Mit einer ungewöhnlichen Einsatzmeldung wurden die EinsatzkrÀfte der Feuerwehr am Samstagmorgen um 4:35 Uhr in die KlÀranlage der Stadt Volkach alarmiert.
Vor Ort angekommen stellte sich heraus, dass aufgrund eines technischen Defekts circa 300mÂł KlĂ€rschlamm in den Keller des GebĂ€udes gelaufen sind. Eine unbekannte Menge an KlĂ€rschlamm befand sich zu dem Zeitpunkt noch im Faulturm und drĂŒckte durch die Schadstelle in den Keller nach.
Als ErstmaĂnahme wurden mit GasmessgerĂ€ten im GebĂ€ude verschiedene Messungen durchgefĂŒhrt, um den Methangehalt festzustellen. Dieser stellte sich jedoch glĂŒcklicherweise als unproblematisch heraus, da mit Hilfe eines HochdrucklĂŒfters der Feuerwehr Frischluft in das GebĂ€ude geblasen wurde.
Parallel dazu wurden BĂŒrgermeister Heiko BĂ€uerlein, das Wasserwirtschaftsamt und weitere Fachbehörden ĂŒber den Vorfall informiert, um alle MaĂnahmen gemeinsam abzustimmen.
Spezielle Hochwasserpumpen, die sich auch zum Fördern von Schlamm eignen, wurden in Stellung gebracht, damit die schwarze Masse in ein circa 100 Meter entferntes Becken gepumpt werden konnte. AuĂerdem wurde eine Fachfirma herangezogen, die mit einem spezialisierten Saugwagen unterstĂŒtzte.
Alles in allem dauerten die Pumparbeiten circa acht Stunden, bis der Keller wieder begehbar war. Nach groben Berechnungen wurden insgesamt 650m³ KlÀrschlamm abgepumpt.
Als kurz vor 8 Uhr alle EinsatzmaĂnahmen getroffen waren, wurden die EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr reduziert und ein sechsköpfiges Team blieb zur Betreuung der Stromaggregate und Pumpen vor Ort. Den Vormittag nutzte das Team der FeuerwehrfĂŒhrung, um eine gröĂeren Atemschutz-/Gefahrguteinsatz zu planen, der stattfinden sollte, sobald der Keller wieder betretbar ist. Um 13 Uhr traf sich dann wieder ein Team von ĂŒber 35 EinsatzkrĂ€ften und verlegte an die KlĂ€ranlage. Zur Absicherung standen auch zwei ehrenamtlich besetzte Fahrzeuge der BRK-Bereitschaft Volkach bereit.
Nachdem sich zwischenzeitlich die Gefahren im Keller als unproblematischer wie ursprĂŒnglich angenommen darstellten, konnte von einem Atemschutzeinsatz abgesehen werden. AusgerĂŒstet mit ChemikalienschutzanzĂŒgen und Masken wurde das Team der KlĂ€ranlage beim Entfernen der RĂŒckstĂ€nde im Keller unterstĂŒtzt, um fĂŒr eine Begutachtung des Schadens an die technischen Einrichtungen zu gelangen. Im Laufe des Nachmittags konnte dann das gesamte Material abgebaut, vor Ort gereinigt, dekontaminiert und aufwĂ€ndig desinfiziert werden.
Gegen 15:45 Uhr konnten sodann die MaĂnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr der Feuerwehr vor Ort beendet werden. Die Reinigungsarbeiten und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im GerĂ€tehaus dauerten noch bis in die Abendstunden.
Alles in allem leistete das ehrenamtliche Team der Volkacher Feuerwehr 348 Einsatzstunden im Rahmen des Einsatzes ab.
