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Gemeinderatssitzung vom 14.4.2026
Hausener Bürger Blog
16.04.2026, 11:32

Veröffentlichung der nichtöffentlichen Punkte vom März

Die Treppe am Hofacker wurde auf der Bürgerversammlung als die schlechteste Treppe im Landkreis bezeichnet. Ganz so schlecht sehen wir sie nicht – die Treppen in der Miltenberger Altstadt haben beispielsweise einen deutlichen Vorsprung – aber wir möchten natürlich, dass man sie gut nutzen kann. Damit es mit den Stufenhöhen auf dem steilen Anstieg passt, werden im Mai 34(!) neue Stufen eingesetzt. Treppenlaufen wirkt sich ja angeblich sehr gut auf die Figur und Ausdauer aus. Wir investieren hier also in ein Open-Air-Fitnessstudio für alle Hausener.

Wem das zu anstrengend ist, der kann sich vielleicht einmal im Schießsport probieren. Der Schützenverein hat einen Teil seiner Anlage auf ein Lichtgewehrsystem umgestellt. Diese Maßnahme erfolgt vor allem, um die Jugendarbeit im Verein wieder ausbauen zu können, denn Kinder und Jugendliche dürfen nach neuen Richtlinien nur noch mit Lichtgewehren schießen. Wir fördern den Umbau, in dem wir 10% der Kosten übernehmen und wünschen dem Schützenverein viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Pläne.

Berichte des Bürgermeisters

Die Arbeiten an unserem Friedpark gehen sehr gut voran. Die Firma Dobler und unsere Gemeindearbeiter arbeiten hier Hand in Hand, sodass bereits alle Wege angelegt und Zäune erneuert sind.

Die Arbeiten am Dornauer Weg haben auch begonnen. Das habt ihr aber sicher alle schon gesehen.

Es wurden auch ein paar Feldwege saniert, u.a. der Weg unterhalb der Erwin-Braun-Halle und der Lohweg, an dem sich der Kreuzweg befindet. Letzterer war ja sehr stark ausgewaschen und bereitet uns bei Starkregen immer wieder Kummer. Es wurde jetzt seitlich ein kleiner Graben gezogen, der das Wasser führen soll. Wir hoffen, dass das Wasser diesen Vorschlag auch annimmt.   

Friedhofssatzung und -gebührenordnung

Wie oben erwähnt, wird momentan der Friedpark angelegt, auf dem etwa 100 Gräber für je zwei Urnen entstehen. Wir haben die neue Bestattungsform „Urnengrab als Baumbestattung“ in unsere Satzung aufgenommen und entsprechende Richtlinien festgelegt. Da die Fläche eine Rasenfläche unter Bäumen bleiben soll, wird der Grabschmuck seitlich an einem Gedenkstein abgelegt. Den großen Stein hat Stephan Ehler zur Verfügung gestellt – Dankeschön! Die Namen, Geburts- und Sterbedaten der bestatteten Personen werden auf kleinen Schildern seitlich an Stelen angebracht. Partner können gemeinsam auf einem Schild genannt werden (das Schild wird dann ausgetauscht) und auch eine anonyme Bestattung ist möglich. Die Laufzeit beträgt wie bei allen anderen Urnengräbern 15 Jahre.

Da wir bei der überörtlichen Rechnungsprüfung immer wieder die Mahnung erhalten, dass wir unsere Friedhofsgebühren nach oben korrigieren sollen, haben wir auch das getan. Prinzipiell sollte ein Friedhof kostendeckend sein – davon sind wir sehr weit entfernt: Gerade einmal 18 Prozent der anfallenden Kosten wurden im letzten Jahr von den erhobenen Gebühren abgedeckt. Ein Kostenvergleich mit umliegenden Gemeinden zeigt auch ein deutliches Gefälle: Zahlte man in Hausen bisher 700 € für ein Familiengrab, sind es in Leidersbach 2250 € und in Sulzbach gar 3600 €. Ich nenne die Zahlen, damit klar wird, dass wir die Gebühren zwar erhöht haben, aber in einem sehr moderaten Rahmen, der uns bei der nächsten Rechnungsprüfung sicher auch wieder hochgezogene Augenbrauen einbringen wird, der aber für die Bürger und Bürgerinnen verkraftbar ist. Ein Familiengrab und ein Erdurnengrab kosten künftig 900 €, ein Einzelgrab 500 €, ein Urnenwandgrab 1005 € und ein Baumgrab 510 €.

Eisautomat

Die Firma Kleckereis möchte auch in Hausen einen Eisautomaten aufstellen. Im Landkreis stehen schon einige davon. Von Seiten der Gemeinde braucht es eine gerade, befestigte Fläche und einen Stromanschluss. Generell sind wir offen dafür, hätten aber gerne eine kleine Gewinnbeteiligung oder Pachtgebühr und machen uns etwas Sorge um den anfallenden Müll. Michael wird weitere Gespräche mit dem Betreiber führen und klären, ob beispielsweise am Brunnenplatz in der Ortsmitte ein Automat aufgestellt werden kann.  

Löschwasserbehälter

Der ehemalige Hochbehälter in der Verlängerung der Straße „Am Wingert“ soll zu einem Löschwasserbehälter umfunktioniert werden. Eine alte Wasserleitung führt am Bauhof vorbei, sodass dort eine Entnahmestelle für die Feuerwehr eingerichtet werden könnte. Ganz so einfach, wie es klingt, ist es nicht. Diese Leitung muss erst einmal gesucht werden und ob sie dicht ist, kann erst festgestellt werden, wenn alles eingerichtet ist. Trotzdem wollen wir das gerne versuchen und lassen jetzt erst einmal die Leitung orten. Das weitere Vorgehen wird dann gemeinsam mit der Feuerwehr besprochen. Zum Schmunzeln gebracht hat uns zunächst die Aussage von Michael, dass der Behälter „händisch“ befüllt werden muss. Wir hatten schon alle Hausener*innen mit Gießkannen auf dem Weg zum Wingert vor unserem geistigen Auge gesehen. Aber natürlich kann ein Hydrant in der Nähe zu diesem Zweck genutzt werden. Schade eigentlich, wäre sicher eine witzige Aktion gewesen.

Wünsche, Anträge und Verschiedenes …

… rund um Sachen, die wegmussten oder müssen

Die Kiefer, die im Raiffeisenpark gefällt werden musste, soll zeitnah ersetzt werden. Hier kam aber gleich der Einwand, dass bei einer Pflanzung im Herbst, die Chancen, dass der Baum gut anwächst, höher sind.

Es soll geprüft werden, ob man als Gemeinde eine Verordnung erlassen kann, die Grundstücksbesitzern die Bekämpfung von Misteln zur Pflicht macht.

Die Mülltonnen im Pfarrheim sollen durch größere ersetzt werden, da sie regelmäßig überfüllt sind.  

Immer wieder sind auch die Glascontainer überfüllt. Dieses Problem ist ein Landkreisproblem. Die Beschwerde wird entsprechend weitergeleitet.

Rückblick & Verabschiedung

Eigentlich ist die öffentliche Sitzung nach den Wünschen und Anträgen zu Ende, wir machen eine kurze Pause und arbeiten dann nichtöffentlich weiter. Dieses Mal aber war die komplette Amtsperiode zu Ende, wir haben also keine kurze Pause gemacht, haben nicht weitergearbeitet, sondern uns von den Kolleg*innen verabschiedet, die uns verlassen.

Es gab erst einmal einen „kleinen“ Rückblick von Michael über die letzten sechs Jahre. Es kamen Erinnerungen hoch an unsere ersten Sitzungen, die zur Coronazeit stattfanden und für die wir eine schriftliche Erlaubnis brauchten, dass wir abends noch unterwegs sein durften. Es gab Bilder und Worte zu den „Greatest Hits“ der vergangenen Amtsperiode: Begegnungshaus, OGS, Kindergartenspielplatz, Glasfaserausbau, Pfarrhaus, Pfarrheim, Erwin-Braun-Halle, Erdaushubdeponie, Projekt Zukunft, … Wow, das waren wirklich sechs vollgepackte Jahre. Zusammen haben wir eine Menge erreicht, weil wir fraktionsübergreifend ein gutes Team waren, dem es immer um Hausen ging und geht. Deshalb gab es Dankesworte vom Bürgermeister an den Gemeinderat für genau diese gute Zusammenarbeit und das Engagement. Ein großes Danke ging auch an die Verwaltung, die unsere Beschlüsse ja immer umsetzen darf. Und ein ebenso großes Danke ging und geht an die Bürger*innen, für die Ideen, die Kritik, das Interesse und die manchmal nötige Geduld.

Dann gab es Abschiedsworte für Daniela Zengel, die vor sechs Jahren als eine der ersten Frauen in den Gemeinderat kam und damit für neue Perspektiven und eine moderne Politik stand. Eine geschätzte Kollegin, die sich mit Herz und Verstand, immer ruhig und konstruktiv, in unsere Arbeit eingebracht hat. Wir schließen uns den Worten von Michael an, sagen Danke für die gute Zusammenarbeit und ergänzen: Wir werden dich sehr vermissen, liebe Dani, vor allem die „Langhaarfraktion“ 😉 !

Es folgten die Abschiedsworte für Thomas Scheiter, der 24 Jahre lang im Gemeinderat tätig war. Er hat viele Maßnahmen der letzten Jahrzehnte geprägt und war, vor allem wenn es um Bauliches ging, unser Anker, der immer schon pragmatische Lösungen vorgestellt hat, während andere noch dabei waren, sich einen Überblick zu verschaffen. Das wird uns fehlen! Auch hier können wir Michael nur beipflichten.

Tja, und dann gab es noch die Abschiedsworte für unseren Klaus Heß. 36 Jahre lang hat er sich als Gemeinderat engagiert und so Hausen über eine sehr lange Zeit unermüdlich mitgestaltet. In zahlreichen Ausschüssen aktiv, eine Amtsperiode lang 3. Bürgermeister, seit sehr langer Zeit Fraktionsvorsitzender vom HBB – eine Menge Verantwortung, die er immer ohne viele Worte übernommen hat. Seine Fairness war und ist immer geschätzt, sein Rat wurde und wird auch sicher weiterhin oft eingeholt. Bei diesen Worten konnten wir ebenfalls herzlich in den Beifall einstimmen. Wir werden dich ganz doll in unserer Runde vermissen!   

Nach all den Dankes- und Abschiedsworten haben wir diese Wahlperiode bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen lassen.

Eigentlich werden wir unseren Klaus nicht nur in Zukunft vermissen, sondern wir haben ihn schon in den letzten Wochen vermisst. Deshalb widme ich ihm jetzt mal meinen letzten Absatz. Momentan befindet sich Klaus auf Reha, um sich für unser Abschiedsgeschenk zu stärken. Das heißt, dass unsere Fraktionssitzung ohne ihn stattfand. Wir bekommen ja immer vorab alle Infos über ein Computerprogramm. Nur Klaus druckt all die Seiten aus und hat sie als Sitzungsgrundlage immer parat. So wollten wir also anfangen, uns zu besprechen und dann war ganz schnell zu hören: „Oh nein! Der Klaus ist nicht da! Was steht eigentlich auf der Tagesordnung?“ Keine Angst, wir haben eine Lösung gefunden, aber das war ein wunderbares Beispiel dafür, dass es jetzt nicht mehr so ist, wie es die ganze Zeit war, dass sich Rollen ändern müssen und dass du, Klaus, einfach fehlst. Wir schicken dir ganz herzliche Grüße: Pass auf dich auf und erhole dich gut!

Tamara Suffel



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