Der Künstler Gunter Demnig verlegt am Donnerstag, 21. Mai 2026 zwischen 9 Uhr und 11 Uhr im Stadtgebiet nach 2005, 2014 und 2017 erneut Stolpersteine vor den einstigen Wohnhäusern von Dachauer NS-Opfern. Bislang gibt es im Stadtgebiet bereits 15 solche Stolpersteine.
Die neuen Stolpersteine erinnern an die Schicksale der in der Euthanasie-Tötungsanstalt Schloss Hartheim (bei Linz) ermordeten Franz Breunig (1906–1940), Johann Glas (1894–1940), Anton Pimperl (1902–1940), Franz Röhm (1907–1941) und Maria Schrott (1903–1940), an die Holocaust-Opfer Samson Gutmann (1866–1938), Hedwig und Heinrich Hirsch (1867–1939/1849–1940) sowie an Janina Gajewska, die als Kind der polnischen Zwangsarbeiterin Maria Gajewska 1944 in Dachau geboren und ihrer Mutter weggenommen wurde und nach 75 Tagen in der Indersdorfer Kinderbaracke starb.
Begleitend zur Verlegung der Stolpersteine findet ebenfalls am 21. Mai um 19 Uhr ein Gedenkabend an die NS-Oper im Ludwig-Thoma-Haus statt. Prof. Dr. Annette Eberle, Anna Andlauer und Dr. Björn Mensing schildern ihre Schicksale. Der Oh Happy Day Chor – inklusiv mit Herz e.V. über nimmt die musikalische Gestaltung.
