
Vom 21. bis 30. September 2026 führte die diesjährige Seniorenreise der Gemeinde Aschheim auf die griechische Partnerinsel Leros. Insgesamt 51 Seniorinnen und Senioren erlebten zehn abwechslungsreiche Tage voller herzlicher Begegnungen, kultureller Einblicke und beeindruckender Landschaften. Organisiert wurde die Reise mit viel Herzblut vom Sachgebiet Partnerschaften rund um Katrin Miroslaw, Eleni Dimopoulou und Geschäftsleiter Christian Schürer. Begleitet wurde die Reisegruppe von Drittem Bürgermeister Georg Hornburger. In der zweiten Reisehälfte schloss sich auch Erster Bürgermeister Florian Meier der Gruppe an.
Bereits zu Beginn wurden die Aschheimer Gäste herzlich im Rathaus von Leros empfangen. Anschließend standen mit der Hauptkirche in Platanos, dem Hafen von Agia Marina und der Kirche Panagia Kastrou, die sich auf einem Burggelände in Leros befindet, erste kulturelle Höhepunkte auf dem Programm.
Ein weiterer Besuch führte zur Sozialgenossenschaft KOISPE. Die Einrichtung verbindet soziale Teilhabe und berufliche Rehabilitation mit wirtschaftlichen Tätigkeiten. Dazu gehört der Anbau aromatischer Kräuter sowie die Verarbeitung und Abfüllung des bekannten Leros-Honigs „Artemis“. Die Teilnehmenden erhielten dabei Einblicke in ein besonderes Projekt, das soziale Verantwortung und regionale Erzeugnisse miteinander verbindet.
Auch das Vereinsleben auf Leros durfte nicht fehlen. Die Reisegruppe besuchte den Kulturverein „Artemis“, mit seinem Vorsitzenden Antonios Dallaris, der sich seit Jahrzehnten für die Bewahrung und Weitergabe griechischer Traditionen, insbesondere durch Musik, Tanz und Brauchtum, engagiert. Beim Sozialverein „Frauen ohne Grenzen“ erhielten die Gäste Einblicke in das ehrenamtliche Engagement des Vereins unter der Leitung seiner Vorsitzenden Anna Tachliabouri, das insbesondere Familien in Not sowie Kindern in schwierigen Lebenssituationen zugutekommt.
Neben diesen Begegnungen bot die Reise Gelegenheit, die landschaftliche Schönheit der südlichen Ägäis zu genießen. Ein Ausflug auf die Nachbarinsel Patmos mit anschließender Inselrundfahrt eröffnete weitere Eindrücke von der vielfältigen Inselwelt.
Ein besonders bewegender Programmpunkt war die Teilnahme an der Gedenkfeier in der Hafenstadt Lakki auf Leros. Am 26. September 1943 wurde dort der griechische Zerstörer „Vasilissa Olga“ während eines deutschen Luftangriffs versenkt. 72 Besatzungsmitglieder, darunter der Kommandant, verloren ihr Leben. Die jährliche Gedenkfeier erinnert an die Opfer und die schweren Kämpfe auf Leros während des Zweiten Weltkriegs. Für die Aschheimer Reisegruppe war es eine besondere Ehre, an der Zeremonie teilzunehmen und an der Untergangsstelle auf See gemeinsam mit den Anwesenden der Gefallenen zu gedenken.
Weitere bewegende Momente waren die Kranzniederlegung am deutschen Mahnmal sowie der Besuch im Patriarchion, wo die Gruppe von Metropolit Paisios und Bischof Stefanos empfangen wurde. Ein weiterer Höhepunkt war die Einladung zum gemeinsamen Abendessen durch den Bürgermeister von Leros, Timotheos Kottakis, der sich Zeit für persönliche Gespräche und Fragen nahm.
Die Seniorenreise zeigte einmal mehr, wie lebendig und wertvoll die Partnerschaft zwischen Aschheim und Leros ist. Neben den kulturellen und geschichtlichen Eindrücken waren es vor allem die persönlichen Begegnungen und die herzliche Gastfreundschaft, die diese Reise besonders machten.
Ein großer Dank gilt allen Gastgeberinnen und Gastgebern auf Leros sowie dem engagierten Verwaltungsteam, das mit seiner sorgfältigen Organisation und persönlichen Betreuung maßgeblich zum Gelingen dieser besonderen Reise beigetragen hat.
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