Die Ökumen in Mühlhausen lebt. Ein weiteres Zeichen des guten Miteinanders war eine gemeinsame Kirchenfeier am Alten Kanal.
Mühlhausen. Ein weiteres Zeichen des guten Miteinanders war eine Gemeinsame Kirchenfeier am Alten KanalGeschichte und Glauben Hand in Hand, war der Inhalt einer ökumenischen Jubiläumsandacht, an der Antonius – Kapelle einem kirchlichen Kleinod an der alten Wasserstraße. Zum einen wurde der 180. Geburtstag des „König – Ludwig, oder dem „Alten Kanal“, wie er umgangssprachlich genannt wird und zum anderen der 831 Geburtstag des Namensgebers der Kapelle gefeiert. Annähernd 500 Gläubige waren zu der Feier gekommen. Dabei ist dies auch ein exponierter Ort für eine Geburtstagfeier, denn die Kapelle war einst, zu den Hochzeiten des Kanals ein Schleusenhaus an eine der 100 Schleusen von Bamberg bis Kelheim. Die Geistlichen Andreas Endriß (kath.) und Alexander Proksch (ev.) feierten die Andacht, die vom Posaunenchor Mühlhausen/Bachhausen, unter der Leitung von Stefanie Böhm, musikalisch begleitet wurde und Markus Hackner, dessen Vater Gerhard, einer der Ideengeber für dieses Projekt war, läutete zum Auftakt die Glocke. „Geh aus mein Herz und suche Freud“, war eines der Lieder und von genauso viel Freude und Kurzweil, wie in diesem Musikstück, war auch die Kirchenfeier gekennzeichnet. Zunächst charakterisierte Pfarrer Endriß den hl. Antonius, der am 13. Juni Geburtstag hatte und vielen nur als Schutzpatron derer die etwas verloren haben bekannt ist, und die die ihn anrufen sind auf der Suche und deshalb wird er auch scherzhaft „Schlampertoni“ genannt Doch galt der Heilige, der dem Augustiner Orden angehörte, auch als Schutzpatron der Frauen und Kinder sowie der Reisenden und Schiffbrüchigen, Deshalb habe man das umgebaute Schleusenhaus nach ihm benannt, weil man hier, wenn auch eine stillgelegt Wasserstraße so würdigen wollte. Pfarrer Proksch zeigte auf mit wieviel Energie und Durchhaltevermögen dieses Wasserstraße, das längste Bau - Denkmal in Bayern ist, gebaut wurde. „Der Bayerische König Ludwig der I. ließ sich nicht von dem Gedanken abbringen die Nordsee mit dem schwarzen Meer zu verbinden und in nur zehn Jahren wurde die Wasserstraße fertig gestellt und somit ein Menschheitstraum, denn schon Karl der Große aufgegriffen hatte aber nicht umsetzen konnte so der Geistliche“. Und auch hier entdeckte Proksch eine Verbindung zur Religion, denn man glaubte an die Umsetzung, und Glaube kann Berge versetzen, führte er aus. Nachdem der Schiffsverkehr in den 50er Jahren eingestellt wurde, dachte man im Ernst darüber nach ihn zuzuschütten, doch gab es hier einige Weitsichtige Männer und Frauen, die das verhinderten. Er entwickelte er sich stetig zu einem Naherholungsgebiet und einem Eldorado für Radler, Fußgänger oder Angler und ist eine deutlich Bereicherung der Regionen in Franken, der Oberpfalz und in Niederbayern. Nach der Kirchenfeier traf man sich im Café Ludwigs Platzl zum Geburtstags – Kaffee und Kuchen sowie einem regen Gedankenaustauch. (ngl)
