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Objekt des Monats „Amboss mit Hammer“
Museum für Glaskunst Lauscha
22.05.2026, 10:00
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Der Glaskünstler Günter Knye wäre am 18. Mai dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

 

Zur Würdigung seines künstlerischen Schaffens zeigt das Museum für Glaskunst Lauscha
als „Objekt des Monats“ drei Exponate, die der Künstler in Hüttentechnik erschaffen hat.
„Amboss mit Hammer“, „sich teilende Variation“ und ein Objekt ohne Namen sind beim 
III. Lauschaer Glassymposium 1986 „Möglichkeit und Grenzen thematischer Gestaltung mit 
dem Material Glas“ von ihm gefertigt worden. Transparent, mit Luftblasen - spricht jedes Objekt für sich und ist in seiner Art einzigartig.

Günter Knye (1936 – 2024) war gelernter Kunstglasbläser und gilt als eine der entscheidenden Persönlichkeiten, die das traditionelle Kunsthandwerk in die Moderne der Studioglastechnik überführten.

Nach seiner Meisterprüfung 1968 schloss er 1973 ein Studium zum Gestalter an der Fachschule für angewandte Kunst Schneeberg ab.
Sein Weg führte über unterschiedliche Stationen vom Glasbläser und Glasmacher zum Glaskünstler. Nach dem Bau seines eigenen Glasofens 1971 in seiner Werkstatt arbeitete er als freischaffender Künstler. Ab 1992 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler. 
Seine Arbeiten waren auf zahlreichen Kunstausstellungen im In - und Ausland vertreten.
Knye beherrschte unterschiedliche Techniken und entwickelte seinen eigenen Gestaltungsstil mit dem Werkstoff Glas. Konsequent setzte er in seinen unverwechselbaren Arbeiten die Einheit von Form und Dekor um. 
Dies zeigt sich in verschiedenen außergewöhnlichen Glasobjekten, die er sowohl in Lampentechnik als auch der Ofentechnik gefertigt hat.

Bis zum 07.06.2026 sind die Objekte im Museum für Glaskunst Lauscha zu sehen.

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Beschreibung

Seit über 400 Jahren ist die Geschichte Lauschas unweigerlich mit der Herstellung und Verarbeitung von Glas verbunden. Mit der im Tal des Lauschabachs erbauten und 1597 konzessionierten Glashütte legten Hans Greiner und Christoph Müller den Grundstein für die heutige Glasbläserstadt. Hier im südlichen Thüringer Wald fanden die Glasmacher die Rohstoffe, die zur Herstellung von Glas benötigt wurden, in unmittelbarer Nähe - Quarzsand als Hauptbestandteil des Glases in Steinheid, Kalk oder gebrannten Tuffstein in Schalkau, die Pottasche bereiteten die Hüttenleute selbst und das Holz zur Feuerung des Ofens schlugen sie in den dichten Mischwäldern rings um die Hütte. Lauscha fiel schon bald eine zentrale Rolle in der Glasproduktion zu. Auch heute ist Lauschaer Glas nicht nur Sammlern und Antiquitätenhändlern ein Begriff. Das Museum für Glaskunst wurde ganz dieser Erfolgsgeschichte gewidmet. Die mehr als hundert Jahre zurückreichende Geschichte dieses ältesten deutschen Spezialmuseums für Glas verbindet sich am Standort der traditionsreichen ELIAS-Farbglashütte mit authentischer Glasproduktion. Bei einem Gang durch das Museum kann man die über 400-jährige Geschichte des Glases in Lauscha erleben. Auf einer Zeitreise vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart, vom Waldglas, höfischen und bürgerlichen Prunkgefäßen, über Glasaugen, biedermeierlichen Figuren bis zum Kunsthandwerk und zeitgenössischer Glaskunst erhält der Besucher eine Fülle von Informationen. Lauscha ist der Geburtsort des gläserneren Christbaumschmucks. Anschaulich wird im Museum die Entwicklung von der Perlenproduktion hin zur Herstellung des Christbaumschmucks dargestellt. Auch wegen wechselnder Sonderausstellungen ist das Museum einen Besuch wert. Die Ausstellung wird durch eine enorme Vielfalt an Objekten im Schaudepot erweitert. Besuchen Sie das Museum und lassen sich von der Glaskunst verzaubern. Öffnungszeiten: Di - Sa 10 Uhr - 17 Uhr So/ Feiertage 11 Uhr - 17 Uhr