Bergen – Die Gemeinde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steuert auf ein Großprojekt zu: Die Neugestaltung der Dorfmitte steht in den Startlöchern. Für die Umsetzung des zukunftsweisenden Vorhabens hat das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken grünes Licht gegeben. Abteilungsleiter Ingo Steinbrecher überreichte offiziell den begehrten ELER-Förderbescheid – hinter dem sich der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums verbirgt – an Bergens Bürgermeister Walter Gloßner. Den symbolischen Übergabeort direkt vor der alten Schule wählten die Beteiligten ganz bewusst, denn das Areal bildet das Herzstück der anstehenden Planungen.
Ein Ort der Begegnung entsteht
Wo heute noch ein sanierungsbedürftiger Anbau der alten Schule steht, schafft die Gemeinde bald Raum für Neues. Nach seinem Abbruch gestaltet die Gemeinde den verbleibenden Haupttrakt grundlegend um und reaktiviert damit das Bauwerk als lebendigen Treffpunkt für die gesamte Dorfgemeinschaft. Eine komplett neue Infrastruktur umrahmt künftig das Gebäude: Geplant sind ein moderner Dorf- und Multifunktionsplatz, neue Fußwege sowie strukturierte Parkflächen. Das Großprojekt erhöht die Verkehrssicherheit im Ortskern spürbar und verbessert die Erreichbarkeit sowie Nutzbarkeit der dörflichen Einrichtungen – wie beispielsweise des Friedhofs – nachhaltig.
Knapp 238.000 Euro Unterstützung aus Europa
Die Freude in der Gemeinde ist groß, denn die Hürden für die Zuteilung waren hoch. „Das Projekt hat in der jüngsten Auswahlrunde auf ganzer Linie überzeugt“, betonte Abteilungsleiter Ingo Steinbrecher bei der Übergabe. Bergen gehört zu den lediglich drei Gemeinden im Regierungsbezirk Mittelfranken, die sich in dieser Runde erfolgreich durchsetzen konnten. Landesweit schafften es in diesem Jahr bisher 162 Kommunen, die strengen Vergabekriterien zu erfüllen.
Für das Vorhaben, das die Experten offiziell als dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahme einstufen, bewilligte das ALE Mittelfranken eine vorläufige Zuwendung in Höhe von knapp 238.000 Euro. Die EU beteiligt sich damit mit bis zu 60 Prozent an den zuwendungsfähigen Ausgaben.
Antwort auf den demografischen Wandel
„Zweck dieser Gelder ist es, die Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse auf dem Land nachhaltig zu verbessern“, sagte Ingo Steinbrecher. „Durch die gezielte Förderung stärken wir die Innenentwicklung der Dörfer, unterstützen den sparsamen Umgang mit Grund und Boden und bewahren gleichzeitig den eigenständigen Charakter unserer Ortschaften.“ Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Klimawandels mache die Investition die Gemeinde Bergen fit für die Zukunft.
Bürgermeister Walter Gloßner nahm den Bescheid mit großem Dank entgegen. Für die Gemeinde ist die Finanzspritze der Startschuss für ein neues Kapitel lebendiger Dorfkultur.
