Im Eckentaler Rathaus ist das Stück „Das Ich verreist“ zu sehen. Dabei geht es um einen Menschen mit Demenz und die Folgen dieser Erkrankung.
Der vierte Eckentaler Seniorentag erhält am Samstag, 25. April, einen künstlerischen Start. Nach einer kurzen Begrüßung um 10.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses führt dort das Theater „DAS BAUMANN“ das Stück „Das Ich verreist“ auf. Im Mittelpunkt steht die Person eines Menschen, der an Demenz erkrankt ist. Dieses Ich wird dargestellt von zwei Personen, dem Sammler und dem Ordner. Der Sammler bewahrt Eindrücke und Erinnerungen, die der Ordner säuberlich an einer Leine abheftet. So werden die Sinneseindrücke verarbeitet und aufgehoben. Alle Menschen kennen es, dass dabei Fehler passieren – dann fällt uns auf die Schnelle ein Vorname nicht ein oder wir sind uns nicht sicher, ob wir zuhause wirklich den Herd und das Bügeleisen ausgeschaltet haben. Doch dem Ich passiert eines Tages etwas Unerhörtes: Der Ordner beginnt, die gesammelten Bilder wieder von der Wäscheleine abzunehmen. Statt sie zu bewahren, nimmt er sie mit auf eine Reise.
Das Theaterstück wurde vor dem Hintergrund geschrieben, dass Angehörige und selbst erfahrene Pflegekräfte es oft schwer finden, mit den Reaktionen eines Menschen mit Demenz umzugehen. Das Theater will diesen Menschen helfen, unbeschwerter und verständnisvoller damit umgehen zu können.
Der Eckentaler Seniorentag findet zum vierten Mal statt und steht unter dem Motto „Demenz – verstehen, Wege finden, Strategien für den Alltag“. Alle Infos und das gesamte Programm finden Sie unter www.eckental.de. Ansprechpartnerin für alle Fragen zum Thema „demenzsensible Kommune“ ist im Rathaus Sylvia Steinbach, sylvia.steinbach@eckental.de, (0 91 26) 903- 241.
