Erster Bürgermeister Achim Höfling eröffnete am 05.05.2026 um 19:30 Uhr die konstituierende Sitzung des Gemeinderates, begrüßte alle Anwesenden, stellte die ordnungsgemäße Ladung und Beschlussfähigkeit des Gemeinderates fest. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen. Die Gemeinderatssitzung endete mit einem nichtöffentlichen Sitzungsteil.
Anwesende Gemeindräte
Achim Höfling, Markus Bähr, Christine Binner, Christina Gold, Nico Harde, Kilian Häusler, Florian Hoßmann, Theresa Jansen, Susanne Keller, Holger König, Daniel Lambrecht, Thomas Obert, Thomas Reitz, Martin Scheuner, Martina Utsch, Franziska Wolf, Steffen Zöller
Abwesende und entschuldigte Personen: -
1 Begrüßung und Einführung durch Bürgermeister Achim Höfling
Erster Bürgermeister Achim Höfling eröffnet die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats und begrüßt neben den Mitgliedern des Gemeinderates zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Frieda Wecklein von der Main-Post.
In einer kurzen Ansprache wendet sich der Bürgermeister an den Gemeinderat: Für die neuen Mitglieder beginne eine neue Aufgabe, während andere ihre bisherige Arbeit fortführten. Gemeinsam starte man als neues Team mit Verantwortung für die Gemeinde in den kommenden sechs Jahren.
Anschließend zitiert er aus einem Zeitungsartikel zum Thema „Schwarmintelligenz“, dessen Inhalte relevant für die Arbeit des Gemeinderats seien. Studien hätten gezeigt, dass erfolgreiche Teams nicht von der durchschnittlichen Klugheit der Mitglieder abhängen, sondern davon, dass sich alle Mitglieder mit ihren unterschiedlichen Perspektiven einbringen, dass sie gegenseitiges Verständnis aufbringen und dass sie möglichst vielfältig seien. Diese drei Punkte wären die wichtigsten Voraussetzungen für gute Entscheidungen.
Mit Blick auf den neuen Gemeinderat hebt er die große Vielfalt hinsichtlich Alter, Geschlecht und beruflicher Hintergründe hervor. Diese unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen seien eine große Stärke und ermöglichten ausgewogene Lösungen für die gesamte Gemeinde. Der Bürgermeister betont, dass alle Mitglieder von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt worden seien und daher jede Stimme im Gremium zähle. Besonders die neuen Mitglieder ermutigt er, sich aktiv einzubringen und ihre Meinung zu äußern.
Abschließend freut er sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren und wünscht dem Gemeinderat eine gute, vertrauensvolle und konstruktive gemeinsame Zeit.
2 Vereidigung der neu gewählten Gemeinderatsmitglieder
Erster Bürgermeister Achim Höfling vereidigt die neuen Gemeinderatsmitglieder Christine Binner, Christina Gold, Kilian Häusler, Theresa Jansen, Martin Scheuner, Franziska Wolf und Steffen Zöller. Sie alle sprechen folgende Eidesformel:
„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre, den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen (so wahr mir Gott helfe).“
3 Beratung und Beschluss über die Zahl der weiteren Bürgermeister
Gemäß Art. 35 Abs. GO muss der Gemeinderat einen oder zwei weitere ehrenamtliche Bürgermeister wählen. Seit Gründung der Einheitsgemeinde waren aufgrund der zahlreichen Aufgaben des Ersten Bürgermeisters immer zwei Stellvertreter bestellt. Die Zweiten und Dritten Bürgermeister vertreten den Ersten Bürgermeister im Fall seiner Verhinderung, also im Krankheits- und Urlaubsfall sowie bei parallel stattfindenden Veranstaltungen in der Gemeinde.
Beschluss:
Das Gremium stimmt dafür, für diese Legislaturperiode zwei weitere Bürgermeister zu wählen.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
4 Wahl der weiteren Bürgermeister und deren Vereidigung
Erster Bürgermeister Achim Höfling fragt das Gremium nach Vorschlägen für den Stellvertreterposten. Thomas Reitz ergreift für die Freien Wähler das Wort und erklärt, dass es nach der Kommunalwahl am 8. März intern viele Stimmen gab, die forderten, dass die Freien Wähler mit ihrer Mehrheit im Gemeinderat nun sowohl den Zweiten und Dritten Bürgermeister stellen sollten. Dies entspräche aber nicht dem Wählerwillen, weswegen er ankündigt, dass der Posten des Zweiten Bürgermeisters von den Freien Wählern beansprucht wird und der Dritte Bürgermeister aus den Reihen der CSU kommen solle. Er schlug Steffen Zöller für das Amt des Zweiten Bürgermeisters vor.
Florian Hoßmann erklärt für die CSU, dass sie gerne den Zweiten Bürgermeister aus ihren Reihen gestellt hätte. Da die Freien Wähler den Stellvertreterposten für sich beanspruchen, schlägt die CSU als Zweiten Bürgermeister Thomas Reitz von den Freien Wählern vor. Hintergrund sei der Wunsch, dass der obere Bachgrund bei der Stellvertreterwahl berücksichtigt wird, wie auch in den Legislaturperioden zuvor.
Vor Beginn der Wahlhandlung wird ein Wahlausschuss bestehend aus Achim Höfling, Geschäftsleiter Sebastian Heun und Verwaltungsangestellter Karin Wankel gebildet.
Bei der schriftlichen und geheimen Wahl des Zweiten Bürgermeister geben alle 17 Mitglieder des Gemeinderats einen gültigen Stimmzettel ab. Die Wahl bringt folgendes Ergebnis:
Steffen Zöller (FW): 9 Stimmen
Thomas Reitz (FW): 8 Stimmen
Somit ist Steffen Zöller zum Zweiten Bürgermeister (erster Stellvertreter) gewählt. Steffen Zöller nimmt die Wahl an und bedankt sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Für die Wahl des Dritten Bürgermeister schlägt Florian Hoßmann für die CSU Gemeinderat Nico Harde vor. Die Freien Wähler verzichten auf einen Vorschlag. Erneut geben alle 17 Mitglieder des Gemeinderats einen gültigen Stimmzettel ab. Die Wahl bringt dieses Ergebnis:
Nico Harde (CSU): 17 Stimmen
Somit ist Nico Harde zum Dritten Bürgermeister (zweiter Stellvertreter) gewählt. Nico Harde nimmt die Wahl an und bedankt sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Im Anschluss vereidigt der Bürgermeister seine zwei Stellvertreter Steffen Zöller und Nico Harde nach Art. 27 Abs. 1 und 2 KWBG.
5 Beratung und Beschluss über die Geschäftsordnung des Gemeinderates
Die Geschäftsordnung beinhaltet die Spielregeln für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Gemeinderat und mit der Verwaltung. Der Bürgermeister stellt den Entwurf vor, der im Wesentlichen dem „Geschäftsordnungsmuster für kleine Kommunen“ entspricht, das der Bayerische Gemeindetag in den letzten Monaten erarbeitet hat.
Kernpunkte sind:
§ Zuständigkeit von Gemeinderat bzw. Bürgermeister
§ Einrichten von Ausschüssen
§ Ablauf der Gemeinderatssitzungen
§ Form und Frist für die Einladung zur Gemeinderatssitzung
§ Bekanntmachung von Satzungen
§ Abhalten von Bürgerversammlungen
Bei der Zuständigkeit des Bürgermeisters weicht der Entwurf von der Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetags in drei Punkten ab:
§ Der Gemeindetag empfiehlt, dem Bürgermeister eine Bewirtschaftungsbefugnis von Haushaltsmitteln von 6 - 8 € pro Einwohner einzuräumen. Das wären in der Gemeinde Eußenheim 18.000 bis 24.000 €. Im Geschäftsordnungsentwurf sind es nur 15.000 €, statt bislang 12.500 €.
§ Grundbuchrelevante Rechtsgeschäfte ohne grundsätzliche Bedeutung, wie z.B. Rangrücktrittserklärungen fielen zukünftig ausdrücklich in die Zuständigkeit des Bürgermeisters. Bislang gab es hierzu keine Regelung, bis zu einem Personalwechsel im Grundbuchamt wurden solche Erklärungen und Rechtsgeschäfte immer vom Bürgermeister erledigt. Das örtliche Notariat schlug vor, diese Regelung als Klarstellung in die Geschäftsordnung aufzunehmen.
§ Die Benennung und Abberufung von namentlich benannten Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragen soll zukünftig ausdrücklich in die Zuständigkeit des Bürgermeisters fallen. Das ist eine Empfehlung von der Firma Actago, die diese Beauftragten für uns stellt. Sollte sich bei dem Unternehmen intern die Zuständigkeit ändern, kann der Bürgermeister dies zukünftig selbstständig bestätigen.
Gemeinderat Florian Hoßmann nimmt für die CSU wie folgt Stellung:
§ zu Punkt 2 „grundbuchrelevante Rechtsgeschäfte“: Dem Nachweis über die Vertretungsbefugnis des Ersten Bürgermeisters stimmt die CSU nicht zu, da sie wünscht, dass der Gemeinderat über diese Entscheidungen informiert ist.
§ zu Punkt 3 „Benennung und Abberufung von namentlich benannten Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragen“: Hier stimmt die CSU ebenfalls nicht zu, da auch hier der Gemeinderat im Vorfeld informiert sein solle, um welche Person es sich handelt. Der zuständigen Firma sollte schon im Voraus ein Mitarbeiterwechsel bekannt sein, was dem Gemeinderat genügend Zeit gibt, dies in der nächsten Sitzung zu behandeln.
Achim Höfling fragte, ob der CSU bei Punkt 2, z.B. bei einem Rangrücktritt, nicht eine Information im Nachgang reichen würde. Dies wurde von Gemeinderat Florian Hoßmann bejaht. Ein entsprechender Satz wird in der Geschäftsordnung ergänzt.
Nach einer ausführlichen Diskussion zum Thema Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragen stimmt der Gemeinderat über die Frage der Zuständigkeit ab:
11 Stimmen für die Zuständigkeit beim Gemeinderat
6 Stimmen für die Zuständigkeit beim Bürgermeister
Im Vergleich zur alten Geschäftsordnung enthält der Entwurf der neuen mehrere Änderungen bei den Ausschüssen:
§ kein Jugend-, Alten- und Sozialausschuss, da dieser in den letzten sechs Jahren nie getagt hat
§ Rechnungsprüfungsausschuss nur noch mit 5 statt bisher 7 Mitgliedern. Dadurch sei ein effizienteres Arbeiten bei der Kassenprüfung an den nur 3 vorhandenen PCs möglich. Die Gemeindeordnung gibt 3 bis 7 Mitglieder vor. Vorgeschrieben ist der Ausschuss aber nur für Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern.
§ ein beschließender Bauleitplanungsausschuss, um die sehr langwierige und formalistische Vorstellung von Stellungnahmen und deren Berücksichtigung aus dem Gemeinderat auszulagern
Gemeinderat Florian Hoßmann stimmt für die CSU der Einrichtung eines beschließenden Bauleitplanungsausschusses nicht zu, da die Behandlung der Stellungnahmen dann für den Bürger nicht transparent sei. Weiterhin sieht die CSU keine Zeitersparnis für Gemeinderat und Bürgermeister. Außerdem sollten alle Gemeinderäte über gemeindliche Projekte im Bilde sein. Bei dem Besuch zuständiger Planungsbüros in einer Sitzung können Fragen und Probleme direkt und auf kurzem Weg geklärt werden.
In einer Abstimmung stimmen alle 17 Gemeinderatsmitglieder gegen die Einrichtung eines beschließenden Bauleitplanungsausschuss.
Susanne Keller plädiert dafür, wieder einen Jugend-, Sozial- und Seniorenausschuss einzurichten. Sie habe gute Ideen, die sie beschäftigen und welche sie einbringen möchte. Achim Höfling fragte, ob dafür ein Ausschuss nötig sei oder ob man diese Ideen nicht besser im Gremium oder in einer Arbeitsgruppe behandeln sollte. Thomas Obert argumentiert, dass die Einrichtung eines Ausschusses in der Geschäftsordnung keine Nachteile mit sich bringt. Gemeinderätin Christine Binner erkundigte sich nach dem Unterschied zwischen Team und Ausschuss. Im Ausschuss ist man freier in der Handhabe.
In einer Abstimmung stimmen daraufhin 13 von 17 Gemeinderatsmitgliedern für die Einrichtung eines Jugend-, Sozial- und Seniorenausschusses.
Weitere drei Änderungen im Vergleich zur alten Geschäftsordnung sind vorgeschlagen:
Die Gemeinderäte sollen die Einladung zur Sitzung schon am Mittwoch (statt wie bislang am Freitag) erhalten. Das soll eine bessere Vorbereitung ermöglichen. Nachträge zur Tagesordnung sollen bis Freitag möglich sein.
Susanne Keller fragt, ob das Gremium im Falle eines Nachtrages zur Tagesordnung informiert wird. Ja, sie werden per E-Mail benachrichtigt. Einwände gegen den Vorschlag gibt es nicht.
Florian Hoßmann schlägt vor, dass nicht mehr wie bislang für jedes Ausschussmitglied eine konkrete Ersatzperson benannt wird, sondern jede Partei eine Liste mit Nachfolgern benennt. In der festgelegten Reihenfolge kann dann ein Nachrücker benachrichtigt werden. So kann es nicht mehr so leicht vorkommen, dass Ausschusssitzungen unterbesetzt sind. Nach einem kurzen Austausch von Argumenten stimmt das Gremium der Nachrückerregelung zu.
Außerdem wurde der Mittwoch als regulärer Sitzungstag vorgeschlagen (statt bislang der Dienstag). Thomas Obert bevorzugt den Dienstag als Sitzungstag und fragt nach dem Grund für die Verlegung. Susanne Keller erklärt, dass sie für ein Jahr am Dienstag verhindert ist und deshalb eine Verlegung auf den Mittwoch anregte. In einer Umfrage sprechen sich 11 der 17 Gemeinderäte dafür aus, dass die Sitzungen ein Jahr lang am Mittwoch stattfinden.
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die vorgestellte Geschäftsordnung mit den besprochenen Änderungen.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
6 Beratung und Beschluss über die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts
Die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts legt die organisatorischen und strukturellen Punkte fest, die die Bayerische Gemeindeordnung (GO) den Gemeinden zur eigenen Ausgestaltung überlässt. Sie ergänzt die GO auf kommunaler Ebene und schafft klare, verbindliche Regeln für die Arbeit des Gemeinderats und seine Organe.
Kernpunkte in der Satzung der Gemeinde Eußenheim sind:
§ Bürgermeister ist hauptamtlich tätig
§ es werden folgende beratende Ausschüsse eingerichtet:
- Personalausschuss mit Bürgermeister und 6 Mitgliedern
- Bauausschuss mit Bürgermeister und 6 Mitgliedern
- Jugend-, Sozial- & Seniorenausschuss mit Bürgermeister und 6 Mitgliedern
- Rechnungsprüfungsausschuss mit gewähltem Vorsitzendem und 4 Mitgliedern
§ das Sitzungsgeld beträgt 40 €; Verdienstausfälle für die Teilnahme an Sitzungen werden entschädigt
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die vorgestellte Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
7 Beratung und Beschluss über die Besetzung der Ausschüsse
Entsprechend dem Stärkeverhältnis im Gemeinderat hat jede der zwei im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen – neben dem Vorsitzenden – ein Vorschlagsrecht für gleich viele Mitglieder. Vorsitzender ist laut Art. 33 Abs. 2 Satz 1 der Bürgermeister, beim Rechnungsprüfungsausschuss wird er vom Gemeinderat bestimmt. Folgende Vertreter werden von CSU bzw. Freien Wähler nominiert:
1. Personalausschuss
- CSU: Nico Harde, Florian Hoßmann, Thomas Obert
(Nachrücker: 1. Markus Bähr, 2. Daniel Lambrecht, 3. Susanne Keller)
- FW: Steffen Zöller, Christine Binner, Martina Utsch
(Nachrücker: 1. Christina Gold, 2. Thomas Reitz, 3. Kilian Häusler)
2. Bauausschuss
- CSU: Daniel Lambrecht, Markus Bähr, Martin Scheuner
(Nachrücker: 1. Florian Hoßmann, 2. Franziska Wolf, 3. Nico Harde)
- FW: Christina Gold, Kilian Häusler, Holger König
(Nachrücker: 1. Steffen Zöller, 2. Martina Utsch, 3. Christine Binner)
3. Jugend-, Sozial- & Seniorenausschuss:
- CSU: Nico Harde, Susanne Keller, Thomas Obert
(Nachrücker: 1. Franziska Wolf, 2. Markus Bähr, 3. Martin Scheuner)
- FW: Martina Utsch, Christina Gold, Theresa Jansen
(Nachrücker: 1. Kilian Häusler, 2. Holger König, 3. Thomas Reitz)
4. Rechnungsprüfungsausschuss:
Als Vorsitzende/n schlägt Florian Hoßmann für die CSU Susanne Keller vor. Holger König schlägt für die Freien Wähler Thomas Reitz vor. Die Entscheidung fällt per Akklamation:
Susanne Keller 8 Stimmen
Thomas Reitz 9 Stimmen
Als Stellvertreter schlägt Florian Hoßmann für die CSU Markus Bähr vor. Die Freien Wähler verzichten auf einen Vorschlag. Die Entscheidung fällt per Akklamation:
Markus Bähr 17 Stimmen
Somit ist Thomas Reitz (FW) Vorsitzender und Markus Bähr (CSU) stellvertretender Vorsitzender. Als weitere Mitglieder wurden nominiert:
- CSU: Franziska Wolf (Nachrücker: 1. Susanne Keller, 2. Martin Scheuner)
- FW: Theresa Jansen, Holger König (Nachrücker: 1. Martina Utsch, 2. Kilian Häusler)
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die vorgeschlagene Besetzung der Ausschüsse.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
8 Beratung und Beschluss über die Bestellung von Verbandsräten für den Zweckverband zur Wasserversorgung „Hundsbacher Gruppe“
Der Zweckverband zur Wasserversorgung Hundsbacher Gruppe betreibt drei Tiefbrunnen bei Hundsbach und liefert das dort gewonnene Trinkwasser über mehrere Hochbehälter in Wasserübergabeschächte von elf Ortschaften. Ab dort liegt die Verantwortung für die Verteilung des Wassers über die Ortsnetze bis zu den Zählern der Endverbraucher in der Verantwortung der Gemeinde Eußenheim (alle Ortschaften), der Stadt Arnstein (Sachserhof, Büchold, Altbessingen) und der Stadtwerke Hammelburg (Gauaschach). Vorsitzender des Zweckverbandes ist traditionell der Bürgermeister von Hundsbach, aktuell also Achim Höfling. Die Verwaltung des Zweckverbands ist der Gemeinde Eußenheim übertragen. Die Verbandsversammlungen finden in der Regel ein bis zwei Mal pro Jahr statt.
Florian Hoßmann schlägt für die CSU folgende Verbandsräte vor:
§ Florian Hoßmann
§ Martin Scheuner
§ Daniel Lambrecht
§ Suanne Keller
Als Nachrücker nominiert er 1. Franziska Wolf, 2. Markus Bähr, 3. Nico Harde und 4. Thomas Obert
Thomas Reitz schlägt für die Freien Wähler folgende Verbandsräte vor:
§ Kilian Häusler
§ Martina Utsch
§ Christine Binner
§ Thomas Reitz
Als Nachrücker nominiert er 1. Holger König, 2. Theresa Jansen, 3. Christina Gold und 4. Steffen Zöller.
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die vorgeschlagene Bestellung der Verbandsräte im Wasserzweckverband Hundsbacher Gruppe.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
9 Beratung und Beschluss über die Benennung von zwei Jugendbeauftragten
Seit 1996 wurden vom Gemeinderat jeweils zwei Jugendbeauftragte bestellt, die auch Ansprechpartner für den Landkreis Main-Spessart sind.
Florian Hoßmann schlägt für die CSU Franziska Wolf vor.
Thomas Reitz schlägt für die Freien Wähler Christina Gold vor.
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die Benennung von Christina Gold und Franziska Wolf als Jugendbeauftragte der Gemeinde Eußenheim.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
10 Beratung und Beschluss über die Benennung von zwei Seniorenbeauftragten
In der letzten Legislaturperiode wurde Martina Utsch als Seniorenbeauftragte und Vertreterin der Gemeinde im Kreisseniorenrat bestellt. Nun sollen zwei Personen als Seniorenbeauftragte benannt werden.
Florian Hoßmann schlägt für die CSU Thomas Obert vor.
Thomas Reitz schlägt für die Freien Wähler Martina Utsch vor.
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt für die Benennung von Martina Utsch und Thomas Obert als Seniorenbeauftragte der Gemeinde Eußenheim.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
|
11 |
Beratung und Beschluss über die Vorgehensweise bei der Wahl der Ortssprecher für Münster |
Aus dem Gemeindeteil Münster gelang es keinem Gemeinderatskandidaten in das Gremium gewählt zu werden. Die Gemeindeordnung sieht in Art. 60 a vor, dass aus solchen Ortsteilen ein Ortssprecher an allen Gemeinderatsitzungen mit beratender Stimme teilnehmen und Anträge stellen kann.
Voraussetzung dafür ist, dass der Ortsteil mindestens bis 1952 eine eigenständige Gemeinde war, was auf Münster – jedoch nicht auf Schönarts – zutrifft. Außerdem muss entweder ein Drittel der Bevölkerung des jeweiligen Ortes eine Ortssprecherwahl beantragen oder der Gemeinderat eine solche Wahl beschließen.
Susanne Keller erkundigt sich nach dem Prozedere bei so einer Wahl. Liegen die Voraussetzungen vor, beruft der Bürgermeister eine Ortsversammlung ein, bei der in geheimer, schriftlicher Wahl gewählt wird. Stimmberechtigt sind dabei alle Personen ab dem 18. Lebensjahr, die ihren Wohnsitz in Münster haben. Gewählt werden können nur Personen aus Münster, die bei der Ortsversammlung anwesend sind.
Beschluss:
Der Gemeinderat stimmt dafür, dass für diese Legislaturperiode ein Ortssprecher oder eine Ortssprecherin für Münster gewählt wird.
Einstimmig beschlossen Ja 17 Nein 0
Die Ortssprecherwahl Münster findet am Montag, den 8. Juni 2026 um 18.00 Uhr im Sportheim des SV Bühler/Münster statt.
12 Beratung und Beschluss über die Bestellung des Bürgermeisters zum Eheschließungsstandesbeamten
Damit Bürgermeister Achim Höfling Eheschließungen durchführen darf, muss er zu Beginn jeder Legislaturperiode vom Gemeinderat zum Standesbeamten für Eheschließungen bestellt werden.
Beschluss:
Das Gremium stimmt dafür, Ersten Bürgermeister Achim Höfling zum Eheschließungsstandesbeamten zu bestellen.
Einstimmig beschlossen Ja 16 Nein 0
Gemäß Art. 49 GO kann Achim Höfling wegen persönlicher Beteiligung an der Beratung und Abstimmung nicht teilnehmen.
13 Informationen aus der Verwaltung
Sitzungstermine
Dies sind die voraussichtlichen Sitzungstermine bis Anfang September 2026:
§ Dienstag, 19.05.2026
§ Dienstag, 09.06.2026
§ Mittwoch, 01.07.2026
§ Mittwoch, 22.07.2026 Waldbegang
§ Mittwoch, 29.07.2026
§ Mittwoch, 09.09.2026
Florian Hoßmann ist der Meinung, dass vorab geprüft werden solle, ob ein Gemeinderatsmitglied bei persönlicher Betroffenheit mitreden darf. Der Bürgermeister sieht die Verantwortung hierzu bei jedem selbst.
Markus Bähr erinnert an die vorletzte Sitzung, in der von Komplikationen am Windpark bei Hundsbach die Rede war. Er regt an, den Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen diesbezüglich auf den neuesten Stand zu bringen und zu erläutern, welche Probleme es gibt. Der Bürgermeister hat bereits geplant, den Gemeinderat auf den neuesten Stand zu bringen, sowohl in Bezug auf die Windräder, als auch auf den Bauhof, die Liegenschaften der Gemeinde und andere Themen.
Mit Dank für die gute Mitarbeit schloss Erster Bürgermeister Achim Höfling um 20:45 Uhr den öffentlichen Sitzungsteil der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates.
