
28. OrientierungsMesse in Feuchtwangen: Knapp 2.000 Jugendliche informierten sich über Ausbildung und Beruf
Wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in der Region sind, zeigte die 28. OrientierungsMesse „Ausbildung & Beruf“ des Zweckverbandes Industrie-/Gewerbepark InterFranken auf dem Gelände der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen. Knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis und der Stadt Ansbach nutzten die Gelegenheit, verschiedene Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und Unternehmen aus der Region kennenzulernen.
Im Mittelpunkt der Messe stand der direkte Austausch. An rund 90 Informationsständen konnten die Jugendlichen mit Unternehmen, Hochschuleinrichtungen und Fachakademien sowie weiteren Akteuren aus der Arbeitswelt ins Gespräch kommen. Am Nachmittag bot die Messe wieder die Möglichkeit, Berufe ganz praktisch zu erleben: 19 Unternehmen boten insgesamt 21 unterschiedliche Praktika. Interessierte Jugendliche konnten dabei direkt auf der Messe das Berufsfeld selbst ausprobieren und so erste Erfahrungen sammeln.
„Gerade in einer Zeit, in der sich die Arbeitswelt durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Technologien stetig verändert, ist eine persönliche und praxisnahe Orientierung besonders wichtig“, betonte Herbert Lindörfer, stellvertretender Bezirkstagspräsident und Messe-Mitorganisator, bei der offiziellen Eröffnung. Seit ihrer ersten Auflage im Jahr 1999 habe sich die OrientierungsMesse zu einer festen Größe in der Region entwickelt. „Niemand muss heute schon wissen, wo er in 20 oder 30 Jahren stehen wird“, so Lindörfer. Entscheidend sei, die eigenen Interessen und Fähigkeiten kennenzulernen und verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren. Die Messe biete dafür die passende Gelegenheit: Im direkten Gespräch können Jugendliche Fragen stellen, Kontakte knüpfen und auch Berufe entdecken, die bislang noch nicht im Blick waren.
Auch Regierungsvizepräsidentin Birgit Riesner betonte in Vertretung der Schirmherrin, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Die Messe schaffe Raum für Gespräche, neue Kontakte und Impulse. Jugendliche könnten Informationen gebündelt erhalten und direkt mit Unternehmen über konkrete Ausbildungsangebote sprechen. Angesichts der Vielzahl an Berufsbildern und der stetigen Veränderungen in der Arbeitswelt sei diese Orientierung besonders wertvoll.
Landtagsabgeordneter Andreas Schalk bezeichnete die Veranstaltung als Spiegel der vielfältigen Wirtschaftsstruktur Westmittelfrankens. Die Region verfüge über einen starken Mittelstand und brauche junge Menschen, die ihre Zukunft hier gestalten. Gerade in einer Zeit, in der online eine kaum überschaubare Fülle an Informationen zur Verfügung stehe, sei es wichtig, das persönliche Gespräch und die Begegnung wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Landrat Marco Meier freute sich insbesondere über die große Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. „Hier kommt zusammen, was zusammengehört“ – junge Menschen und Unternehmen aus der Region. Auch die Geschäftsführerin der Bayerischen BauAkademie Feuchtwangen sprach von der Synergie zum Veranstaltungsort und freute sich, die Messe wieder auf dem Gelände der BauAkademie begrüßen zu dürfen.
Oliver Frank, erster Bürgermeister der Gemeinde Wörnitz und stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbandes InterFranken, sprach bei der Eröffnung in Vertretung von Feuchtwangens erstem Bürgermeister Dr. Ulrich Grünwald. Er erinnerte an seine eigene Zeit der Berufswahl und daran, dass der berufliche Weg junger Menschen nicht immer von Anfang an feststeht. Genau hier setze die OrientierungsMesse an: Sie bringe Arbeitgeber mit Jugendlichen zusammen, die vielleicht noch nicht wissen, welchen beruflichen Weg sie später einschlagen möchten. Die Möglichkeiten seien vielfältig und die Zukunft noch offen.
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