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Landrat Dr. Nolten zum Antrittsbesuch im Tierheim
Tierschutzverein für den Kreis Düren e.V.
19.08.2026, 08:46
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Zu einem Besuch im Tierheim für den Kreis Düren hatte der Tierschutzverein den seit rund 10 Monaten im Amt befindlichen Landrat eingeladen. Dr. Ralf Nolten und der für das Veterinäramt zuständige Dezernent Dirk Hürtgen wurden vom Vorsitzenden des Tierschutzvereins Jürgen Plinz und seinem Stellvertreter Robert Breuer herzlich begrüßt.

 

Das Tierheim in Düren-Niederau versorgt im Auftrag aller kreisangehörigen Kommunen Fundtiere sowie Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen. Bei einer Führung durch die Einrichtung schilderten die Vereinsvorstände die wachsenden Herausforderungen im Heim. Über 350 Tiere würden durchschnittlich jeden Tag im Heim versorgt. Jüngste Aufnahmen am Tag des Landratsbesuchs seien ein Uhu und eine Königspython gewesen. Allein über 100 Katzen in der täglichen Versorgung spiegelten die sehr hohe Auslastung des Heimes wider. „Dazu kommt,“ so Robert Breuer, „dass eine Vielzahl an Hunden heute schon mit großen Verhaltensauffälligkeiten ins Tierheim kommen. Diese müssen erst einmal für die Vermittlung fit gemacht werden.

 

Seit dem Ende der Corona-Pandemie habe sich die Lage deutlich verschärft. Viele Tiere seien während der Pandemie spontan über das Internet angeschafft worden. Aber auch heute noch sei der zu kurz überlegte und emotional begründete Kauf eines Haustieres über das Internet vielfach der Startpunkt einer „Karriere“ für Tiere, die später im Tierheim ende. Denn mit der Zeit seien zahlreiche Halter mit den tierischen Anforderungen überfordert oder hätten die steigenden Kosten bspw. für Futter und Tierarzt nicht einkalkuliert. 

 

Daher seien rund 80 Prozent der Hunde und Katzen im Tierheim zurzeit Fundtiere oder stammten aus behördlichen Einweisungen. Für Abgabetiere sei nur selten Platz, konnte Landrat Dr. Nolten erfahren. Auch die Kosten für die medizinische Versorgung, Futter, Verhaltenstraining oder Personal im Tierheim seien stark gestiegen. Zusätzlich gehe auch der Fachkräftemangel am Heim, das zurzeit fünf Auszubildende hat, nicht spurlos vorbei. Dr. Ralf Nolten, der das Tierheim aus früheren Besuchen bereits kennt, war dankbar für die vertieften Einblicke einerseits aber auch für das enorme Engagement von Haupt- und Ehrenamt im Tierheim. Der Tierschutzverein bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren sowohl mit dem Kreis, als auch mit den Kommunen.


Beschreibung

Der Tierschutzverein für den Kreis Düren e.V. wurde am 4. Mai 1963 gegründet. Als primäre Aufgabe betreibt der Verein das Kreistierheim in Burgau, in dem alle Fundtiere der Städte und Kommunen im Kreis Düren aufgenommen und versorgt werden. Zweck des Tierschutzvereins ist es, den Tierschutzgedanken nach den geltenden Vorschriften zu vertreten. Als gutes Beispiel und durch Aufklärung soll das Verständnis für das Wesen der Tiere geweckt, das Wohlergehen der Tiere gefördert und besonders Tierquälereien oder Tiermisshandlungen verhindert werden. Der Tierschutzverein für den Kreis Düren e.V. ist dem Deutschen Tierschutzbund e.V. sowie dem Landestierschutzverband NRW angeschlossen. Er zählt rund 1.500 Mitglieder und ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein bspw. auch von Spendern, Paten und Sponsoren.

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