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Geplanter Übungstag der Rehkitzrettung mit Drohnenpiloten!
Rehkitzrettung Stadtgebiet Linnich e.V.
04.04.2026, 22:06
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Am Samstag, den 18.04.2026 ab 11:00 Uhr, wird auf dem Sportplatz in Gereonsweiler ein praxisorientierter Übungstag der Rehkitzrettung stattfinden. Zahlreiche engagierte Drohnenpiloten sowie Interessierte werden die Gelegenheit haben, sich über moderne Methoden der Kitzrettung zu informieren und aktiv daran teilzunehmen.

 

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Rehkitzrettung Stadtgebiet Linnich e.V. sowie der Rettungshundestaffel Landgemeinde Titz e.V. durchgeführt. Beide Organisationen werden ihre Erfahrung und ihr Fachwissen einbringen und die Bedeutung der Zusammenarbeit im Tierschutz unterstreichen.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird der Einsatz moderner Drohnentechnologie stehen, insbesondere der Modelle DJI Mavic 3T und DJI Matrice M30, die mit hochentwickelten Wärmebildkameras ausgestattet sind. Diese werden es ermöglichen, Wärmequellen im hohen Gras zuverlässig zu erkennen und Suchabläufe realitätsnah zu trainieren.

 

Die Teilnehmer werden live erleben können, wie über die Controller der Drohnen Wärmebilder in Echtzeit dargestellt werden. Auf den Displays werden die Wärmesignaturen klar erkennbar sein, was die Effektivität dieser Methode eindrucksvoll demonstrieren wird.

 

Für die Übung werden keine echten Rehkitze eingesetzt. Stattdessen werden gezielt Wärmekissen als Wärmequellen verwendet, um realistische Bedingungen zu simulieren und die Suche praxisnah zu trainieren.

 

Der praktische Umgang mit der Technik sowie das koordinierte Vorgehen im Team werden dabei im Fokus stehen. Zudem wird die Veranstaltung Raum für Austausch und Vernetzung bieten.

 

Der Übungstag wird eindrucksvoll zeigen, wie moderne Technik und ehrenamtliches Engagement Hand in Hand gehen werden, um den Schutz von Wildtieren nachhaltig zu verbessern.

 

Interessenten werden ausdrücklich eingeladen sein, sich vor Ort ein Bild zu machen und sich aktiv einzubringen.


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Beschreibung

Über das Projekt „Rehkitzrettung Stadtgebiet Linnich e.V.“ Unser Ziel ist in erster Linie das Retten von Leben! Wir unterstützen ehrenamtlich die Landwirte und Jäger in Linnich und Umgebung bei der Rehkitz-Suche und -Rettung während der Mahd. Durch Nutzung der fliegenden Wärmebild-Kamera soll eine möglichst zuverlässige Ortung und sichere Bergung der hilflosen Rehkitze erreicht werden. Zahlreiche Projekte in Deutschland beweisen, dass diese Vorgehensweise sehr erfolgreich ist und viele Todesfälle vermeiden kann. Wie funktioniert die Rehkitz-Rettung aus der Luft? Das Rettungsteam trifft sich möglichst unmittelbar vor der Mahd auf dem betroffenen Feld. Der Kopter-Pilot fliegt in einer zuvor automatisch berechneten Flugroute das Feld lückenlos ab. Eine weitere Person hilft bei der Betrachtung und Interpretation des Live-Bild der Wärmebild-Kamera auf einem Bildschirm und meldet verdächtige Stellen. Per Funk werden die Retter an diese Stellen navigiert und prüfen ob es sich wirklich um ein Rehkitz handelt, nehmen dieses auf ohne es mit menschlichem Geruch in Kontakt kommen zu lassen und setzen es am Feldrand an einer sicheren Stelle wieder aus. Hier wird es später von der Mutter wiedergefunden und weiter versorgt. Worum geht es bei der Rehkitz-Rettung? In den Monaten Mai und Juni ist die Hauptsetzzeit beim Rehwild. Das heißt, in dieser Zeit werden besonders viele Rehkitze geboren. Die Geburt der Rehkitze erfolgt meist im hohen, „sicheren“ Gras. Die ersten Lebenswochen verbringt das Rehkitz oft alleine in seinem Versteck. Die Mutter sucht das Kitz nur zum Säugen auf. Durch die zeitliche Überschneidung der Hauptsetzzeit mit der Heu-Ernte (Mahd) in der Landwirtschaft geraten die Jungtiere regelmäßig in große Gefahr. Landwirte und Jagdpächter stehen in dieser Zeit immer wieder vor der Mammut-Aufgabe „Rehkitz-Rettung“, das heißt sie versuchen die wehrlosen Tiere vor dem grausamen Mäh-Tod zu bewahren. Eine kaum zu bewältigende Aufgabe, da die Rehkitze nur durch manuelles Absuchen der Felder mit Menschenketten gefunden werden können. Auch die Suche mit Hunden scheidet aus, da die Rehkitze nach Geburt vollkommen geruchlos sind und somit nicht gewittert werden können. Warum sind Rehkitze besonders gefährdet? Obwohl die Rehkitze bereits kurz nach Geburt laufen können, haben sie in der ersten Lebenswoche keinen Fluchtinstinkt. Das heißt, bei drohender Gefahr duckt sich das Rehkitz so tief wie möglich auf den Boden. Man spricht hier vom „Drückinstinkt“. Für die natürliche Feinde sind sie so nahezu unsichtbar. Für die Landwirte auf ihren Mähmaschinen allerdings auch. Sie geraten in die großen Mähwerke und werden grauenvoll getötet oder zumindest schwer verstümmelt. Was passiert mit den Rehkitzen nach der Rettung? Wenn ein Rehkitz bei einer Rettungsaktion geortet wurde nimmt es der Jäger oder geschulte Helfer auf und setzt es außerhalb des Mäh-Bereichs oder am Waldrand wieder aus. Dabei darf das Kitz keinesfalls mit der bloßen Hand berührt werden, da es sonst die Ricke aufgrund des Menschen-Geruchs nicht mehr annehmen würde. Wenn auf dem Feld wieder Ruhe eingekehrt ist kehrt die Ricke zu ihrem Jungen zurück und versorgt es weiter.