Hohenthann. Am Dienstag fand im Gasthaus Vilser eine weitere Wahlveranstaltung der SPD Hohenthann statt. In einer Themenübersicht stellte der Gemeinderat Dr. Stefan Schiessl die wichtigsten Punkte vor. Bauen, Windkraft, Radwege, öffentlicher Nahverkehr oder Klimaveränderung waren nur einige, die er näher ausführte. „Die Gemeinde muss mit einer schnell anwachsenden Bevölkerung mithalten“, so Schiessl. In sechs Jahren könnte die 5000er Marke überschritten sein und dann werden 20 Gemeinderätinnen und -räte gebraucht. Dazu gehört eine gute Infrastruktur, nicht nur in Hohenthann, sondern auch in den Gemeindeteilen. Die Landshuter 8 ist so ein Beispiel, hier werden nur der Hauptort und die auf der Strecke nach Rottenburg-Pfeffenhausen liegenden Ortsteile bedient. Um in den kleinen Ortsteilen am ÖPNV teilnehmen zu können, müsse man über Rufbus oder Bürgerbus nachdenken. Ikhlas Akasha ging in ihrer Vorstellung auf ein gutes Miteinander ein, sie lebt mit ihrer Familie seit 10 Jahren hier und sie möchte Berührungsängste abbauen. Joachim von Selasinsky ist Sanitätshelfer im Hausnotruf, ihm sind sichere Radwege wichtig. Miriam Hatzl würde mehr für Jugendliche tun. Ein Sozialpädagoge, den sich mehrere Gemeinden teilen könnten, würde hier unterstützen. Philipp Becker wies auf die Vielfalt der Gesellschaft hin, er könnte sein Mineraliengeschäft nicht ausüben, wenn er nicht seine weltweiten Kontakte pflegen würde. Die Natur und Umwelt waren Karin Hagendorn eine Herzensangelegenheit, „auch wenn man hier auf dem Land lebt, gibt es viel was der Einzelne in seinem Garten für Flora und Fauna tun kann.“ Reinhard Folda, der sein ereignisreiches Berufsleben schilderte, wünscht sich eine bessere Teilhabe am Gemeindeleben, sowie ein Augenmerk auf sozial Schwache, wie Alleinerziehende. Dagmar von der Heiden steht für erneuerbare Energien, die weiter ausgebaut werden müssen.
Für den Kreistag stellte Stefan Schiessl die Landratskandidatin Ruth Müller vor. Sie ist bekannt für ihr kommunalpolitisches Engagement und ihre ehrenamtliche Arbeit in der evangelischen Kirche. Sie will Wirtschaftspolitik wieder zur Chefsache machen und dabei die Hochschule Landshut mehr einbinden. Ebenso hat sie sich stark für den Zusammenschluss der Krankenhäuser eingesetzt, in denen jetzt durch Abbau von Doppelstrukturen Kapazitäten für neue Anwendungsgebiete frei werden.
