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Kläranlagen-Nachbarschaftstag in Kirchberg i. Wald
Gemeinde Kirchberg i. Wald
31.03.2026, 16:18
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Fachlicher Austausch und Blick in die Zukunft

 

Am Donnerstag, den 26. März 2026, fand in der Gemeinde Kirchberg im Wald der diesjährige Kläranlagen-Nachbarschaftstag statt. Zu der Fachveranstaltung kamen fast alle Klärwärter der 24 Gemeinden des Landkreises Regen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze in der Abwasserentsorgung auszutauschen.

 

Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Begrüßung durch den Kirchberger Klärwärter Max Kronschnabl. In seinem einführenden Vortrag stellte er anhand von Zahlen die beiden gemeindlichen Kläranlagen in Kirchberg und Untermitterdorf, die 8 Pumpstationen sowie das umfangreiche Kanalnetz vor und gab einen Überblick über die örtliche Infrastruktur der Abwasserbeseitigung.

 

Im Anschluss richtete Bürgermeister Robert Muhr seine Grußworte an die Teilnehmer. Dabei ging er insbesondere auf die umfangreichen Investitionen der Gemeinde in die Abwasserentsorgung seit dem Jahr 2020 ein. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die installierte Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kirchberger Kläranlage, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Reduzierung der Betriebskosten leistet.

 

Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf war durch die zuständige Sachbearbeiterin Beatrice Gams vertreten, die für den Bereich Abwasserentsorgung im Landkreis Regen zuständig ist. Die fachliche Leitung des Nachbarschaftstages übernahm Nachbarschaftslehrer Andreas Mohr, Leiter der Kläranlage Schöllnach, unter dessen Organisation die Veranstaltung durchgeführt wurde.

 

Nach einer ausführlichen Besichtigung der Kirchberger Kläranlage fand der theoretische Teil im Sportheim des SV Kirchberg i. Wald statt. Dort wurden zahlreiche praxisrelevante Themen behandelt, die den Arbeitsalltag der Klärwärter betreffen. Im Mittelpunkt standen unter anderem der Leistungsvergleich und dessen zukünftige Entwicklung, die Auswirkungen eines hohen Fremdwasseranteils sowie Strategien zur Kanalsanierung in kleineren Kommunen.

Weitere Schwerpunkte bildeten das Förderprogramm RZWas mit Praxisbeispielen und Härtefallregelungen, die Prüfung von Durchflussmesseinrichtungen sowie die Beantwortung aktueller Fragestellungen aus den Nachbarschaften des Jahres 2026. Auch technische und energetische Aspekte wurden intensiv diskutiert, darunter der Sauerstoffeintrag und Möglichkeiten zur Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz im Kläranlagenbetrieb sowie Neuerungen in der Klärschlammbehandlung. Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge zur Notstromversorgung von Pumpwerken – ein Thema, das angesichts steigender Anforderungen an die Betriebssicherheit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Hintergrund: Bedeutung der Nachbarschaften

Die sogenannten Nachbarschaften werden von der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. organisiert und stellen ein bewährtes Fortbildungs- und Netzwerkformat für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen dar. Es handelt sich dabei um freiwillige Zusammenschlüsse von Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen, die insbesondere der Förderung des Gewässerschutzes sowie eines sicheren und wirtschaftlichen Anlagenbetriebs dienen.

Zentrales Ziel dieser Nachbarschaften ist die kontinuierliche Weiterbildung der Teilnehmer. In regelmäßigen Treffen – häufig direkt auf Kläranlagen vor Ort – werden aktuelle technische Entwicklungen vorgestellt und praxisnahe Fragestellungen diskutiert. 

 

Darüber hinaus fördern die Nachbarschaften den Aufbau eines belastbaren Netzwerks unter den Teilnehmern. So können auch über die eigentlichen Veranstaltungen hinaus Kontakte gepflegt und im Bedarfsfall unkompliziert fachliche Unterstützung eingeholt werden.

 

Der Nachbarschaftstag in Kirchberg im Wald zeigte eindrucksvoll, wie wichtig dieser fachliche Austausch für die tägliche Praxis ist. Er bot den Teilnehmern nicht nur wertvolle Impulse für ihre Arbeit, sondern stärkte auch die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg – ein entscheidender Faktor für eine zukunftsfähige und nachhaltige Abwasserbewirtschaftung im ländlichen Raum.

 

Ein großer Dank geht auch an die ehrenamtlicher Helfer des SV Kirchberg i. Wald für die hervorragende Bewirtung der Teilnehmer.


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