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Vortrag beim Bienenzuchtverein Wald und Umgebung: Völkerführung, Schwarmbegrenzung, Ablegerbildung
Bienenzuchtverein Wald und Umgebung
20.04.2026, 20:05

Der Bienenzuchtverein Wald und Umgebung lud zu einem interessanten Vortrag nach Hetzenbach in den Lehrbienenstand ein. 1.Vorsitzender Peter Groß konnte dazu zahlreiche Mitglieder, Neuimker, Probeimker und Interessierte begrüßen. Ein besonderer Gruß galt dem Referenten und Bienenfachwart Gregor Raab. Dieser ging sogleich auf das Thema der Völkerentwicklung im Frühjahr ein. Die Brutraumerweiterung sollte zur Zeit der Kirschblüte erfolgen. Die Honigraumfreigabe lieber zu früh als zu spät etwa zur Zeit der Rapsblüte. Bei viel Tracht sollten noch zusätzliche Honigräume bereitgestellt werden. Raab betonte die Bedeutung des rechtzeitigen Erweiterns des Bienenstocks durch das Aufsetzen neuer Honigräume – idealerweise mit ausgebauten Waben oder Mittelwänden –, um den Bienen Platz für Brut und Honigeintrag zu bieten. Zu beachten wären, dass Rähmchen mit Mittelwänden  im Honigraum nicht so zügig angenommen werden, stellen aber in Sachen Honigqualität die erste Wahl dar. Ausgebaute, unbebrütete Waben (z.B. aus dem Honigraum des Vorjahres)können gut verwendet werden, wenn diese nicht einer chemischen Varroabekämpfung ausgesetzt waren. Bebrütete (alte) Waben können sich mit Rückständen aus der Varroabehandlung oder der Umwelt anreichern. Eine Verwendung im Honigraum sollte deshalb unterbleiben.  Raab besprach die wichtigsten Arbeiten im März/April Bei schlechter und kalter Witterung muss auch Anfang April noch der Futtervorrat überprüft werden.Um die  Volksstärken auszugleichen und zu  erweitern den Völkern Baurahmen geben. Im Mai und Juni ist die Schwarmkontrolle sehr wichtig. Diese kann durch Drohnenbrutentnahme und frühzeitiger Königinnenzucht verhindert werden. Er zeigte auch Gründe für Maßnahmen gegen das Schwärmen. Das Schwärmen eines Bienenvolkes stellt die ungeschlechtliche Vermehrung der Honigbienen dar und gehört zu den natürlichen Abläufen im Bienenjahr. Dennoch gibt es Gründe, die dafür sprechen, dies nicht allein der Natur zu überlassen, sondern steuernd einzugreifen. Ein unbemerkter Schwarm ist in der Natur ohne Varroabekämpfung nicht dauerhaft überlebensfähig!  Unentdeckte Schwärme können ein Infektionsrisiko für die Amerikanische Faulbrut und eine Reinvasionsgefahr für Varroamilben darstellen.  Ein abgeschwärmtes Volk liefert deutlich weniger Honig.  Bei der Nachzucht einer jungen Königin im abgeschwärmten Volk kommt es immer wieder – vor allem bei der Paarung- zu Verlusten. Weisellose Völker kommen gehäuft vor.  Häufige Schwärme können eine wesentliche Beeinträchtigung für die Nachbarschaft darstellen. Danach ging Raab auf die Möglichkeit der Völkervermehrung durch Jungvolkbildung (Ablegerbildung) ein und zeigte hier verschiedene Vorgehensweisen auf wie z.B. den Kunstschwarm auch Fegling genannt,oder den Saugling. Während des Vortrages beantwortete Raab immer wieder die Fragen der Imkerinnen und Imker. Am Ende der Ausführungen bedankte sich Vorsitzender Peter Groß bei dem Referenten für den  interessanten Vortrag und überreichte als Dankeschön ein Präsent an Raab.


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Beschreibung

Der Bienenzuchtverein Wald und Umgebung 1929 e.V. stellt sich vor: Der Verein wurde 1929 gegründet. 1983 entstand der Wunsch, einen Lehrbienenstand mit Schleuderraum und Aufenthaltsraum zu erbauen, um Imker aus- und weiterzubilden, aber auch einen gemeinsamen Treffpunkt für Stammtische, Sommerfeste und Adventsfeiern anbieten zu können. Dieser Wunsch wurde bei einem gemeindlichen Grundstück in Waldnähe bei Hetzenbach verwirklicht. Unter großen Eigenleistung und finanzieller Unterstützung der Mitglieder und einiger Firmen wurde ein massiver Holzbau erstellt. 1985 erhielt das Gebäude, welches als Lehrbienenstand seine Anerkennung bekam, seinen kirchlichen Segen. Beim Lehrbienenstand sind momentan 7 Bienenvölker untergebracht. Der erwirtschaftete Honig findet reißend seine Abnehmer. Es werden Anfängerkurse, Imkern auf Probe, Ferienprogramme für Kinder, Seniorennachmittage, Herbstfest und der monatliche Stammtisch abgehalten. Mittlerweile zählt der Bienenzuchtverein Wald und Umgebung 75 Mitglieder. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zell, dem Naturpark Vorderer Bayerischer Wald e.V. und dem Bienenzuchtverein Wald und Umgebung wurde eine Bienenlehrpfad erarbeitet und erstellt beginnend beim großen Festplatz/Leonhardikirche. Der Rundweg dauert etwa 2 Stunden und endet beim Lehrbienenstand. Führungen übernimmt die Vorstandschaft des Bienenzuchtverein. Anmeldungen hierzu sind notwendig. Die Öffentlichkeit und Neumitglieder sind jederzeit herzlich Willkommen!