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Feuerwehr Wurz übt gemeinsam mit Menschen mit Behinderung
Freiwillige Feuerwehr Wurz
25.10.2026, 18:32
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Wurz. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, fand eine gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wurz mit 22 Menschen mit Behinderung aus dem HPZ Irchenrieth statt. Die Idee dazu reifte im Rahmen des Bayerischen Innovationspreises Ehrenamt 2026, mit dem alle zwei Jahre zukunftsweisende Ideen gefördert werden. Unter dem Motto „Ehrenamt in Bayern – Gemeinsam stark für morgen“ hat das Bayerische Sozialministerium in München im Frühjahr 2026 zum sechsten Mal den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt für Personen, Initiativen und Organisationen mit innovativen Projekten und neuen Ideen rund um das Ehrenamt ausgeschrieben und Preise vergeben. Einen dieser Preise erhielt im April dieses Jahres die Feuerwehr Wurz mit ihrer Idee, Menschen mit Behinderung das Aufgabengebiet der Feuerwehr näherzubringen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Besucher vom HPZ Irchenrieth, die teilweise von ihren Betreuern begleitet wurden, mit echter Einsatzkleidung inklusive Feuerwehrhelm ausgestattet. Schon beim Anziehen der Schutzkleidung strahlten die jungen Besucher. Anschließend folgte eine kleine Schauübung der Feuerwehr. Unter nachgestellten Einsatzbedingungen ertönte zunächst die Sirene über einen Lautsprecher. Kurz darauf rückten die Feuerwehrleute und die Jugendfeuerwehr Wurz mit Tatütata aus, drehten eine kurze Runde durch das Dorf und kehrten anschließend zum Feuerwehrhaus zurück. Dort zeigten sie im ersten Teil zunächst einen mustergültigen Löschaufbau ausgehend vom Hydranten zum Löschen von drei Feuertonnen.

 

Im zweiten Teil durften die Gäste vom HPZ selbst in kleinen Gruppen verschiedene Aufgaben unter Anleitung der echten Feuerwehrmänner und -frauen übernehmen, um die Tätigkeiten der Feuerwehr näher kennenzulernen. Sie erfuhren, wie ein Hydrant funktioniert und in Betrieb genommen wird, konnten Funkgeräte selbstständig ausprobieren, Schläuche auswerfen und aufwickeln sowie beim Leinenwerfen mitmachen. Auch das Löschen von drei Feuertonnen mit dem Strahlrohr stand für sie auf dem Programm. So bekamen die Teilnehmer einen Einblick in das Aufgabenspektrum der Feuerwehr.

Im Laufe des Tages zeigte sich, wie unterschiedlich die Menschen waren: Während manche gerne selbst mit anpackten, hielten sich andere lieber etwas zurück und waren als Zuschauer mit dabei.

 

Im dritten Teil führte Ehrenkommandant Thomas Mathes eine Fettexplosion vor. Dazu ließ er Fett auf einem Herd so lange erhitzen, bis es sich entzündete. Anschließend demonstrierte er verschiedene Löschversuche, darunter auch den Einsatz von Wasser. Dabei wurde deutlich, dass Wasser bei einem Fettbrand keinesfalls eingesetzt werden darf, da es zu einer gefährlichen Fettexplosion kommen kann. Diese konnte an diesem Tag live erlebt werden. Am Ende stand fest: Das Ersticken des Feuers ist demnach die einfachste Löschmethode!

Danach durften alle Interessierten noch eine Runde im Feuerwehrauto mitfahren, bevor der Nachmittag bei gemütlichem Beisammensein im Feuerwehrhaus mit Spezialitäten vom Grill, Kaffee und Kuchen ausklang.

 

Auch erste Bürgermeisterin Michaela Treml mit Mitgliedern aus dem Gemeinderat Püchersreuth verfolgte begeistert die etwas andere Einsatzübung der Feuerwehr Wurz. Freundlicherweise filmte Roland Ried aus Wurz mit seiner Drohne den Ablauf des Events. So können die Beteiligten das ganze Spektakel im Nachhinein nochmals als Zuschauer Revue passieren lassen.

Letztendlich war die gemeinsame Übung laut erster Kommandant und Einsatzleiter Andreas Franz und Jugendwart Christian Weidner ein voller Erfolg.


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Beschreibung

Fakten zur Feuerwehr Wurz: - 50 aktive Feuerwehrmänner und -frauen - 17 Anwärter in der Jugendfeuerwehr