Gleich doppelten Grund zum Feiern hatten die Stockschützen : das 30-jährige Vereinsbestehen und die Einweihung des Anbaus ihrer Halle.
Den Auftakt bildete ein Gottes- dienst um 10 Uhr in der St.-Michael Kirche, zelebriert durch Pfarrer Wolfgang Reincke und Diakon Pascal Gläser. Für die gesangliche Umrahmung zeichnete der Chor Laudamus" verantwortlich.
Anschließend ging's weiter zum Sportgelände . In der Stockschützenhalle wo sonst Stöcke über den Asphalt schlittern, hatte man den Boden mit Brettern abgedeckt und Tisch-Garnituren für rund 200 Gäste aufgestellt.
Zu Beginn des offiziellen Teils segnete Pfarrer Wolfgang Reincke nicht nur die neuen Räume im Anbau der Stockschützenhalle, sondern auch alle Besucher der Einweihungsfeier.
Dann begrüßte Vorsitzende Waltraud Holzmüller die Anwesenden. Dies waren neben den Stockschützen auch Abordnungen von Feuerwehr, Frauenverein, Altenclub und Tennisverein sowie Freunde und Unterstützer.
Bürgermeister Wolfgang Schmid gratulierte in seinem Grußwort dem Verein zum Jubiläum und zum gelungenen Anbau. Mit Letzterem habe er eine Meisterleistung vollbracht. Die „Location" könne vielfältig durch die Dorfgemeinschaft genutzt wer den. Auch deshalb hätte die Marktgemeinde einen ungewöhnlich hohen Zuschuss von 50 000 Euro beigesteuert. Als Gastgeschenk zum Jubiläum übergab er an die Vorsitzende noch ein Kuvert mit einer weiteren Zuwendung.
Josef Manzinger, stellvertreten- der Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), war auch nicht mit leeren Händen gekommen. Er dankte den Vorständen, Trainern, Aktiven und allen, die sich im Verein einbringen, für ihr Engagement. Mit diesem Anbau wurde Großes geleistet, sagte er. Deshalb habe der BLSV auch für die sanitären Anlagen einen Zuschuss von 28 100 Euro gewährt. Speziell zum Vereinsjubiläum hatte Manzinger eine Erinnerungsurkunde mitgebracht, die er an Waltraud Holzmüller überreichte.
Im Anschluss wurde das Mittagessen aufgetragen.
Am Nachmittag wurden alle Vereinsmitglieder mit langjähriger Vereinszugehörigkeit mit einer Urkunde geehrt.
Auch der Frauenverein und der Seniorenclub gratulierte zum Vereinsjubiläum und zum gelungenen Anbau und überreichten auch Geschenke.
Der gesellige Teil klang mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen aus.
Beim Einweihungsfest konnte man auf einem Fernseh Monitor und an einer Bilderwand die ganze Vereins und Baugeschichte in Fotos revue passieren lassen.
Details zur Baumaßnahme:
Bereits im Frühjahr 2024 ging's mit dem Anbau los. Dort befinden sich behindertengerechte Toiletten, Vorratsräume, die Theke und eine moderne Küche. Nachfolgend wurde der Vorraum zum Gastraum bzw. Vereinsheim umgestaltet und mit einer gläsernen Wand von der eigentlichen Sporthalle abgetrennt. Bisher fanden die geselligen Treffen der Stockschützen im separaten Quergebäude am Waldrand statt. Allerdings war es zu klein, denn bei der Ausrichtung von Turnieren mit sieben Teams
So präsentiert sich die Stockschützenhalle jetzt: Der vordere Teil bis zum ersten Stützpfeiler dient als Gastraum. Im hinteren Teil des Gebäudes
befinden sich nach wie vor die Stockbahnen.
Die Arbeit wurde durch die Mitglieder in Form einer Meisterbaustelle unentgeltlich verrichtet. Dazu erhielt der Verein viele Spenden von den am Bau beteiligten Firmen.
Ein weiterer Grund: In Zimmern gibt's für Veranstaltungen keinen Wirt mehr. Durch den Umbau ist dieses Problem nun behoben, denn das Vereinsheim kann auch von anderen Gruppen oder für private Feiern der Vereinsmitglieder gebucht werden. Bereits jetzt wird der Vorraum regelmäßig vom Altenclub genutzt. Zuvor hatten sich die Senioren ins Feuerwehrhaus quetschen müssen. Allerdings benötigte man mindestens 40 bis 50 Sitzplätze, die es dort nicht gab.
Seit Jahresbeginn ist der Anbau in Betrieb, Letzte Arbeiten, insbesondere die Gestaltung der Außenanlagen, dauerten noch bis zum Frühjahr.
