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Die Wärmepumpe (WP) hat sich vom Nischenprodukt zum zentralen Baustein moderner Heizkonzepte entwickelt.
Umweltbeirat Stadt Germering
11.03.2026, 10:16

Die Gründe: steigende Energiekosten, strengere Klimavorgaben und der Wunsch nach einer zukunftssicheren Technik. Wärmepumpen nutzen die Umweltenergie aus Luft, Erde oder Wasser und „wandeln“ vorhandene Wärme um, statt fossile Brennstoffe zu verbrennen. Und dabei sind sie deutlich effizienter als Gasthermen!

 

Der Trend: Im Neubau ist sie heute Standard, auch im Bestand wächst ihre Bedeutung.

Kann man die WP auch im Altbau nutzen?

Ja!

Neue Modelle sind für Altbauten optimiert. Die auf dem Markt verfügbaren Geräte erreichen die nötigen Vorlauftemperaturen für Heizkörper und erzeugen auch Wärme für Brauchwasser.

In Einfamilienhäusern wird zumeist die Luft-Wasser-WP verbaut, der Aufwand ist moderat, die Effizienz hoch. Aber auch die Wasser-Wasser-WP kann eingesetzt werden. Diese nutzt Wärme aus dem Grundwasser und ist effizient, jedoch teurer und genehmigungspflichtig. Hilfreich sind hier eine Heizlastberechnung und energetische Sanierungsmaßnahmen vorab.

Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend nötig, Bestandsheizkörper reichen meist aus.

 

Kosten und Zukunftssicherheit: Die Anschaffung einer WP ist zwar teurer als die einer Gastherme, jedoch sind die Betriebskosten deutlich niedriger: weniger Wartung, keine Netzentgelte, längere Lebensdauer.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bietet bis zu 70 Prozent Zuschuss, abhängig vom Gebäude, der bisherigen Heizung und dem Einkommen. Dieser wird auch unkompliziert ausgezahlt. Dank der erneuerbaren Energien bleiben die Strompreise aller Voraussicht nach stabil, mit einer eigenen Photovoltaikanlage wird die WP besonders interessant. Über die gesamte Laufzeit

ist die WP gegenüber einer Gasheizung wirtschaftlicher, da Gas durch die CO2-Bepreisung und die steigenden Netzgebühren teurer wird.

 

Zu beachten: Die korrekte Dimensionierung einer WP basiert auf einer Heizlastberechnung. Überdimensionierte Anlagen arbeiten ineffizient, zu kleine Geräte erbringen nicht die gewünschte Wärmeleistung. Bei Aufstellung des Außengeräts sind Schall, Abstände zu den Nachbarn sowie Vereisungen zu beachten. Ein hydraulischer Abgleich ist zudem obligatorisch.

Tipp: Nicht nur auf die Effizienzzahl der Pumpe schauen – das Gesamtsystem mit Speicher ist zu optimieren. Hierbei ist ein erfahrener Installateur unerlässlich.

 

Empfehlung: Die WP ist eine der effizientesten und zukunftssichersten Heiztechnologien. Sie eignet sich für Neubauten und die meisten Bestandsgebäude. Angesichts steigender Gaspreise und hoher Förderungen ist jetzt der ideale Zeitpunkt für den Umstieg.


Beschreibung

Umweltbeirat der Stadt Germering