Veröffentlichung der nichtöffentlichen Punkte vom Februar
Die ein oder andere Leserin durfte beim Frauenfrühstück schon probesitzen – wir haben neue Möbel für das Pfarrheim angeschafft. Dass wir das tun möchten, war schon lange klar, aber es hat ein Weilchen gedauert, bis wir so schmale Tische wie die vorherigen gefunden haben. Das war uns wichtig, weil jetzt bei Veranstaltungen genauso viele Gäste wie zuvor Platz finden können. Die neuen Tische können außerdem zusammengeklappt und damit gut aus dem Weg geräumt werden, falls Platz für Bewegung gebraucht wird. Etwa 19.000 € hat das neue Mobiliar gekostet.
Berichte des Bürgermeisters
Anfang März fand ja die Kommunalwahl statt. Hier ging ein großes Dankeschön an alle Wahlhelfer, die zügig und kompetent sortiert, geklickt, gescannt und gezählt haben. Außerdem hat Michael allen gewählten GemeinderätInnen gratuliert und versichert, dass er weiterhin fraktionsübergreifend für eine gute Zusammenarbeit steht. In der April-Sitzung werden die GemeinderätInnen verabschiedet, die nicht mehr zur Wahl angetreten sind. Im Mai gibt es dann die erste Sitzung mit dem neuen Gremium.
Es gibt sogenannte Fraktionsinitiativen der Landtagsabgeordneten – sie können Projekte in Gemeinden finanziell unterstützen. Wir haben uns mit unserem Projekt „Ruheinsel“, das seinem Namen alle Ehre gemacht und lange geruht hat, beworben und freuen uns nun über 50.000 €, die uns das Projekt endlich umsetzen lassen. Ihr erinnert euch vielleicht an das Projekt Zukunft vor 5 Jahren. Die Grundschulkinder hatten sich damals über den kleinen Pausenhof beklagt und eine Erweiterung gewünscht. Diesen Wunsch können wir nicht erfüllen, weil das die örtlichen Gegebenheiten einfach nicht zulassen. Alternativ haben wir die Idee der „Ruheinsel“ unterhalb der Schule entwickelt – ein Sitzbereich für alle HausenerInnen. Er soll über eine Treppe mit dem Pausenhof verbunden werden, sodass er auch von der SchülerInnen genutzt werden kann, die in der Pause eher Erholung als Trubel suchen. Wir schicken ein herzliches Dankeschön an die Fraktion der Freien Wähler des bayerischen Landtages, die sich für die Unterstützung des Projekts eingesetzt hat.
Die Anwohner der Brunnengasse wurden, wie im letzten Jahr besprochen, in der vergangenen Woche über eine neue Wasserleitung mit der Hauptstraße verbunden. Die Arbeiten erwiesen sich als kompliziert, weil sehr viele Leitungen und Kabel den Bereich kreuzen, sind aber inzwischen fast abgeschlossen.
Bis 2028 soll jede Kommune eine Kommunale Wärmeplanung erstellen. Der Prozess hat nun begonnen. Die von uns beauftragte Agentur sammelt gerade Informationen über die Gegebenheiten vor Ort. Im Juni wird es eine öffentliche Versammlung geben, bei der die Ergebnisse vorgestellt werden.
Vorranggebiet für Windenergie
Herr Rothermich vom RWE hat uns auf den neuesten Stand zum Thema gebracht. Zur Erinnerung: Das RWE wurde gegründet, damit wir Kommunen Experten an unserer Seite haben, die im Interesse der Region organisieren und strukturieren. Wie wertvoll alleine die „Übersetzungsarbeit“ von Amts- und Wirtschaftsdeutsch zu Alltagsdeutsch ist, hat sich jetzt schon gezeigt. Ich versuche mich mal in einer Zusammenfassung: Seit Oktober ist die „Häuschenhöhe“ offiziell Windvorranggebiet. Auf der 200 ha großen Fläche gibt es daher ein grundsätzliches Baurecht für Windkraftanlagen. 75 % der Fläche gehören Privateigentümern, die zum Teil bereits einen Pachtvertrag mit dem Projektierer „enercity Erneuerbare Energien“ aus Hannover geschlossen hat. Diese Firma bietet nun den anderen Besitzern, also auch uns als Kommune Hausen, ebenfalls eine Zusammenarbeit an. Das Projekt soll als sog. Pooling-Projekt aufgebaut werden. Für alle Flächeneigentümer sollen die gleichen Konditionen gelten. Die Höhe der gezahlten Pacht soll sich danach richten, ob man seine Fläche zur Verfügung stellt, nicht danach, ob dann auch wirklich genau auf diesem Stück Land ein Windrad steht. Zuzüglich zur Pacht würde der Anbieter 0,2 ct / kWh als Kommunalabgabe zahlen. Bürger sollen sich am Projekt beteiligen können. Auf der Häuschenhöhe ist Platz für bis zu 9 Windkraftanlagen, 6 davon passen auf den privaten Grund – auf deren Errichtung haben wir keinerlei Einfluss. Auf der Hausener Fläche könnten 1 oder 2 Anlagen stehen – das entscheiden nur wir. Da die Privateigentümer bereits die ersten Schritte zur Umsetzung gegangen sind, herrscht ein gewisser Zeitdruck. Trotzdem wird nun bis zum Mai abgewartet, aus dem ganz einfachen Grund, dass dann erst die neuen Bürgermeister und Gemeinderäte im Amt sind, die sich in ihren nächsten Amtsjahren mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Im Juni wird das Projekt dann noch einmal offiziell vorgestellt. Dann haben auch die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre Rückmeldung zu geben – wir hoffen schon jetzt, dass ihr dies nutzt, damit wir einen Eindruck davon bekommen, was die HausenerInnen möchten. Bis zur Sommerpause soll dann die Entscheidung fallen, ob wir als Kommune in das Projekt einsteigen oder nicht.
Forstbetriebsplan
Unser Revierleiter Herr Popp hat uns über das Forstjahr 2025 berichtet und einen Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben. Der Holzeinschlag konnte nicht planmäßig erfolgen, weil das Wetter oft nicht mitgespielt hat und die entsprechenden Firmen nicht genug Kapazitäten frei hatten. Positiv aufgefallen ist, dass es wenig Schadholz gab und auch der Käferbefall sehr gering ausfiel. Viel Holz aus dem Hausener Wald wurde früher an die Firma HMS verkauft, die mittlerweile nicht mehr existiert. Hier konnte ein Nachfolger gefunden werden. Im letzten Jahr wurden keine neuen Kulturen angelegt, aber Nachbesserungen durchgeführt. Im Waldgebiet „Großehren“ wurden 650 Bäume nachgepflanzt, weil die Setzlinge Anfang 2025 vertrocknet waren. Anfang 2026 war nun sehr niederschlagsreich, weshalb die Nachpflanzungen „ertrunken“ sind. Es wird also auch in diesem Jahr Nachbesserungen geben müssen. Bestehende junge Kulturen wurden und werden intensiv gepflegt. Im letzten Jahr wurden etwa 11.000 € eingenommen. Hierunter fallen Zuschüsse für Naturverjüngungsmaßnahmen oder auch der Vertragsnaturschutz, bei dem wir Geld für die Erhaltung von Biotopbäumen erhalten. In diesem Jahr geht es mit der Zuteilung des Brennholzes gut voran. Der Holzeinschlag, der im letzten Jahr nicht erfolgen konnte, soll nachgeholt werden. Außerdem ist die Errichtung weiterer Regenrückhaltebecken/Biotope geplant. Herr Popp bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und freut sich auf das neue Gremium, dem er im Herbst bei einem Waldbegang den Hausener Wald und seine Besonderheiten weiter erklären möchte.
Haushalt
Am vergangenen Samstag fand unsere Haushaltsklausurtagung statt. Dreieinhalb Stunden haben wir intensiv am Finanzplan für das Jahr 2026 gearbeitet. Das hat dank der tollen Vorarbeit der Kämmerei sehr gut geklappt. Unser Kämmerer Fabian Hanke konnte also auf der Sitzung zusammenfassend die Ergebnisse der Planung vortragen und wir haben die Haushaltssatzungen für die VG und Hausen einstimmig verabschiedet.
Der Haushalt der VG liegt im Jahr 2026 bei 3.743.400 € und damit um etwa 1,5 % höher als im Vorjahr. Wir Hausener zahlen in diesem Jahr 221,46 € Verwaltungsumlage pro Bürger und 2711,20 € Schulumlage pro Schüler an der Josef-Anton-Rohe-Schule. Im Verwaltungshaushalt nehmen die Personalkosten weiterhin den größten Stellenwert bei den Ausgaben ein. Im Vermögenshaushalt sind bei den Ausgaben zwei größere Projekte eingeplant, die sich beide auf das Schulgelände in Kleinwallstadt beziehen. Zum einen soll der Tartanplatz erneuert werden, zum anderen soll die Zufahrt über den Schulhof asphaltiert werden, da durch die regelmäßige Befahrung (Lieferdienst Mittagessen, etc.) die Platten immer wieder brechen und ausgetauscht werden müssen.
Der Haushalt der Gemeinde Hausen ist mit 5.705.400 € ein neuer Rekordhaushalt. Im Verwaltungshaushalt kommen die hauptsächlichen Einnahmen weiterhin aus der Einkommens-, aber auch aus der Gewerbe- und Grundsteuer. Bei den Ausgaben dreht es sich neben der Förderung des Kindergartens, hauptsächlich um Umlagen an die VG, den AMME-Verband und den Landkreis. Die Kreisumlage ist aus zwei Gründen auf über 1.000.000 € gestiegen: Die Steuerkraft in Hausen hat zugenommen und der Hebesatz wurde angehoben. Folglich fließen in diesem Jahr etwa 160.000 € mehr aus Hausen in den Landkreis, was uns schon ein wenig schmerzt. Der Vermögenshaushalt ist 2026 mehr als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr. Die veranschlagten rund 980.000 € entfallen hier mehrheitlich auf das Projekt „Sanierung Dornauer Weg“. Aber auch am Pfarrheim und am Kindergarten soll gearbeitet werden, der Radweg zwischen Hausen und Hofstetten steckt uns noch im Kopf und in die Feuerwehr werden wir investieren. Derzeit hat Hausen zwei Kredite, wobei wir uns bei einem noch im tilgungsfreien Zeitraum befinden. Im Laufe des Jahres können noch weitere Kredite bis zu 388.000 € aufgenommen werden. Da wir aus dem Sondervermögen des Bundes etwa 280.000 € erwarten, die wir in den Dornauer Weg stecken werden, hoffen wir, dass wir den Kreditrahmen nicht ausschöpfen müssen. Den Kassenkredit haben wir wieder auf 1.000.000 € festgelegt, d.h. dass wir das laufende Konto bis zu dieser Höhe überziehen dürfen. Wenn die ausstehenden Fördergelder endlich geflossen sind, wird dies hoffentlich nicht mehr regelmäßig nötig sein. Alles in allem hat die Kämmerei einen soliden Haushaltsplan entwickelt, bei dessen Höhe einem zwar etwas schwindelig werden kann, aber es sind genug Sicherheitsnetze gespannt, sodass wir nicht haltlos in ein großes Schuldenloch fallen werden.
Feuerwehrwesen
Wir haben ja schon davon berichtet, dass wir uns an einer bayernweiten Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug beteiligen. Das müssen wir nach einer Besprechung mit einem Regierungsvertreter nun leider rückgängig machen. Voraussetzung für diese Förderung ist nämlich, dass man einen passenden Unterstand für das Fahrzeug bieten kann. Das ist nicht nur eine Halle (was auch schon kompliziert geworden wäre), nein, es ist eine Unterstellhalle mit integrierten Umkleidemöglichkeiten, etc., also ein neues Feuerwehrhaus. Da müssen wir uns jetzt erst einmal sortieren und hoffen, dass unsere Fahrzeuge durchhalten, bis alle Rahmenbedingungen für neue geschaffen sind.
Wünsche, Anträge und Verschiedenes …
… gab es dieses Mal nicht
So, das war eine ganze Menge an Information. Das haben sich bestimmt auch die vielen Zuhörer gedacht, die bei dieser Sitzung anwesend waren. Wir haben uns über das hohe Interesse gefreut. Aber noch mehr gefreut haben wir uns über die hohe Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen. Euer Interesse an unserer Arbeit stärkt uns den Rücken und dass alle GemeinderätInnen, die wieder zur Wahl standen, auch wieder ins Gremium gewählt wurden, zeigt eine gewisse Zufriedenheit mit unserer Arbeit, auf die wir sehr stolz sind. Wir werden uns weiterhin mit Herz und Verstand für unser Hausen einsetzen. Die letzten sechs Jahre haben uns zusammengeschweißt und wir freuen uns riesig, dass unser tolles Team erhalten bleibt und sogar noch verstärkt wird. DANKE, dass ihr das durch eure Stimmen möglich gemacht habt!
Tamara Suffel
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