Virtuose Musiker, farbenfrohe Rhythmen und skurrile Geschichten mit „Inswingtief“
Spielfreude und Leichtigkeit: Wenn Sabrina Damiani in die Saiten ihres Kontrabasses greift, Marco Böttger und Stefan Degner ihre atemberaubenden Riffs auf den Gitarren spielen und Thomas Buffy seine Violine zum Singen bringt, dann wippen die Füße und der Rhythmus steigt im Körper hoch und löst den inneren Knoten von Trägheit und Frust völlig auf. Der Zuhörer wird selbst zu Musik und erlebt einen anregenden Abend.
„Inswingtief“ wirbelte ein ganzes Heer unterschiedlicher Stile wild durcheinander. Auf Musette-Walzer folgte Tango, auf Blues Bossa Nova, auf Calypso Klezmer. Die Genre-Grenzen zerflossen und doch durchdrang immer der Swing die Themen und Arrangements. So blieb alles leicht, ja fast unbekümmert. Hinzu kam das außerordentlich virtuose Spiel aller vier Musiker*innen. Die anspruchsvollen Tempo- und Rhythmuswechsel wurden präzise ausgeführt. Großartig nahmen die vielen Soli die vorgegebenen Melodien auf und entwickelten eigenständige Motive. Mit sichtlicher Freude genossen die Vier ihr akkurates Zusammenspiel. Auch das Publikum war vom ersten Lied an angesteckt, sparte nicht mit Zwischenapplaus und entließ die Gruppe erst nach zwei Zugaben mit langem und kräftigem Beifall. Der Tank für ein neues Jahr war prall gefüllt voller Harmonien und Schwung.
