (Kostenschätzung mind. 8 Mio. Euro). Ohne Planung gibt es keine Fördermittel. Bisher wurde die Folie im Bad und der Kiosk saniert.

Was die Bauleitplanung betrifft, macht Mering mehr als nur die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung. Da Stellungnahmen hohen Aufwand verursachen, bat der Bürgermeister, keine übermäßig langen Stellungnahmen abzugeben und anstatt mehrmals dieselbe einzureichen, sollte sie einmal mit einer Unterschriftenliste abgegeben werden. Der Bebauungsplan Nr. 79 „Mering Zentrum“ zur Erhaltung eines Korridors gewerblicher Nutzung im EG, der Bebauungsplan Nr. 80 „Nordöstlich der Reifersbrunner Straße“ zur maßvollen Nachverdichtung, der Bebauungsplan Nr. 85 „Beim Kirchenwirt“ zur maßvollen Nachverdichtung und der Bebauungsplan Nr. 44 „Nördlich der Augsburger Straße“ für den Edeka, Wohnflächen und gemeindliche Fläche beschäftigten den MGR. Die beiden letzten sind noch in Arbeit. Wegen der Fülle an Projekten zurückgestellt sind die Erweiterung des Gewerbeparks für weitere Arbeitsplätze und mehr Gewerbesteuereinnahmen. Der Bebauungsplan Nr. 77 „Am Galgenbach“ für eine Lagerfläche und einen Recyclingplatz ruht wegen der Falschberechnung des Trinkwasserschutzgebietes der Gemeinde Kissing.

Bei der Firma Sonac wurden neue Biofilter eingebaut, was zu Geruchsbelästigungen führte. Diese sollten laut Landratsamt Aichach-Friedberg beendet sein. Sollte noch einmal etwas auffallen, soll es direkt dem Landratsamt und der Gemeinde gemeldet werden.

Die Kommunale Wärmeplanung wurde an das Institut für Energietechnik in Amberg vergeben und ermittelt, wo Wärmenetzte gebaut werden könnten.

Das Hochwasser 2024 wurde durch mehrere Herausforderungen (Oberflächenwasser, Ausuferung der Paar, Kanalüberlastung und Grundwasser) ausgelöst. Die Verschlammung der Paar soll zum Jahresende angegangen werden. Die Friedenau-Unterführung, der Bauhof und die Feuerwehr sollen durch mobile Sperren und eine Hochwasserschutztüre geschützt werden. Bei einer TV-Befahrung in St. Afra wurden Schäden auf Privateigentum festgestellt, welche die Eigentümer sanieren müssten.

Es wurde eine neue Idee vorgestellt, die Verlegung des Skaterplatzes mit gleichzeitiger Errichtung des Minispielfeldes und weiterer Outdoormöglichkeiten. Der Platz zwischen Feuerwehr und Bauhof wird für eine neue Lagerhalle für zusätzliches Katastrophenschutzmaterial und Sicherheitssperren benötigt.

Im Ortszentrum gibt es neue Geschäfte: Casa Florentina, Fairtrend, Elan Tattoo Studio eröffneten. Felix Rehm übernahm die Marien-Apotheke, Platzbecker nutzt ein Schaufenster zur Deko. Geplant sind Herzstück und Bäckerei Wolf.

Der Auslobungstext für den Rathausneubau in zwei Bauabschnitten wurde am 9. Oktober beschlossen. Bis zur Fertigstellung des 1. Bauabschnitts wird das alte Rathaus noch genutzt, im 2. Bauabschnitt entsteht eine Parkebene mit zwei Ausgängen. Der Wettbewerb soll bis Ende der Wahlperiode fertiggestellt sein. Der neue MGR führt das VGV-Verfahren durch. Das „Alte Kloster“ soll durch eine Sanierung erhalten und Veranstaltungs-, Versammlungs- und Vereinsräume geschaffen werden. Hier ist eine Städtebauförderung möglich, wenn keine Verwaltungsräume entstehen.

Der Glasfaserausbau soll im Tiefbau Ende 2025 abgeschlossen sein, daher ist aktuell der Kreisverkehr gesperrt. Hier ging der Bürgermeister auf die aktuelle verkehrsrechtliche Situation näher ein.

Mit der neuen Software Vialytics wurde das gesamte Meringer Straßennetz von 98 km mit allen Schildern befahren und aufgenommen, um Schäden zu erfassen und zu sanieren. Aufgrund der bayerischen Modernisierungsgesetze musste eine neue Spielplatzsatzung (Spielplatzpflicht ab 6 Wohneinheiten) und eine neue Stellplatzsatzung (2 Stellplätze pro Wohneinheit) erlassen werden. Da zu viele PKWs auf den Straßen sind, wird über Halteverbote und Kontrollen nachgedacht, wenn eigene Garagen nicht genutzt werden. Im Rahmen des Sicherheitskonzepts wurden Beschaffungen für 180.000 Euro getätigt, was für Großveranstaltungen nicht ausreicht. Ein Sicherheitskonzept ist notwendig, ein Restrisiko trägt der Veranstalter. Der Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung überwacht den ruhenden und fließenden Verkehr. Die Bußgelder sind höher als früher. Außerdem wies der Bürgermeister auf den Heckenrückschnitt hin, damit Gehwege nicht zu eng sind.

Im Rahmen der Vereinsförderung erhielt der DAV Mering eine neue Kletterwand für 10.000 Euro, die Auerhahnschützen elektronische Schießstände für 16.800 Euro und der Tennisclub 30.000 Euro für Sanierungen am Vereinsheim. Im Mai war eine Delegation aus Karmiel in Israel in Mering zu Gast, eine Reisegruppe aus Mering war zu Besuch in der französischen Partnerstadt Ambérieu. Die Jugend veranstaltet im Frühjahr ein gemeinsames Hüttenwochenende in den Bergen. Es werden noch Interessierte gesucht, die in den beiden Komitees mitarbeiten möchten.

Die Stiftung für Mering braucht weitere Zustiftungen anstelle von Spenden für ihre nächsten Aktivitäten. Es ist eine Weihnachtsaktion der Sparkasse mit Aufdoppelung zur Sanierung des AWO-Heims geplant.

Fragen an den Bürgermeister:

Hans Günter Hagspihl war der Meinung, dass die Tempo30-Zonen nicht deutlich genug ausgeschildert seien und fragte an, ob man auf der Fahrbahn zusätzlich auf die 30 hinweisen könne. Er monierte, dass die Schwelle am Marktplatz nicht ausreichend sei zur Drosselung der Geschwindigkeit. Im Rahmen einer Verkehrsschau wird das überprüft.

Eine weitere Anfrage betraf liegen gelassene Fahrradteile und lange parkende Autos am Bahnhof, so dass die Radfahrer keinen Abstellplatz fänden. Bezüglich der Fahrräder will die Gemeinde eine Überprüfung durchführen.

Es wurde angefragt, ob es in der Kirchstraße eine Geschwindigkeitsanzeige geben könne oder sogar Rechts vor links eingeführt werden könne, weil sich viele nicht an Tempo 30 halten. Geschwindigkeitsanzeigen sind möglich, sollten aber nicht zu inflationär aufgestellt werden.

Die Seniorenbeauftragte Christine Maier trug vor, dass etliche Senioren bei der Rinne an der Apotheke gestolpert seien und sich an sie gewandt haben. Sie beantragte eine einheitliche Rinne.

Walter Krautloher monierte, dass eine Grünfläche in der Amberieustraße die Sicht auf Kinder erschwere und beantragte, die Anpflanzungen kürzer zu schneiden. Das soll im Frühjahr geschehen.

Siegfried Schwab wies darauf hin, dass in Mering viele Syrer seit 10 Jahren wohnen und arbeiten. Außerdem braucht er Hilfe für einen gehörlosen Palästinenser, der zusätzlich Analphabet ist.

Josef Kennerknecht dankte der Verwaltung für die Anbringung der Gedenktafel an der Grabstelle der Schwestern von Maria Stern, die von 1881 bis 1971 in Mering tätig waren.

Bernhard Kieninger fragte an, ob es beim Skaterpark ein Umzug oder Abriss sein werde und bat, die Hindernisse gleich zu lassen, aber das Gefälle anders auszurichten. Er fragte noch wegen eines Spinds an für einen Besen, um Laub im Herbst oder Scherben auf den Bahnen von zerbrochenen Flaschen wegzukehren. Es wird ein Umzug werden, so der Bürgermeister.

Roland Knötig fragte an, ob die Unterführungen in der Josef-Scherer-Str. und der Rosengasse hell gestrichen und beleuchtet werden können, damit sie nicht mehr so gefährlich sind. Das soll geprüft werden.

Alle Anfragen im Wortlaut und die dazugehörigen Antworten von Bürgermeister und Verwaltung sind in der Aufzeichnung des Livestreams einsehbar. 

Für alle, die nicht live dabei sein konnten, hier nochmals der Link zur Aufzeichnung der Bürgerversammlung bei YouTube


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