Lauenstein – Auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr blickte die Freiwillige
Feuerwehr Lauenstein bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof „Goldner Löwe“
zurück. Der Vorsitzende Markus Dietz freute sich über die rege Teilnahme an der
Versammlung. Sein besonderer Gruß galt Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf,
Feuerwehrreferent Christian Heyder sowie dem Ehrenvorsitzenden Walter Traut jun.
Entschuldigt hatten sich unter anderem Bürgermeister Timo Ehrhardt und Kreisbrandmeister
Peter Borchardt.
Nach dem Totengedenken und der Verlesung des Vorjahresprotokolls stand der Bericht des
Vorsitzenden im Mittelpunkt. Dietz konnte von einer stabilen Mitgliederentwicklung
berichten: Drei Neuzugänge – zwei aktive und ein passives Mitglied – stärken den Verein, der
zum Jahresende 2025 insgesamt 113 Mitglieder zählt. Auch das Vereinsleben zeigte sich
lebendig. Besonders in Erinnerung blieb eine dreitägige Bildungsreise nach Berlin mit 20
Teilnehmern, die neben politischen Einblicken auch die Kameradschaft stärkte. Daneben
nahm die Wehr an Feuerwehrfesten teil und beschloss das Jahr traditionell mit einem
geselligen Orientierungsmarsch.
Mit Blick auf das kommende Jahr kündigte Dietz bereits mehrere Termine an, darunter die
Teilnahme am 150-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Langenau sowie der Besuch des
Feuerwehrfestes in Gräfenthal. Dank richtete er an zahlreiche Unterstützer und Spender,
insbesondere an einen großzügigen Erblasser, sowie an alle Helfer, die zum funktionierenden
Vereinsleben beitragen.
Einen umfassenden Einblick in den aktiven Feuerwehrdienst gab der stellvertretende
Kommandant Max Lemnitzer in Vertretung für Kommandant Ludwig Tröbs. Die Wehr zählt
derzeit 35 aktive Feuerwehrleute, darunter zwölf ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Im
vergangenen Jahr wurden 22 Übungen sowie zusätzliche Wartungs- und Ausbildungstage
durchgeführt. Insgesamt rückte die Wehr zu 15 Einsätzen aus – drei mehr als im Vorjahr.
Diese gliederten sich in neun Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungen sowie weitere
Dienste.
Als besonders prägend schilderte Lemnitzer den Waldbrand auf der Saalfelder Höhe, bei dem
die Lauensteiner Feuerwehr über ein gesamtes Wochenende hinweg im Zwölf-StundenSchichtbetrieb im Einsatz war. „Eine Erfahrung, von der man noch seinen Enkeln erzählen
wird“, hieß es dazu. Auch Übungen, etwa die Großübung im Jugendwaldheim oder im
Rahmen einer Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion, hätten den guten
Ausbildungsstand der Wehr unter Beweis gestellt.
Der Kassenbericht zeigte eine solide finanzielle Situation. Die anschließende Entlastung des
Kassiers sowie der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.
In den Grußworten würdigte Kreisbrandinspektor Schnappauf die Leistungsfähigkeit der
Lauensteiner Wehr und hob insbesondere die Bedeutung einer fundierten Ausbildung hervor.
Der Einsatz beim Waldbrand habe eindrucksvoll gezeigt, wie schlagkräftig die Feuerwehren
in der Region aufgestellt seien. Feuerwehrreferent Heyder betonte die große Bedeutung der
Wehr für das Dorfleben und sicherte weiterhin die Unterstützung der Stadt Ludwigsstadt zu.
Nach knapp einer Stunde schloss Vorsitzender Markus Dietz die Versammlung mit dem
Leitspruch der Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“
Stephan Schmidt
