Zum Umgang mit antijüdischen Darstellungen in kirchlicher Kunst.
Vortrag von Pfarrer Oliver Gußmann, Rothenburg.
Wenn Juden in christlicher Kunst in und an Kirchen dargestellt werden, handelt es sich meist um wenig freundliche Bilder.
Bekannt sind das Ecclesia-Synagoga-Figurenpaar oder die sogenannte „Judensau“.
Auch der mittelalterliche Wasserspeier an der Auber Stadtpfarrkirche ist ein Beispiel antijüdischen Denkens wie auch das Gemälde vom angeblichen Hostienfrevel 1298 in Röttingen, der in eine Verfolgung von Juden mündete und vielen das Leben kostete.
Antijüdische Darstellungen gibt es als Skulpturen, Reliefs und auf Gemälden, manchmal sind sie erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen.
Der Vortrag geht diesen Spuren nach und zeigt auf, wie heute mit dem belastenden Erbe antijüdischer Bilder und Schmähskulpturen an und in Kirchen umgegangen wird.
Der Referent Dr. Oliver Gußmann ist Pfarrer in Rothenburg o.d.T. und Theologischer Referent bei „Begegnung Christen und Juden. Bayern e.V.“ – Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (BCJ).
Veranstalter: Fränkischer Heimatverein Aub e.V., Evangelische und Katholische Kirchengemeinde Aub, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken
Eintritt: frei
Ort: Ars Musica, Aub
Reservierung und Infos:
arsmusica.jwolf@t-online.de oder 0171 8313647
