Reconnect Unsleben – Spurensuche: Wenn Erinnerungen wieder Wege finden
Es gibt Orte, die Menschen nie ganz verlassen.
Auch dann nicht, wenn Jahrzehnte vergangen sind oder Erinnerungen nur noch in
alten Fotografien und Erzählungen weiterleben.
Unter dem Titel „Reconnect Unsleben – Spurensuche“ lädt der Freundeskreis
Wasserschloss Unsleben vom 26. bis 28. Mai 2026 zu Tagen der Begegnung,
Erinnerung und des Austauschs ein. Gäste aus Deutschland, Israel, den USA,
Großbritannien und weiteren Ländern werden im Wasserschloss Unsleben erwartet
— allesamt Nachfahren ehemaliger jüdischer Familien aus Unsleben.
Zum Programm gehören unter anderem Begegnungen und Gespräche, ein
Dorfrundgang durch das jüdische Unsleben, Besuche der jüdischen Friedhöfe in
Unsleben und Kleinbardorf sowie eine Ausstellung mit Fotografien, Dokumenten und
persönlichen Erinnerungen. Dabei geht es nicht nur um historische Ereignisse,
sondern vor allem um Menschen und ihre Lebenswege.
Besonders wichtig ist den Organisatoren dabei ein anderer Blick auf Geschichte:
Anders als viele Projekte endet „Reconnect Unsleben“ nicht mit dem Holocaust.
Ganz bewusst wird gefragt, wie das Leben der vertriebenen Familien weiterging,
welche Wege sie nach Flucht und Verlust nahmen und was aus ihren Kindern und
Enkeln wurde.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Jüdisches Unsleben im Freundeskreis
Wasserschloss Unsleben e.V. arbeiten dafür teils seit vielen Jahren mit großer
Sorgfalt an Familienlinien, Briefwechseln, Fotografien und historischen
Zusammenhängen. Was mit akribischer Recherche begann, hat längst persönliche
Verbindungen entstehen lassen — über Länder und Generationen hinweg.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Teilnahme ausschließlich nach
persönlicher Anmeldung möglich. Das ausführliche Programm kann auf Wunsch
zugesandt werden.
Anmeldung und Informationen: Viktoria Gräfin Waldburg,
1. Vorsitzende „Freundeskreis Wasserschloss Unsleben e.V.“,
willkommen@freunde-schloss-unsleben.de Telefon / WhatsApp: 0151 5236 20 30
