Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Waldbesitzervereinigung BerchingâNeumarkt e.V. im Pfindel-Stodl in Hofen konnte heuer ein besonderes JubilĂ€um gefeiert werden: Seit nunmehr 25 Jahren besteht der Zusammenschluss der beiden Vereinigungen aus Berching und Neumarkt.
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Vorsitzender Andreas Burger begrĂŒĂte dazu unter anderem den PrĂ€sidenten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Bernhard Breitsameter, sowie unseren BĂŒrgermeister Dr. Martin Hundsdorfer. In seinem Gastvortrag ging Breitsameter auf aktuelle Themen der bayerischen Forstwirtschaft ein. BĂŒrgermeister Hundsdorfer dankte den Verantwortlichen der WBV fĂŒr ein Vierteljahrhundert vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit.
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RĂŒckblickend betonte Andreas Burger die Bedeutung der Fusion: âDer Zusammenschluss war damals einhelliger Wille, um die Interessen der Waldbesitzer besser zu bĂŒndeln und zu vertreten. Heute können wir mit Fug und Recht von einer echten Erfolgsgeschichte sprechen.â
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Die ZusammenfĂŒhrung wurde seinerzeit von Johann Triller und Karl Weigl vertraglich besiegelt, erster Vorsitzender nach der Fusion war Richard Götz aus Thann. Ein weiterer Meilenstein folgte 2004 mit dem Bau des âHolzhausesâ an der LĂ€nde in Kooperation mit dem Maschinenring Neumarktplus, das bis heute als gemeinsame Zentrale dient.
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Auch ein Blick auf die aktuelle Entwicklung zeigt eine positive Tendenz: GeschĂ€ftsfĂŒhrer Florian Deinhard berichtete von weiter steigenden Mitgliederzahlen â aktuell zĂ€hlt die WBV 2.332 Mitglieder, allein im Jahr 2025 kamen 54 neue Waldbesitzer hinzu.
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Nach herausfordernden Jahren mit Sturmereignissen, Trockenheit, Starkregen und BorkenkĂ€ferbefall konnte sich die Situation zuletzt deutlich entspannen. Der regulĂ€re Holzeinschlag entwickelte sich positiv, ebenso die Preise zugunsten der Waldbauern. Gleichzeitig ging das Schadholzaufkommen um rund 50 Prozent zurĂŒck.
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Neben der Holzvermarktung profitieren die Mitglieder insbesondere vom gemeinschaftlichen Einkauf, etwa bei Forstpflanzen, Pflanzenschutz oder WildschutzzÀunen. Auch die Vermarktung von Brennholz und Hackschnitzeln verlief im vergangenen Jahr erfreulich.
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Kritisch sieht Deinhard hingegen die zunehmenden bĂŒrokratischen Anforderungen auf europĂ€ischer Ebene: Eine Vielzahl neuer Gesetze und Verordnungen erschwere zunehmend die praktische Arbeit in der Forstwirtschaft.
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Als groĂer Vorteil wird das âGrĂŒne Zentrumâ an der LĂ€nde hervorgehoben, in dem die Waldbesitzervereinigung, der Maschinenring, das Amt fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Forsten sowie die AltmĂŒhl-Sulz-Energie GmbH unter einem Dach zusammenarbeiten â ein Garant fĂŒr effiziente und abgestimmte Lösungen rund um Wald und Forst.
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đż Fazit: 25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit, ein starkes Netzwerk und eine weiterhin positive Entwicklung â die Waldbesitzervereinigung ist ein wichtiger Partner fĂŒr eine nachhaltige Waldwirtschaft in unserer Region.
