In der aktuellen September-Ausgabe des "Innformiert" sind wahrscheinlich aus produktionstechnischen Gründen nur die ersten Zeilen des Beitrages abgedruckt worden. Daher auf diesem Wege der gesamte Beitrag:
Ob Stonehenge in England, der Sonnentempel von Konark in Indien oder das Ringheiligtum Pömmelte bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt: sie alle dienten, verstreut auf alle Kontinente, bereits in der Vorzeit als Sonnenheiligtümer und zogen zu bestimmten Himmelserscheinungen die Mitmenschen an.
Heuer, am Abend des 12. August, pilgerten zahlreiche Schaulustige auf den Schlossberg, um die partielle Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond zu 89 Prozent vor die untergehende Sonne schob, zu beobachten.
Mit Decken, Brotzeit und Getränken machten sie es sich rund um das Kirchlein bequem und erwarteten das besondere Schauspiel, ausgerüstet mit SoFi-brillen oder selbstgebasteltem Augenschutz. Andere hatten ihre Kameras mit großen Teleobjektiven und entsprechenden Vorsatzgeräten mitgebracht wie zum Beispiel der Kraiburger Richard Wimmer oder Norbert Burger aus Neusiedl am See im österreichischen Burgenland, der zufällig hier beruflich zu tun hatte und sich das Naturphänomen nicht entgehen lassen wollte. Dessen Aufnahmen können auf seiner Website „2ndlk.com“ angesehen werden.
Für alle, die das diesjährige Spektakel verpasst haben: die nächste partielle Sonnenfinsternis findet bereits am 2. August 2027 gegen Mittag statt. Dann wird der Mond die Sonne zu rund 50 Prozent verdecken.
Text: Reinhard Gruber
Abbildungen: die „Sonnensicheln“ fotografierten Richard Wimmer und Norbert Burger, alle anderen Fotos: Reinhard Gruber
