Herzliche Einladung
zur Sonderausstellung
"CARE"
im Museum Kirche in Franken
Ab dem 9. Mai 2026 wird sich im Museum Kirche in Franken "gekümmert".
Anlass zum Thema "Care" bzw. zu Deutsch "Fürsorge" ist das 20-jährige Jubiläum des Museums.
Es spannt dabei den Bogen
... vom Mittelalter
... über die Professionalisierung
im 19. Jahrhundert
mit Institutionen wie der Diakonie
... bis in unsere Zeit,
in der Care-Arbeit
zu einer brisanten gesellschaftspolitischen Aufgabe geworden ist.
CARE (Engl. Sorge, Pflege, Obhut) für Arme und Kranke wurde schon in den mittelalterlichen Spitälern praktiziert.
Auch die einstige Reichsstadt Windsheim hatte ein Spital mit der dazugehörigen Kirche.
Darin befindet sich seit 2006 das Museum Kirche in Franken.
Claudia Berwind, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, über die Ausstellung:
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt klar auf dem Spätmittelalter, denn damit wird auch der Geschichte des einzigartigen Ausstellungsgebäudes – der Spitalkirche – auf den Grund gegangen.
Das Windsheimer Spital wurde 1318 von einem Bürger für Bürgerinnen und Bürger gestiftet und ist ein Paradebeispiel für eine reichsstädtische Spitalanstalt. Es entwickelte sich so gut, dass im 15. Jahrhundert eine erhebliche Erweiterung erfolgte, der der Bau der Spitalkirche zu verdanken ist.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Spitalbewohnern, dem Spitalpersonal und ihrer sozialen Stellung, mit der Ausstattung in materieller und rechtlicher Hinsicht, mit der Betreuung im Spital, mit finanziellen und wirtschaftlichen Aspekten und den religiösen Hintergründen für die Spitäler und deren Betrieb.
Was das Alltagsleben im Spital betrifft, spielt der „Windsheimer Spitalfund“ eine große Rolle – ein überregional bedeutender Massenfund mit Geschirr und anderen Gegenständen aus Holz, Keramik, Leder und Glas aus der Zeit um 1500. Die Erkenntnisse, die durch Funde und Schriftquellen aus dem mittelalterlichen Spitalwesen gezogen werden konnten, wirken wie ein Spiegel auf Fürsorgeeinrichtungen der Gegenwart.
Zwei beeindruckende zeitgenössische Positionen nähern sich dem Thema CARE auf sinnlich-emotionale Weise: in der Sakristei wird eine Videoarbeit des amerikanischen Künstlers Bill Viola gezeigt, im Dachstuhl eine mehrteilige Installation des Berliner Künstlerduos Böhler & Orendt.
Ein umfangreiches Begleitprogramm und eine zweitägige Jubiläumsfeier im Juli unter dem Motto „Feiern & Forschen“ zusammen mit dem Förderverein Spitalkirche e.V., der seinerseits seinen 35. Geburtstag feiert, warten auf viele Interessierte, Neugierige und Wissenshungrige.
Übrigens: Die medizinisch-hygienischen Aspekte im Spital klammert die Ausstellung bewusst aus. Darauf dürfen sich die Besucher und Besucherinnen im nächsten Jahr freuen, wenn sich die Jahresausstellung 2027 passend zum Motto der Landesgartenschau in Bad
Windsheim dem Thema Heilung widmet.
Mit künstlerischen Positionen
von
Bill Viola (1951–2024): Ein weltweit führender US-Videokünstler, dessen meditative, spirituelle Installationen über Geburt, Tod und Emotionen auch in Deutschland tiefgreifende Wirkung zeigten.
& Böhler & Orendt:
Matthias Böhler und Christian Orendt sind ein seit 2007 / 2008 aktives Künstlerduo, das für seine installativen, oft humorvoll-kritischen Erzählungen zu politischen und ökologischen Themen bekannt ist.
Sie arbeiten medial hybrid (Zeichnung, Skulptur, Video) und thematisieren die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Erde.
Die zeitgenössische Kunst bietet einen ganz eigenen Zugang zum Thema Care.
Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr
Mittagspause: 12.30 bis 13 Uhr
Gewusst wo:
https://maps.app.goo.gl/Zbc3vNMsL9gUJR3U7
Eintrittspreise:
https://mkf.freilandmuseum.de/seite-1/oeffnungszeiten-und-eintrittspreise
des Bezirk Mittelfranken
freut sich auf Ihren Besuch!
Mehr unter
https://mkf.freilandmuseum.de/
