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Gemeinderatssitzung vom 9.12.25
Hausener Bürger Blog
11.12.2025, 08:51

Veröffentlichung der nichtöffentlichen Punkte vom November

In der letzten Sitzung war Herr Langer, der Rektor der Josef-Anton-Rohe-Schule zu Gast. Jedes Jahr um diese Zeit berichtet er uns, wie das Schuljahr angelaufen ist, ob es Sorgen gibt und was für die kommenden Monate auf der Agenda steht. In diesem Jahr läuft bisher so weit alles gut. Es gab ein Dankeschön für die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Unterstützung. Der (Um-)Bau der OGS hat sich bewährt, momentan besuchen 18 Kinder die Mittagsbetreuung bis 14 Uhr. Bei Bedarf wäre dieses Angebot auch bis 16 Uhr erweiterbar. In diesem Schuljahr soll im Rahmen einer Elternaktion der Pausenhof neu bemalt werden, so dass zum Beispiel die Hüpfspiele auf dem Boden wieder gut erkennbar sind. 

Außerdem haben wir einen Wartungsvertrag für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen im Begegnungshaus abgeschlossen. Für etwa 2500 € im Jahr wird nun regelmäßig geschaut, dass alles in Ordnung ist und falls einmal etwas nicht läuft, wie es soll, haben wir einen festen Ansprechpartner, der sich schnell und zuverlässig um alles kümmert.

Berichte des Bürgermeisters

Wenn an Weihnachten das Kind einen Traktor unter dem Christbaum findet, strahlen die Augen und voller Stolz werden gleich ein paar Runden gedreht. Mit der gleichen Begeisterung hat uns Michael berichtet, dass der neue Traktor für den Bauhof angekommen ist: „Sogar ich kann den fahren!“ Ob er die Gemeindearbeiter auch schon einmal ans Steuer gelassen hat, wissen wir nicht, aber bis zum ersten richtigen Einsatz des neuen Arbeitsgerätes ist es sicher nicht mehr lange hin. Gesegnet wird der Traktor im Rahmen des Neujahrsempfangs am 11.1.26 um 10:30 Uhr. Diesen Termin dürft ihr gerne schon einmal in euren neuen Kalender eintragen.

Es folgt ein weiterer Termin: Am 20.1.26 findet um 18 Uhr im Begegnungshaus eine Anliegerversammlung für die Anwohner des Dornauer Wegs statt. Hier werden die geplanten Sanierungsarbeiten besprochen und alles erklärt, was in der Bauphase beachtet werden muss, zum Beispiel die Regelung rund um die Müllabfuhr.

Leider kam es in den letzten Tagen zu einer Vandalismus-Serie in den öffentlichen Toiletten. Es wurde Klopapier angezündet, die Toiletten verstopft, die Heizungen voll aufgedreht, ein Waschbecken ausgerissen, … Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch gefährlich. Natürlich werden die Vorfälle zur Anzeige gebracht. Wenn jemand Hinweise auf den/die Täter hat, darf er sich gerne im Rathaus melden. Es wird überlegt, die Anlage zu schließen.

Dass das Phänomen „Obdachlosigkeit“ in Hausen auftaucht, kam für viele Bürger überraschend. Tatsächlich ist es so, dass es zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehört, betroffenen Menschen eine Unterkunft zu stellen. Es gab in den letzten Jahren schon mehrere Fälle, in denen aber immer eine Wohnung gefunden werden konnte. Nun mussten wir erstmals ziemlich kurzfristig eine Lösung anbieten und haben deshalb eine Notunterkunft im Dachgeschoss des Pfarrheims eingerichtet. Ideal ist das nicht, zumal die benachbarten Räume von Krabbelgruppe und Gruppenstunde genutzt werden und in den nächsten Monaten viele Veranstaltungen im Pfarrheim stattfinden. Wer hier helfen möchte und eine Wohnung für eine alleinstehende Frau mit Hund zur Vermietung anbieten kann, darf sich sehr gerne im Rathaus melden. 

Unser fleißiger Bürgermeister hat in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkommandanten einen sogenannten Feuerwehrbedarfsplan erstellt. Hätte man diese stundenlange Arbeit an ein Fachbüro abgegeben, wäre die Rechnung sicher saftig ausgefallen. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön für die Mühe und die Einarbeitung in die komplexe Thematik! Das Werk ist mittlerweile vom Kreisbrandrat überprüft und abgesegnet. Wir werden in einer der kommenden Sitzungen darüber abstimmen. Wenn man einen Feuerwehrbedarfsplan hat, kann man einfacher Fördermittel beantragen. Da beispielsweise unsere Fahrzeuge schon sehr in die Jahre gekommen sind, spielt das eine große Rolle.   

Obstbaumzuschuss

In der letzten Sitzung wurde angeregt, den Obstbaumzuschuss, den Familien zur Geburt eines Kindes von der Gemeinde bekommen, zu erhöhen. Statt bisher 25 € gibt es zukünftig 35 € für einen Baum, „der gemeinsam mit dem Kind emporwachsen kann.“ Welch schöne Worte zu einer schönen Geste. Wir hoffen, dass das Geschenk rege genutzt wird.

Sachstand Löschweiher

Ja, jetzt wartet jeder gespannt auf Neuigkeiten zur Dorfkneipe, aber nein, es geht wieder um den Wasserbehälter, sorry. Mittlerweile liegt ein Angebot zur Sanierung vor: 155.000 € soll die Sache kosten und da sagen wir erst einmal einstimmig „Nein.“. Dafür gehen wir folgende Maßnahmen an: Der alte Hochwasserbehälter in Verlängerung der Straße „Am Wingert“ (Wo die ist? Am Ortsausgang Richtung Roßbach) soll mit Wasser aufgefüllt werden und als Löschwasserspeicher dienen. Es existiert eine alte Leitung Richtung Quelle, die am Bauhof vorbeiführt. Es wird geprüft, ob diese wieder genutzt werden kann, um am Bauhof eine gut anfahrbare Wasserentnahmestelle einzurichten. Zusätzlich soll der jetzige Löschweiher möglichst kostengünstig so abgesichert werden, dass man wieder bedenkenlos Fahrzeuge darauf abstellen kann.

Eckdaten zum Haushalt 2026

Unser Kämmerer hat uns die vorläufigen Zahlen vorgestellt, die beim nächstjährigen Haushalt eine Rolle spielen werden. Wir starten mit angespannter Kassenlage in das neue Jahr, was hauptsächlich an den noch immer nicht eingetroffenen Fördergeldern liegt. Hier gibt es allerdings Hinweise, dass die Überprüfung der Unterlagen bald abgeschlossen sein wird und wir hoffen jetzt einfach mal, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem die Fördergelder fließen. So wie wir kämpfen eigentlich alle Kommunen in Bayern mit ihren Finanzen, was sich daran zeigt, dass sie auch 2025 wieder ein neues Rekorddefizit erreichen. Die ungünstige Lage wurde erkannt, weshalb die Schlüsselzuweisungen steigen sollen und auch das Sondervermögen des Bundes wird zur Entlastung der Kommunen eingesetzt werden. Klingt erst einmal gut, aber da die Personalkosten noch einmal steigen, die Kreisumlage erhöht wird und wir definitiv mehr Gelder für unser Wasser- und Kanalsystem einplanen müssen, fühlt sich das Ganze ein bisschen an wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Eine Kreditaufnahme wird unumgänglich sein, aber mit all dem befassen wir uns auf der Haushaltsklausurtagung zu Beginn des neuen Jahres.

Wichtig waren die Infos dennoch, denn wenn die Gemeinde über wenig Geld verfügt, wird ihr vom Prüfungsverband genau auf die Finger geschaut, wo sie es ausgibt und vor allem wo sie evtl. noch etwas herbekommen kann. Damit kommen wir zum nächsten Punkt …   

Grundsteuer /Gewerbesteuer

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer liegt bisher bei 300 Prozent. Damit sind wir – je nach Sichtweise – Schlusslicht oder Spitzenreiter im Landkreis. Alle anderen Kommunen verlangen mehr Gewerbesteuer, am anderen Ende der Tabelle sind es 380 Prozent. Ähnlich sieht es bei der Grundsteuer A und B aus. Hier liegt unser Hebesatz momentan bei 280 Prozent, da befinden wir uns auf dem vorletzten oder eben zweitbesten Platz. Aus Sicht der Steuerzahler ist das natürlich richtig gut und Hausen eine kleine „Steueroase“ im Landkreis. Da kommt aber natürlich der erhobene Zeigefinger, der zur Anpassung auffordert. Es ist übrigens auch so, dass der Landkreis bei seiner Berechnung der Kreisumlage (was wir an den Kreis zahlen) und der Schlüsselzuweisung (was wir an Geld vom Freistaat bekommen) einen Hebesatz von 310 Prozent annimmt. Das ist der sogenannte Nivellierungshebesatz (es gibt immer wieder nette neue Wörter, gell?). Das bedeutet also, dass wir in der Folge schon einige Zeit weniger Geld bekommen als uns zusteht und mehr Geld bezahlen als wir müssten. Alles verstanden? Gut, denn genau deshalb erhöhen wir jetzt alle Hebesätze auf 310 Prozent. Damit befinden wir uns noch immer am unteren/oberen Ende der Tabelle, aber in einem Rahmen, der vertretbar ist. Die Erhöhung wirkt sich auf uns Bürger nicht so dramatisch aus, wie es vielleicht erst einmal klingt. Wir gehen von max. 20 € mehr im Jahr aus.

Wünsche, Anträge und Verschiedenes

Natürlich wurde auch über den anderen Löschweiher gesprochen. Das ist eine Privatangelegenheit, bei der wir nichts mitzubestimmen haben, aber das Interesse ist natürlich enorm. Sobald wir von einer Lösung wissen, geben wir euch Bescheid.

Im Kellergeschoss des Pfarrheims sollte ein Raum von Schimmel befreit werden. Das ist bisher nicht geschehen, steht jetzt aber wieder auf der To-Do-Liste.

Für die Feuerwehrgruppenführer wurde eine Begehung des Begegnungshauses / Rathauses organisiert, damit sich im Brandfall jeder in dem doch recht verwinkelten Gebäude auskennt.

Die Versicherungsangelegenheiten rund um den Schaden an der Gabelung Sulzbacher Weg / Leidersbacher Weg sind geklärt und die Reparaturarbeiten sind beauftragt.

Die Dezembersitzung ist immer eine ganz besondere. Der Saal ist weihnachtlich dekoriert mit Christbaum und Adventswurzel (Danke an Klaus Vogt) und auf jedem Sitzplatz wird man von einem Tannenzweig mit Holzdeko (Danke an Marco Mayer) begrüßt – wirklich hübsch! Man trifft sich eine Stunde früher als sonst, damit im Anschluss noch genug Zeit für eine gemeinsame Feier bleibt und dann sind da natürlich noch die Weihnachtsreden. Viel Danke wird in hübsche Worte verpackt und mit Schleifchen wie „Du führst die Gemeinde mit Weitblick und Herz“ versehen. Es gibt ein paar Sätze über das (fast) vergangene Jahr, auf das wir schon ein wenig stolz zurückblicken. Und einen Ausblick auf das neue Jahr, in dem die Kommunalwahl große Bedeutung hat. So war in die Dankesworte der Verwaltung auch das Versprechen für Objektivität gepackt und auf dem Wunschzettel der ganzen Runde stehen „ein fairer Wahlkampf“ und „eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit“. Dass das Wünsche sind, die in Erfüllung gehen können, hat man bei der Weihnachtsfeier im Anschluss gespürt. Da gab es viele gute Gespräche und schöne Momente. Mehr davon und dann gemeinsam mit euch sind an den kommenden Sonntagen möglich – auf unserer Familienweihnacht und bei der lebenden Krippe. Ich wünsche euch dort und natürlich ganz generell eine wunderbare Zeit mit funkelnden Augen, glücklichem Lachen und einfach schönen Momenten.

Tamara Suffel



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