Die Landlflöhe machten sich an einem sehr heißen 20. Juni auf nach Berching, um die nähere Heimatumgebung zu erkunden. Wir waren dort mit Frau Huhn verabredet. Als Gästeführerin in Berching bietet sie spezielle Stadtführungen für Kinder an. Zu Beginn lernten wir anhand eines kleinen Tanzes, was für Berching typisch ist. So z.B. die Sulz, der Musiker Gluck, die 13 Türme der Stadtmauer, Störche und natürlich der Berchinger Hecht. Durch letzteren erhielten die Berchinger auch ihren Spitznamen ,,die Hechten“.
Weil auch Pferde für die Stadt immer schon eine große Bedeutung hatten, fuhren wir mit einer „Kutsche“ durch das Tor beim Pulverturm ein. Wir erfuhren und konnten ausprobieren was Kinder im Mittelalter spielten, was mit Straftätern passierte und woher der Frauenturm seinen Namen hat. Sogar einen uralten winzigen Schweinestall gab es zu entdecken. Jetzt wissen wir auch, wie das Sprichwort „die Sau rauslassen“ entstanden ist.
Das Leben war früher um einiges mühseliger als heute. Das merkten wir beim „Löschen“. Wir schöpften Wasser aus einem Brunnen und bildeten eine Löschkette. Der Stadtbach hatte zu diesem Zweck eine wichtige Bedeutung, aber auch zum Verschicken von Liebesbriefen war er sehr nützlich, wie uns Frau Huhn anschaulich erzählte. Und auch für uns war das Wasser sehr wertvoll, als wir unsere Füße abkühlen konnten, nach dem Marsch durch die Stadt. Zum Abschluss gönnten wir uns ein leckeres Eis.
Es war ein sehr interessanter und kindgerechter Ausflug, bei dem auch die Erwachsenen noch viel lernen konnten.
