Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich hoffe, Sie hatten alle eine schöne Zeit und konnten den Sommer trotz der sehr hohen Temperaturen genießen.Für die nötige Abkühlung stand auch in diesem Jahr wieder unser Gnötzheimer Freibad bereit. Dieses wurde sehr gut angenommen: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden über 1.000 Tageskarten mehr verkauft.
Nachdem unsere Kinder bereits wieder in den Schulalltag gestartet sind, nimmt auch die Arbeit im Gemeinderat und im „Rathaus“ wieder Fahrt auf.
In der ersten Sitzung nach der politischen „Sommerpause“ haben wir uns zunächst mit der Anpassung der Gemeindegrenze zwischen Gnodstadt (Marktbreit) und Enheim (Martinsheim) beschäftigt. Ziel der Anpassung war es, die Zufahrt zur „Postsäule“ künftig der Gemarkung Gnodstadt zuzuordnen.
Im weiteren Verlauf wurden zwei Bauanträge beraten und im Sinne der Eigentümer beschlossen.
Für die Feuerwehr wurde ein Beschluss gefasst, der die Bezuschussung selbst beschaffter Einsatzstiefel konkretisiert. Die Höhe des Zuschusses der Gemeinde richtet sich künftig nach dem Preis eines Standard-Stiefels und ist damit nicht mehr auf einen festen Eurobetrag festgelegt.
Ein umfangreicherer Tagesordnungspunkt war der Antrag des BRK-Kreisverbandes Kitzingen auf Anpassung der Elternbeiträge für das BRK-Kinderhaus Martinsheim.
Dieser Antrag kam zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Aufgrund der hohen Defizitübernahme durch die Gemeinde, die durch den Betrieb des Kinderhauses entsteht, wäre eine Erhöhung der Elternbeiträge aus Sicht der Gemeinde grundsätzlich nachvollziehbar und notwendig gewesen.
Gleichzeitig stehen jedoch tiefgreifende Änderungen bei der staatlichen Finanzierung bevor. Dazu gehört unter anderem der Wegfall des staatlichen Zuschusses von 100 Euro zum Elternbeitrag für Kindergartenkinder ab drei Jahren, der die Familien bereits zusätzlich belastet. Auch weitere Zuschüsse sollen künftig neu gebündelt und teilweise erst nachträglich an den Träger, in unserem Fall der BRK, ausgezahlt werden. Die vollständige Umsetzung dieser Änderungen soll bis zum Jahr 2030 erfolgen.
Da sich derzeit noch nicht verlässlich abschätzen lässt, wie sich diese Änderungen tatsächlich auf Familien, Träger und Gemeinde auswirken werden, hat sich der Gemeinderat dazu entschieden, dem Antrag auf Anpassung der Elternbeiträge zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu folgen. Eine grundsätzlich notwendige Anpassung der Beiträge ist damit jedoch nicht dauerhaft ausgeschlossen.
Nachbarn helfen Nachbarn!
In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden, sind dem Vorbild Unterickelsheim gefolgt und haben eine Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. Über den aktuellen Stand und den Fortschritt des Projektes hat unser 2. Bürgermeister Ulrich Falk informiert.
An dieser Stelle möchte ich mich bereits jetzt bei allen Helferinnen und Helfern für ihre Bereitschaft bedanken, anderen zu helfen und sich für unsere Gemeinschaft einzusetzen.
Unter die Rubrik „Was lange währt …“ fällt wohl die Erreichbarkeit unseres Bauhofs. Es freut mich, mitteilen zu können, dass der Bauhof künftig unter der Telefonnummer 09332/5900379 erreichbar ist.
Ich bitte darum, auf Anrufe am Wochenende möglichst zu verzichten, es sei denn, es handelt sich um Gefahr im Verzug. Dafür bedanke ich mich bereits jetzt für Ihr Verständnis.
Schnelles Internet mit Handbremse
Der Glasfaserausbau in unserer Gemeinde gerät derzeit ins Stocken. Aufgrund qualitativer Mängel bei der Ausführung sowie notwendiger Abstimmungen und Anpassungen seitens des ausführenden Bauunternehmens sind momentan keine Bautrupps in der Gemeinde tätig.
Wann und in welcher Form die Arbeiten fortgesetzt werden, steht aktuell noch nicht fest. Die Gemeinde steht hierzu jedoch weiterhin mit der Telekom und dem verantwortlichen Bauunternehmen in Kontakt.
Der Waschplatz bleibt trocken
Am 13.08.2026 fand ein Ortstermin am Waschplatz in Enheim mit Vertretern des Landkreises, des Wasserwirtschaftsamtes und der Gemeinde statt. Leider wurden hierbei erhebliche bauliche Mängel festgestellt, durch die eine Gefährdung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden kann.
Aus diesem Grund ist das Waschen am Waschplatz bis zur Behebung aller Mängel untersagt.
Da darüber hinaus offensichtlich bislang keine Genehmigung zur Wasserentnahme vorlag, wurde auch die Wasserentnahme zunächst untersagt. Die Gemeinde konnte jedoch für die Viehversorger kurzfristig eine Ausnahmeregelung erwirken.
Den notwendigen Antrag auf Wasserentnahme haben wir umgehend gestellt. Mit einem positiven Bescheid wird bis Ende der 39. Kalenderwoche gerechnet.
Der Gemeinderat und ich bleiben weiter für unsere Gemeinde im Einsatz.
Bis zur nächsten Sitzung und meinen nächsten Informationen wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Erster Bürgermeister
Mathias Sieber
