Reservisten besichtigten „Airbus Helicopters“
Jahresausflug führte die RK zum Hubschrauber-Hersteller im schwäbischen Donauwörth
Niederaichbach. Am Donnerstag veranstalteten die Reservisten ihren Vereinsausflug zu einem ganz besonderen Ziel, zu dem nicht Jeder Zutritt hat. Denn sie besichtigten die Fertigungshallen der Firma „Airbus Helicopters“ im schwäbischen Donauwörth.
Nach der Anfahrt mit dem gemütlichen Reisebus wurden die Besucher bereits an der streng bewachten Werkspforte von den beiden Guides empfangen. Gleich darauf machten sich die beiden Gruppen auf zu ihrem fast vierstündigen Rundgang durch die verschiedenen Produktionsgebäude des Hubschrauber-Herstellers. Einleitend skizzierten die fachkundigen Begleiter die bewegte Firmengeschichte, die bereits im Jahr 1945 begann, damals allerdings nicht im Bereich Luftfahrt, sondern mit dem Bau des allerersten ICE-Zuges. Wenige Jahre später folgte dann der Wechsel von der Schiene in die Luft. Heutzutage produziert das Werk mit seinen derzeit rund 8000 Mitarbeitern etwa 250 Hubschrauber im Jahr, außerdem werden hier jährlich mehrere Tausend Personen- und Frachtraumtüren für alle Airbus-Flugzeuge vom A320 bis hin zum A380 hergestellt.
Im Anschluss besichtigten die Ausflügler die verschiedenen Produktionshallen des Werkes, angefangen von der Anfertigung der Chassis-Teile der Hubschrauber aus Kohlefasermatten über die Metall-Einzelteilanfertigung und die äußerst umfangreiche Verkabelung bis hin zu deren kompletter Endmontage. Ganz neu ist dabei die Produktion nichtkritischer Teile im 3D-Laserdruckverfahren, war zu erfahren. Und auch die regelmäßige Grundwartung der ausgelieferten Helikopter erfolgt demnach in Donauwörth.
Derzeit seien die Haupt-Modelle H135 und H145 am meisten gefragt im Rettungsbereich, also von ADAC, Notarzt und Rettungsdienst, Bergwacht und vielem mehr, berichteten die Guides. Auch die Bundeswehr sei einer der Hauptauftraggeber, hier stammen unter anderem der Marine-Helikopter NH90, der Transporthubschrauber CH53 und der Kampfhubschrauber Tiger aus dem Werk in Donauwörth. Weitere Abnehmer seien derzeit beispielsweise die Bahrain Police sowie einige VIP-Kunden aus dem privaten Sektor, für die der Preis in flugfertiger Ausführung von sechs bis acht Millionen Euro keine Rolle spielt.
Nach dem ausführlichen Rundgang durch die Fertigungshallen kam die gemeinsame Stärkung in der Werkskantine gerade recht, um in den Nachmittagsstunden die Rückreise nach Niederaichbach anzutreten, schon in der Vorfreude auf den nächstjährigen Vereinsausflug an ein hoffentlich ähnlich interessantes und beeindruckendes Ziel.
