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Herbert Lichtinger übernimmt Vorsitz des Wasserzweckverband Mallersdorf
Gemeinde Bayerbach b. Ergoldsbach
22.07.2026, 17:00

Verbandsversammlung wählt neue Verbandsvorsitzende, beschließt Jahresabschluss und regeneriert einen Tiefbrunnen in Hofdorf

 

Mallersdorf-Pfaffenberg. 18 Jahre lang führte Karl Wellenhofer als Verbandsvorsitzender den Wasserzweckverband und begrüßte in seiner letzten Verbandsversammlung die neuen Verbandsräte und Verbandsrätinnen aus den 14 Mitgliedsgemeinden. In seiner Amtszeit wurden z. B. drei neue Brunnen gebohrt, ein neues Wasserwerk in Mallersdorf errichtet, zwei Hochbehälter zur Wasserspeicherung saniert, drei Verbindungsleitungen mit Nachbarversorgern erstellt, unzählige Leitungsabschnitte neu gebaut und alte Leitungen ausgewechselt. Karl Wellenhofer hat damit den Verband für die zukünftigen Aufgaben hervorragend weiterentwickelt, so dass die nachfolgenden Vorsitzenden ein technisch und wirtschaftlich stabiles Wasserversorgungsunternehmen weiterführen können.

 

Nach den Kommunalwahlen findet auch alle sechs Jahre eine Wahl der Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes statt. Die Verbandsversammlung wählte Geiselhörings Ersten Bürgermeister Herbert Lichtinger zum neuen Verbandsvorsitzenden. Ihm zur Seite stehen künftig Anton Kargel, Bürgermeister der Gemeinde Moosthenning als erster Stellvertreter sowie Veronika Meindl, Bürgermeisterin der Gemeinde Bayerbach als zweite stellvertretende Verbandsvorsitzende. Damit übernimmt eine neue Verbandsspitze die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung von rund 41.000 Personen aus den 14 Mitgliedsgemeinden.

 

Darüber hinaus verabschiedete das Gremium die überarbeitete Geschäftsordnung für die laufende Legislaturperiode und passte die Entschädigungssatzung an. Die Pauschalentschädigung für selbständig tätige Verbandsräte wurde für Sitzungen, die tagsüber stattfinden angesichts gestiegener Lohnkosten von 15 auf 30 Euro erhöht, alle weiteren Entschädigungssätze blieben unverändert. Außerdem beschloss das Gremium Änderungen der Beitrags- und Gebührensatzung, mit denen aktuelle Vorgaben des Bayerischen Innenministeriums und der Rechtsprechung umgesetzt werden. Dies betraf vor allem die Angabe der Beträge in der Beitrags- und Gebührensatzung in Brutto- statt bisher Nettobeträgen. Damit sollen die Verbraucher mehr Klarheit über die anfallenden Kosten erlangen.

 

Neben den Wahlen und Satzungsänderungen standen vor allem die wirtschaftliche Entwicklung des Zweckverbandes und zahlreiche Investitionen in die Wasserversorgung im Mittelpunkt der Sitzung.

 

Der Jahresabschluss 2025 weist einen Verlust von rund 402.000 Euro aus. Als Hauptgründe nannte Werkleiter Ludwig Sigl vor allem die steigenden Aufwendungen für die Erneuerung des Leitungsnetzes. Dennoch fiel das Ergebnis deutlich besser aus als ursprünglich geplant. Während im Wirtschaftsplan noch ein Defizit von knapp 690.000 Euro erwartet worden war, konnten höhere Erlöse unter anderem durch Erstattungen bei Leitungsumlegungen den Verlust spürbar verringern. Die Verbandsversammlung stellte den Jahresabschluss einstimmig fest und entlastete die Verbands- und Werkleitung.

 

Großen Raum nahm auch die Zukunft der Wasserversorgung ein. Der Verband investiert weiter konsequent in die Modernisierung seiner Infrastruktur. So wurde die Regenerierung des Brunnens II im Gewinnungsgebiet Hofdorf einschließlich der Erneuerung der hydraulischen Ausrüstung mit Gesamtkosten von rund 230.000 Euro/netto vergeben. Mit den Maßnahmen wird die langfristige Leistungsfähigkeit eines wichtigen Trinkwasserbrunnens gesichert.

 

Weitere Aufträge wurden für die Restgewerke der Sanierung des Hochbehälters Hainkirchen vergeben. Dort ist die Sanierung der ersten von zwei Wasserspeicherkammern abgeschlossen. Mit den nun beauftragten Zimmerer-, Maler-, Estrich-, Fliesen-, Landschaftsbau- und Zaunbauarbeiten mit Gesamtkosten von fast 115.000 Euro/netto wird die Fertigstellung des Bauprojekts bis zum Jahresende angestrebt. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Hochbehälters werden sich auf rund 1,8 Mio. Euro/netto belaufen, so Werkleiter Ludwig Sigl.

 

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Versorgungssicherheit im südlichen Verbandsgebiet. Die Verbandsversammlung beschloss, die laufenden Straßenbauarbeiten zwischen Niedertunding und Mengkofen zu nutzen, um eine neue Wasserleitung zu verlegen. Die rund 795 Meter lange Verbindung soll künftig eine gegenseitige Versorgung der Versorgungszonen „Hochbehälter Bayerbach“ und „Wasserturm Lengthal“ ermöglichen und damit die Ausfallsicherheit deutlich erhöhen. Da der Leitungsbau parallel zur Straßensanierung erfolgt, kann die Maßnahme mit Gesamtkosten von ca. 162.000 Euro/netto besonders wirtschaftlich umgesetzt werden.

 

Mit der Wahl der neuen Verbandsspitze und den beschlossenen Investitionen setzte die Verbandsversammlung ein deutliches Signal für die kommenden Jahre. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf einer sicheren und zukunftsfähigen Trinkwasserversorgung sowie auf der kontinuierlichen Erneuerung der technischen Anlagen und Leitungsnetze, so der neu gewählte Verbandsvorsitzende Herbert Lichtinger.

 

Karl Wellenhofer (links) übergibt symbolisch den Hydrantenschlüssel an seinen Nachfolger Herbert Lichtinger (rechts)

 

 

Neu gewählt: Verbandsvorsitzender Herbert Lichtinger (mitte), 1. Stellvertreter Anton Kargel (links) und 2. Stellvertreterin Veronika Meindl (rechts)


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