Rund 30 Gäste aus Ambarès-et-Lagrave waren vom 10. bis 17. August zu Gast in Kelheim. Der Besuch stand ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft, der Begegnung und der gemeinsamen Erlebnisse. Seit mittlerweile 37 Jahren verbindet Kelheim und Ambarès-et-Lagrave eine lebendige Städtepartnerschaft, die durch regelmäßige Besuche und persönliche Freundschaften immer wieder mit Leben erfüllt wird.
Zum Auftakt wurden die französischen Gäste bei einem herzlichen Empfang im Rathausinnenhof willkommen geheißen. Bürgermeister, Stadträte und Vertreter der Partnerschaftskomitees beider Städte nutzten die Gelegenheit, die langjährigen Freunde aus Ambarès-et-Lagrave persönlich zu begrüßen und gemeinsam auf die bevorstehenden Tage anzustoßen. Verköstigt wurde mit selbst mitgebrachten Speisen und bestem bayerischen Bier.
Ein besonderer Höhepunkt des Aufenthalts war der gemeinsame Ausflug nach Dresden. Früh am Morgen machte sich die Gruppe von Kelheim aus auf den Weg. Nach einem Frühstückspicknick, das von den Gastfamilien vorbereitet worden war, stand zunächst Schloss Moritzburg, bekannt als Drehort des beliebten Weihnachtsfilms „3 Haselnüsse für Aschenputtel“ auf dem Programm. Bei einer Führung konnten die Gäste die historische Anlage kennenlernen, bevor am Abend das Hotel in Dresden bezogen wurde.
Am folgenden Tag erkundete die Gruppe Dresden bei einer ausgezeichneten und kurzweiligen deutsch-französischen Stadtführung mit der wunderbar wiederaufgebauten Frauenkirche und dem Zwinger als Höhepunkt. Anschließend blieb Zeit für einen individuellen Stadtbummel und gemeinsame Gespräche, bevor am Nachmittag die Rückfahrt nach Kelheim angetreten wurde.
Zurück in Kelheim standen die Begegnungen zwischen den beiden Partnerstädten weiterhin im Mittelpunkt. Bei einem Treffen der Stadtverwaltungen und den beiden Komitees von Ambarès und Kelheim wurden die Kontakte auf offizieller Ebene vertieft. Anschließend erlebten die französischen Gäste gemeinsam mit ihren Gastgebern das Kelheimer Volksfest: Nach einem Standkonzert vor dem Rathaus zog die Gruppe beim traditionellen Volksfesteinzug mit und verbrachte anschließend einen geselligen Abend auf dem Festgelände.
Ein weiterer besonderer Moment war die Einweihung zweier Freundschaftsbänke mit einem Herz der jeweiligen Landesfarben und der neuen Boulebahn im Rosengarten beim „Deutschen Hof“. Bei einem kleinen Bouleturnier konnten die französischen und deutschen Teilnehmer anschließend nicht nur ihr Können, sondern vor allem ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Die Siegerehrung fand später beim gemeinsamen Abend mit den Gastfamilien statt.
Auch die individuelle Gestaltung der freien Zeit bot Gelegenheit für Begegnungen. Je nach Interesse konnten die Gäste unter anderem das Römerfest „Salve Abusina“ in Eining oder das Thermenmuseum in Bad Gögging besuchen oder Zeit mit ihren Gastfamilien verbringen.
Den stimmungsvollen Abschluss des Aufenthalts bildete der Sonntag mit einem Besuch des Festgottesdienstes auf dem Volksfest sowie dem Abschiedsabend in Randeck. Bei einem Sektempfang auf der Burg Randeck konnten die Teilnehmer noch einmal gemeinsam den herrlichen Blick über das Altmühltal genießen. Anschließend klang der Besuch bei einem gemeinsamen Abendessen in der Ritterschänke Randeck aus.
Wie sehr die Reise von den persönlichen Begegnungen geprägt war, zeigt auch der Rückblick eines französischen Teilnehmers: „Ein kleiner Rückblick auf unseren Aufenthalt in Kelheim. Rund dreißig Ambarèsiens haben ihre Freunde aus Kelheim wiedergetroffen, für einen Aufenthalt im Zeichen von Freundschaft und Geselligkeit.“ Besonders in Erinnerung geblieben seien die herzliche Begrüßung, der gemeinsame Ausflug nach Dresden, der Volksfesteinzug, die Einweihung der Boulebahn und der Freundschaftsbänke sowie der Abschluss in Randeck. Das Fazit: „Ein schönes menschliches Abenteuer, das seit 37 Jahren die Freundschaft zwischen Ambarès-et-Lagrave und Kelheim lebendig hält!“
Die Tage in Kelheim haben einmal mehr gezeigt, dass eine Städtepartnerschaft weit mehr ist als eine offizielle Verbindung zwischen zwei Kommunen. Sie lebt von den Menschen, die sich begegnen, gemeinsam Zeit verbringen, Traditionen teilen und über Grenzen hinweg Freundschaften pflegen.
Nach 37 Jahren ist die Freundschaft zwischen Ambarès-et-Lagrave und Kelheim damit weiterhin jung und lebendig – und der Besuch der französischen Freunde hat erneut viele schöne gemeinsame Erinnerungen geschaffen.
Gefördert wurde der Austausch durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds.
Der Deutsch-Französische Bürgerfonds berät, vernetzt und finanziert Projekte, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa in der Breite der Bevölkerung erlebbar machen. Er fördert vielfältige Formate und Themen, ist niedrigschwellig und steht Akteuren der Zivilgesellschaft offen. Der Bürgerfonds geht auf den 2019 zwischen Deutschland und Frankreich geschlossenen Vertrag von Aachen zurück und wurde im April 2020 errichtet. Er wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) umgesetzt und zu gleichen Teilen von der Bundesregierung und der französischen Regierung finanziert.
Interesse an der Städtepartnerschaft? Neue Freunde sind herzlich willkommen!
Die Städtepartnerschaft lebt von den Menschen, die sie mitgestalten. Deshalb sind alle Interessierten jederzeit herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, eigene Ideen einzubringen und Teil des Austauschs zwischen Kelheim und Ambarès-et-Lagrave zu werden.
Im Mai kommenden Jahres geht es zum Gegenbesuch nach Ambarès-et-Lagrave. Wer Lust hat, die französischen Freunde kennenzulernen, bestehende Kontakte zu vertiefen und die Städtepartnerschaft aktiv mitzuerleben, ist herzlich willkommen.
Interesse geweckt? Dann melden Sie sich gerne unter ambares@kelheim.de.
Berichtersttaung:
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