Heimat Info Logo
Aus der Juli-Sitzung des Gemeinderats Wald
Erste Bürgermeisterin
18.07.2026, 10:15

In der Juli-Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat zunächst mit einem Antrag auf isolierte Befreiung für die Errichtung eines Carports in der Ahornstraße. Die Befreiung ist notwendig, weil der Bebauungsplan maximal 9 Meter Grenzbebauung vorsieht und durch das Carport die Grenzbebauung in Summe überschritten wird. Die Nachbarunterschriften waren vollständig. Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen, auch zur Befreiung vom Bebauungsplan.

Dem Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Hackschnitzellagerschuppens in Galgenberg erteilte der Gemeinderat ebenfalls das Einvernehmen.

In der Juni-Sitzung hatte der Gemeinderat bereits über die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Dürnberg beraten. Millerweile hat sich eine neue Fördermöglichkeit über das ELER-Förderprogramm ergeben. Der Fördersatz liegt bei 60 %, die Straße kann im Bestand saniert werden, ohne Verbreiterung. Aktuell gibt es nur eine vage Kostenschätzung mit 400.000 EUR. Der Gemeinderat stimmte der Antragstellung nach ELER zu.

In der letzten Sitzung wurde bereits über die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Dürnberg beraten“, erklärte Bürgermeisterin Barbara Haimerl. Mittlerweile habe sich die Situation zum Positiven entwickelt, da eine neue Antragsrunde für eine Förderung des ländlichen Straßenbaus über das ELER-Förderprogramm angestoßen wurde. Der Förderansatz liegt bei 60 Prozent, ohne Zwang zur Verbreiterung der Straße. Die Gemeinde habe bereits mit dem Ingenieurbüro Altmann aus Cham Kontakt aufgenommen. „Die Kosten sind zum aktuellen Zeitpunkt nur vage geschätzt auf 400 000 Euro, allerdings wurde bisher lediglich ein Bodengutachten durchgeführt“, so Bauamtsleiter Andreas Brunner. Der Rat stimmte der Antragsstellung nach ELER zu.

Für den Bürgerball hatte eine Arbeitsgruppe um Gemeinderatsmitglied Norbert Handl Vorschläge erarbeitet, die dieser in der Sitzung vorstellte. Zunächst sollte der Ball einen anderen, englischen Namen erhalten. Die Bewerbung sollte im September starten, und auch an Tanzschulen stattfinden. Die Arbeitsgruppe hatte auch Überlegungen angestellt, Firmen als Sponsoren zu gewinnen.

Handl würde auch gerne Debütanten einladen, da er aus der eigenen Familie wisse, dass gerade die Jüngeren gerne tanzen. Vielfach wurde in der Bevölkerung der hohe Preis moniert, weshalb auch über eine Kostenreduzierung beraten wurde. Vorgeschlagen wurde, mit Bändchen zu arbeiten. Wer das Buffet mit bezahlt hat, erhält ein Bändchen, es besteht aber auch die Möglichkeit, den Ball ohne Verpflegung zu besuchen.

Offen ist noch, wer die Bewirtung mit Getränken übernimmt, hier fehlen noch Helfer.

Die Meinungen zur Weiterführung des Balls waren geteilt, Bürgermeisterin Haimerl warf ein, sollte eine Umbenennung erfolgen, so sollte es ein deutscher Name sein, z.B. Walder Nacht. Skeptische Stimmen warfen ein, ob ein Bürgerball noch zeitgemäß sei, da in Wald allgemein festzustellen war, dass auch die Bälle der Vereine weniger Zuspruch haben. Die endgültige Entscheidung wurde auf September vertagt, bis dahin wird die Arbeitsgruppe das Konzept weiterentwickeln, die Gemeinderatsmitglieder können sich in der Zwischenzeit ebenfalls Gedanken dazu machen.

In den letzten Monaten haben die Walder Feuerwehr wie auch die Malteser immer wieder moniert, dass die Funksituation in Wald und Roßbach sehr schlecht ist. Damit funktioniert die digitale Alarmierung der Feuerwehren an vielen Stellen in Wald und Roßbach nicht, auch der Funkverkehr unter den Einsatzkräften ist davon betroffen. Da die analoge Alarmierung sukzessive abgeschaltet wird, besteht dringender Handlungsbedarf, so Haimerl.

Das Landeskriminalamt ist auf die Gemeinde Wald zugekommen, weil dieses die Versorgungslücke, die aufgrund der Fehlermeldungen der Feuerwehr und der Malteser offenkundig wurde, mittels eines neuen BOS-Masts im Raum Roßbach schließen möchte. Diese Fehlermeldungen kamen auch bei der Feuerwehrführung an, so Kreisbrandinspektor Norbert Mezei.

Stefan Klein vom Landeskriminalamt erläuterte die Problematik anhand von Karten und Übersichten. Aufgrund der hohen Sicherheits-Relevanz dieses Funksystems werden ständig praxisbegleitende Tests durchgeführt und Informationen der Nutzer ausgewertet.

Um dies zu gewährleisten, muss das BOS-Digitalfunknetz alle Bereiche möglichst lückenlos und flächendeckend versorgen, um bei allen Einsätzen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausfallsicher und zuverlässig zu funktionieren. Insbesondere muss an potentiellen Einsatz- oder Unfallschwerpunkten zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger eine gute Funkversorgung gewährleistet sein.

In diesem Zusammenhang haben Funkingenieure des Landeskriminalamts eine Versorgungslücke bzw. eine teilweise Unterversorgung in unserer Region festgestellt, die nun möglichst kurzfristig mittels Errichtung einer neuen BOS-Funkanlage behoben werden soll. Vorhandene Standorte waren nicht geeignet, da diese das Funkloch in Richtung Osten nicht abdecken, so der LKA-Beamte. Es gab verschiedene Alternativstandorte, wegen der guten Zuwegung, der Lage und der Eigentümer-Situation wird ein gemeindliches Grundstück Nähe des Radwegs favorisiert.

Der geplante Mast hat eine Höhe von rund 50m zzgl. einer Aufsetzantenne mit einer Höhe von rund 7m. Eine Visualisierung des Standorts wurde von verschiedenen Blickrichtungen im 3D-Geländemodell vorgenommen. Der Mast wird den Baumbestand um ca. 20 Meter überragen. Er läuft nach oben konisch zu.

Das LKA ist gerne bereit, in einer Infoveranstaltung die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, davon möchte Bürgermeisterin Haimerl gerne Gebrauch machen.

Zwischenzeitlich habe auch Vodafone Interesse bekundet, den Mast mit zu nutzen. Hierzu wird voraussichtlich Ende August eine Gemeinderatssitzung stattfinden. Dann wird das Gremium entscheiden, ob Vodafone die Mitnutzung gestattet wird.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Grundstück für den Bau des BOS-Masten zur Verfügung zu stellen.

Bürgermeisterin Haimerl gab bekannt, dass in ihrer Zuständigkeit der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Terrassenüberdachung im Baugebiet „Am Wirtsholz“ genehmigt wurde. Außerdem wurde das gemeindliche Einvernehmen zur Neuerrichtung von zwei Wohngebäuden zur Nutzung als Ferienbungalows (Agrotourismus) mit Stellplätzen und Erschließung im Landwirtschaftlichen Betrieb in Wutzldorf erteilt. Eine Sondernutzungsvereinbarung Kanal muss abgeschlossen werden.

Bürgermeisterin Haimerl gab bekannt, dass das Landratsamt Cham den Haushalt für 2026 genehmigt hat. Der Gemeinderat beschloss die Haushaltssatzung.

Haimerl gab die Auswertung der Geschwindigkeitstafeln im Zeitraum April bis Juni bekannt. Am Standort Baugebiet Wirtsholz gab es 18,25 % Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verzeichnen. Von den 9ß953 Messungen waren knapp unter 15.000 mit einer Geschwindigkeit zwischen 51 und 60 km/h unterwegs. Ca. 1000 Fahrzeuge wurden mit 61 – 70 km/h erfasst.

Im Wohngebiet „Am Steinbruch“ wurden im verkehrsberuhigten Bereich eklatante Überschreitungen festgestellt. 1706 fuhren 20 km/h, 859 fuhren 30 km/h, 142 fuhren 40 km/h, 16 fuhren 50 km/h und zwei sogar 60 km/h – und das bei erlaubten 10 km/h.

Bürgermeisterin Haimerl  teilt mit, dass die im Haushalt angesprochenen Befestigungen des Angers in Süssenbach und des Parkplatzes in Roßbach beim Fitnessstudio noch mal überdacht werden sollten. Gerade im Hinblick auf die Flächenversiegelung und die gebotene Wasserrückhaltung wäre ein Verzicht der Befestigung sinnvoll. Dies war eine Anregung bei der Auftaktveranstaltung für das Projekt Schwammregion.

2. Bürgermeisterin Hirschberger teilt mit, dass der Tag des offenen Denkmals erst woeder 2027 durchgeführt wird, dann an der Wehrkirche in Schönfeld. Am 11.09. findet die Infofahrt der Gemeinde Wald statt.

3. Bürgermeister Stefan Auburger teilt mit, dass die Dorfgemeinschaft Fraunhofen wegen der Errichtung eines Bushäuschens mit Beleuchtung angefragt hat.

Uwe Heyne bedankte sich für die schnelle Reparatur des defekten Verkehrsspiegels in der Tannenstraße.


Beschreibung

Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Wald.