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BIO-Abfall – ein wertvoller Rohstoff
Umweltbeirat Stadt Germering
08.06.2026, 11:22

 

Bio-Abfall fällt in jedem Haushalt an. Anfang 2025 wurde vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) im Landkreis Fürstenfeldbruck, wie bereits in fast allen bayerischen Landkreisen, die BIO-TONNE eingeführt. Das Ziel ist, den Bio-Abfall einem nachhaltigen Kreislauf zuzuführen und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.

 

Mit dieser neuen braunen Tonne soll möglichst benutzerfreundlich und kostengünstig die eingesammelte Bio-Abfallmenge erhöht werden. Die Tonne wird vom Landkreis kostenlos zur Verfügung gestellt, die Gebühren sind in denen der Restmülltonne enthalten. Auch eine gemeinsame Nutzung der Biotonne mit dem Nachbarn ist möglich.

 

Vor Einführung der Biotonne landete leider ein Großteil des Bio-Abfalls im Hausmüll.

 

Bio-Abfall ist aber kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff!

 

Aus dem Bio-Abfall entsteht zunächst im sog. Fermenter einer Biogasanlage mittels anaerober (ohne Sauerstoff) Vergärung das Biogas. In einem BHKW kann dann bedarfs-gerecht CO2-freier Strom und Wärme erzeugt werden (nicht witterungsabhängig wie bei Wind-/Solarstrom). Die mineral- und nährstoffreichen Reststoffe im Fermenter werden zu Dünger aufbereitet und in den landwirtschaftlichen Kreislauf zurückgeführt. Dies reduziert den Bedarf an mit hohem Energieaufwand hergestelltem Mineraldünger, der meist aus dem Ausland importiert wird.

 

Jeder Bürger kann also einen kleinen Beitrag für eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft leisten. Zudem sorgt eine gute Mülltrennung auch für günstige Entsorgungsgebühren in unserem Landkreis. Die Steigerung der Bio-Abfallmenge um 25 % seit Einführung der Bio-Tonne Anfang 2025 ist schon ein guter Erfolg.

 

Was darf in die Bio-Tonne (siehe auch Abfall-ABC der AWB-FFB)?

  • Obst-/Gemüseabfälle, rohe/gekochte Lebensmittel, Essensreste (auch von Fisch/Fleisch einschließlich Gräten/Knochen sowie auch verdorbene Lebensmittel), Fallobst, Schnittblumen

  • kein Holzabfall in die Bio-Tonne!

  • kein Bio-Abfall in den Hausmüll!

 

Übrigens: Wer einen eigenen Garten hat, kann natürlich einen Teil des Bioabfalls selbst kompostieren. Allerdings muss dies fachgerecht erfolgen. Im Gegensatz zur Biogasanlage darf kein anaerober Vergärungsprozess entstehen, sonst entweicht das sehr klimaschädliche Methangas. Bei der Kompostierung soll Humuserde entstehen, die CO2 bindet. Was darf nicht in den Kompost: Papier, Essensreste, Brot, erkrankte Pflanzenteile, Pflanzen mit Schädlingsbefall, Zitrusfrüchte (insbesondere behandelte), Asche (insbesondere Briketts), Katzenstreu, mineralische Abfälle.

 

Kontakt: redaktion-ubr@web.de


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Umweltbeirat der Stadt Germering