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ILE-Arbeitstreffen in Außernzell: Gute Resonanz bei ILE-Veranstaltungen
Gemeinde Schaufling
28.09.2026, 14:11

Positive Bilanz im Heimatviertel – Biertischgarnituren und Verkaufshütten werden gerne genutzt.

Eine positive Bilanz zu den Veranstaltungen zogen die Bürgermeister und ILE-Beauftragten der ILE Heimatviertel. (Foto: ILE)

Die ILE Heimatviertel kann auf zahlreiche erfolgreiche Projekte blicken. Bei ihrer jüngsten Sitzung standen jedoch auch organisatorische und finanzielle Herausforderungen auf der Tagesordnung. Themen waren unter anderem die gemeinsame Nutzung eines Verkehrsdatenerfassungsgeräts, die Unterbringung von Veranstaltungsinventar sowie das Konzept der Ferienbetreuung.

Bereits in der vorherigen Sitzung hatten die Bürgermeister über die gemeinsame Anschaffung eines Verkehrsdatenerfassungsgeräts beraten. Nachdem zunächst Fördermöglichkeiten geprüft werden sollten, brachte Hengersbergs Bürgermeister Mathias Berger nun eine pragmatische Lösung ins Spiel. „Es ist bei uns nicht oft im Einsatz“, sagte Berger und bot an, dass bereits vorhandene Gerät den anderen Kommunen bei Bedarf auszuleihen. ILE-Vorsitzender Dirk Rohowski bedankte sich für das Angebot, das von den Vertretern der zehn Mitgliedsgemeinden gerne angenommen wurde.

Gern genutzt werden die Heimatviertel-Biertischgarnituren und die Verkaufshütten für Märkte und Feste. Insgesamt stehen 120 Garnituren in sechs Boxen zur Verfügung, die in Hengersberg, Schaufling und Zenting gelagert werden. Allerdings bereitet die Unterbringung eines Teils des Inventars weiterhin Probleme. „Die Verschmutzung durch das benachbarte Sägewerk ist erheblich“, schilderte Rohowski die Situation. Ein Angebot für den Einbau von Toren zum Schutz der Halle wurde von den Bürgermeistern jedoch als zu kostspielig bewertet. „Das kann sich die ILE nicht leisten“, fasste Rohowski zusammen. Als mögliche Alternativen wurden das Abhängen der Halle mit Planen oder der Einbau manueller Tore diskutiert. Bevor eine Entscheidung fällt, will sich Auerbachs Bürgermeister Gerhard Weber die Situation vor Ort genauer ansehen.

Besucherrekord bei „Ich zeig dir meine Gemeinde“

Rohowski kündigte an, dass die ILE am 26. September eine Klausurtagung für neu gewählte Bürgermeister und Gemeinderäte veranstalten werde. Ziel sei es, die Arbeit der Allianz vorzustellen und die Zusammenarbeit zu stärken. Zudem informierte er darüber, dass die ILE nun Mitglied der Schule der Dorf- und Landentwicklung (SDL) Plankstetten ist. Dadurch könnten künftig zusätzliche Fördermöglichkeiten erschlossen werden. Gemeinsam mit der Lindner-Stiftung sollen außerdem Heimatviertel-Lizenzen an Unternehmen vergeben werden. „Die Betriebe können dann mit der Marke werben“, erklärte Rohowski.

Besonders erfreulich entwickelte sich erneut die Veranstaltung „Ich zeig dir meine Gemeinde“, die heuer in Lalling stattfand. Mit 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ein neuer Besucherrekord erreicht. „Das hätten wir vor vier Jahren, als wir damit angefangen haben, nie erwartet“, sagte Rohowski: Bei der Premiere nahmen lediglich 20 Seniorinnen und Senioren teil. Die nächste Ausgabe soll im kommenden Jahr in Außernzell und Schöllnach stattfinden.

Der große Erfolg bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Die hohen Teilnehmerzahlen führten zu steigenden Organisations- und Transportkosten. Daher wird derzeit geprüft, ob künftig ein Unkostenbeitrag erhoben werden muss. Die Buskosten seien trotz eingegangener Spenden erheblich gewesen.

Ebenfalls zufrieden zeigte sich Rohowski mit dem Treffen der Seniorenbeauftragten in Riggerding, das auf großes Interesse gestoßen sei. Eine der dort eingebrachten Ideen soll zeitnah umgesetzt werden: Geplant ist eine Informationsveranstaltung zum Thema Schockanrufe. Das nächste Treffen der Seniorenbeauftragten findet am 14. Juli in Hunding statt. Darüber hinaus möchte Rohowski künftig auch die Jugendbeauftragten der Mitgliedsgemeinden stärker miteinander vernetzen.

Ein weiteres Aushängeschild der ILE bleibt die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft und Weißwurst“. Diese führt die Teilnehmer in diesem Jahr zu den Unternehmen Fenecon und Pfaffinger nach Iggensbach. „Das ist ein tolles Format“, lobte Armin Drieschner, ILE-Beauftragter des Marktes Schöllnach. „Man sieht, was für ein Potential in den Gemeinden da ist.“

Wenig Zuspruch erhielt dagegen das Angebot einer gemeinsamen Ferienbetreuung. Nach einer verbindlichen Elternbefragung lagen aus allen ILE-Gemeinden zusammen lediglich sechs Anmeldungen vor. „Das zeigt, dass das, was der Gesetzgeber diskutiert, am Land nicht gebraucht wird“, stellte Außernzells Bürgermeister Michael Klampfl fest. Auch Gerhard Weber zeigte sich kritisch: „Wir haben viel Zeit investiert, weil es von oben vorgegeben wurde.“



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