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„Porträts, die berühren“ im Museum Flucht-Vertreibung-Ankommen
Museum Flucht - Vertreibung - Ankommen
03.03.2026, 09:45
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Das inklusive Fotoprojekt „Mensch ist Mensch – Ich zeige Dir, wer ich wirklich bin!“ macht Station im Museum Flucht-Vertreibung-Ankommen. Die Ausstellung zeigt eindrucksvolle Porträts und bewegende Lebensgeschichten von Menschen, die sich mutig vor die Kamera gestellt haben, um Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen mit Beeinträchtigung, Ausgrenzung, Flucht oder Neuanfang zu geben. Besucher sind eingeladen, hinter die Fassade zu blicken und Menschen kennen-zulernen, die sonst oft übersehen werden.

 

Ein Projekt für Sichtbarkeit und Begegnung

Initiiert wurde das Projekt vom BegegnungsCampus Immenreuth unter der Leitung von Franziska Böll. Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Ausgrenzungserfahrungen eine Stimme und ein Gesicht zu geben – durch einfühlsame Porträtfotografie und authentische Erzählungen. „Jeder Mensch hat das Recht, gesehen und gehört zu werden“, betont Böll. „Mit unserem Projekt möchten wir Vorurteile abbauen, echte Begegnungen ermöglichen und das Bewusstsein für die Vielfalt menschlicher Lebens-realitäten stärken.“ Gerade im Kontext des Museums Flucht-Vertreibung-Ankommen erhält die Ausstellung eine zusätzliche, tiefgehende Dimension: Die Geschichten der porträtierten Menschen knüpfen an zentrale gesellschaftliche Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Würde an – Themen, die aktueller nicht sein könnten.

 

Wanderausstellung mit nachhaltiger Wirkung

Ziel der Wanderausstellung ist es, den Dialog über Inklusion, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt weiterzutragen – auch über das offizielle Projektende hinaus. Einrichtungen, Institutionen oder öffentliche Orte, die Interesse haben, die Ausstellung ebenfalls zu präsentieren, sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

 

Jetzt mitmachen – Menschen zeigen Gesicht

Das Projekt wächst weiter: Interessierte Teilnehmer können weiterhin Teil von „Mensch ist Mensch“ werden. Gesucht werden Menschen, die bereit sind, sich porträtieren zu lassen und Einblicke in ihre Lebensgeschichte zu geben. Die Teilnahme ist kostenfrei und wird von einem sensiblen und erfahrenen Projektteam begleitet.

 

Zu sehen ist die Sonderausstellung vom 7. März bis 5. April 2026 zu den regulären Öffnungszeiten.


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Beschreibung

Das Museum thematisiert das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen, verschiedener Weltanschauungen und verschiedener Herkunft in der nördlichen Oberpfalz von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis bis zur Integration von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren danach.